Abwehren…

Tips

zum Thema Abwehrkräfte und was man bei einer Erkältung tun kann

 

Vorwort

Verkühlt hat man sich schnell einmal. Am liebsten wäre man die Erkältung ganz schnell wieder los. Also wirft man schnell einmal Paracetamol oder Vergleichbares ein. Man fühlt sich womöglich weniger schlapp als vorher, aber gesund ist man deshalb noch nicht. Solche „scharfen Geschütze„, wie z.B. Schmerzmittel, sollte man nur in akuten Fällen auffahren.

Nicht umsonst sagt der Volksmund: „Ein Schnupfen dauert 14 Tage ohne Medikamente und mit Medikamenten 2 Wochen.“

Wer krank ist, braucht Entspannung, viel Schlaf, gutes Essen und soll viel trinken. In die Arbeit oder zur Schule gehört man bei Krankheit nicht, einerseits um andere nicht anzustecken, andererseits um die eigene Erkältung nicht zu verschleppen.

Um die Symptome einer gemeinen Erkältung zu lindern, werden an dieser Stelle einige Hausmittel vorgestellt.

Bei hohem Fieber konsultieren Sie bitte einen Arzt. Sollte auch nach einer Woche (bei Erwachsenen) keine Besserung eintreten, suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Hausmittel

Viele alte Hausmittel enthalten Alkohol und/oder Zitrone oder auch Zwiebeln. Bei Histaminintoleranz sollte man jedoch auf diese Mittel verzichten.

Um die Atemwege zu befreien, kann man inhalieren. Am besten wird Meersalz als Zusatz vertragen. Alternativ kann auch mit Kamille, Eukalyotusöl oder Thymian inhaliert werden, sofern man nicht allergisch darauf reagiert.

Achten Sie darauf die Halsregion warm zu halten. Halswickel kann man mehrmals täglich anwenden.

Außerdem können Brustwickel angewendet werden, z.B. mit Quark oder Lavendelöl.

Bei leicht erhöhter Temperatur können kalte Wadenwickel Abhilfe schaffen.

Achten Sie bei allen Wickel-Formen darauf die Wickel regelmäßig zu erneuern und auf Wärme zu kontrollieren.

Nehmen Sie genug Flüssigkeit zu sich. Geeignet sind viele Kräutertees (sofern keine Allergien bestehen), z.B. Fenchel, Kamille, Minze, Melisse, Holunderblüten. In Maßen wird auch Ingwertee meist vertragen. Zusätzlich kann man die Tees noch mit Honig oder Ahornsirup süßen.

Warme Bäder wirken nicht nur entspannend, die warme feuchte Luft trägt auch dazu bei die Atemwege zu befreien. Wer es verträgt, kann auch mit Zusätzen wie Thymian (in einem Teeei) baden.

Achten Sie darauf genug Vitamin C mit der Nahrung aufzunehmen. Vitamin C trägt sowohl zum Abbau von Histamin bei als auch zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Lebensmittel mit Vitamin C
(Angaben in mg/100g)

Sanddornbeere 450

Petersilienblatt 166

Paprika 140

Brokkoli 115

Kresse 59

Oregano frisch 45

Johannisbeere 36

Feldsalat frisch 35

Stachelbeere frisch 35

Kokoswasser 2

(Auszug aus naehrwertrechner.de)

Insbesondere Hühnersuppe ist dafür bekannt bei Erkältungen zu helfen. Das gekochte Huhn ist magenschonend, das mitgekochte Gemüse liefert wichtige Vitamine.

Medikamente

Viele Medikamente fallen weg, da sie Stoffe enthalten, die man bei Histaminintoleranz nicht zu sich nehmen sollte, z.B. Aspirin (Acetylsalicylsäure) oder Hustenlöser wie ACC Akut (Acetylcystein).

Einige wenige Medikamente werden jedoch meist vertragen. Sprechen Sie Medikamente stets mit Ihrem Arzt ab.

Isla Moos wird meist vertragen. Sie können aber auch andere Lutschpastillen bzw. Hustenbonbons verwenden, z.B. Salbei- oder Honigbonbons.

Gelomyrtol wird von uneinheitlich vertragen. Das Medikament ist auf natürlicher Basis, enthält jedoch Zitrone, Sorbit und Sulfat. Manchmal wird es vertragen.

Wer wirklich scharf schießen möchte, für den ist womöglich Mexa-Vit.-C eine Option. Der schmerzlindernde und fiebersenkende Wirkstoff Paracetamol wird bei diesem Medikament mit Vitamin C (Ascorbinsäure) verbunden.

Nachwort: Grippeschutzimpfung

Jedes Jahr aufs Neue lassen sich Leute gegen Grippe impfen. Das Problem daran: Grippe ist eine Virusinfektion. Viren können sich innerhalb kürzester Zeit verändern. Geimpft wird gegen einen Erreger. Gegen alle anderen ist man nicht geschützt. Wenn sich der eine Erreger verändert, ist man auch nicht mehr geschützt. Durch die Impfung wird das Immunsystem belastet. Daher ist man direkt nach der Impfung zunächst einmal anfälliger für eine Krankheit und nicht geschützter. Dass sich die Grippeimpfung also auszahlt, grenzt an einen Sechser im Lotto.

Gute Besserung!

(c) Histamin-Pirat

Wieder vertragen…

Tips

zum Thema, wie man einige Speisen wieder verträgt

 

Welche Speisen sind unverträglich bei Histaminintoleranz bzw. -unverträglichkeit?

Immer wieder findet man im Internet Übersichten mit Speisen, die man bei einer Histaminintoleranz bzw. -unverträglichkeit meiden sollte. Aufgezählt werden da z.B. Käse, Parmesan, Wein, Salami, Rotwein, Lasagne und noch wenige mehr. Wenn man denn nun darauf verzichten würde, wäre einem geholfen.

Doch Betroffene wissen: so einfach ist es nicht. Insbesondere am Anfang, kurz nach der Diagnose, sind viele überfordert und versuchen erst einmal auf die histaminreichsten Speisen zu verzichten. Es braucht etwas Erfahrung und leider oft auch „Trial-and-Error“ bis man gewisse Systematiken, was Histamin angeht, entdeckt und verstanden hat.

Täglich lernt man quasi dazu: Es sind nicht nur einzelne Speisen problematisch, weil sie histaminhaltig sind, sondern gemeinhin einzelne Zutaten/Lebensmittel der jeweiligen Speise. Daher bietet es sich an nach dem Histamingehalt von einzelnen Zutaten zu suchen. Essen, wo man nicht genau weiß, was drin ist, sollte man auch besser sein lassen, wenn man sicher sein will.

Man lernt auch, dass die Herstellungsweise und Art der Lagerung eine entscheidende Rolle bei der Histaminbildung spielt. Essen sollte nicht wieder aufgewärmt und stets aus frischen Zutaten zubereitet werden. Lang gereifte Lebensmittel gilt es zu meiden.

Darüberhinaus gibt es Histaminliberatoren. Das sind Lebensmittel, die selbst meist kaum Histamin enthalten, aber dafür sorgen, dass körpereigenes Histamin ausgeschüttet wird. Wenn man Lebensmittel dieser Kategorie zu sich nimmt, geht es einem – meist etwas zeitverzögert – dennoch schlecht.

Wenn man sich weiter auskennt, kommt man auch noch auf weitere Zusammenhänge.

Etwa, dass es Lebensmittel gibt, die beim Histaminabbau helfen oder gar die Histaminausschüttung hemmen.

Etwa, dass der Magen nicht übersäuern sollte, bestimmte Darmbakterien hilfreich sind, andere wiederum problematisch sind.

Dass Allergien und Kreuzallergien eine entscheidende Rolle bei der Ernährung spielen, da eine allergische Reaktion zu Histaminausschüttung im Körper führt.

Hinweise zur histaminarmen Ernährung finden Sie auch unter Allgemein und Lebensmittel & mehr.

Wenn man all das einmal aufgenommen hat, kann man sich auch wieder an eigentlich „Verbotenes“ wie Lasagne, Schnitzel, Hamburger und Pizza wagen, denn man weiß, wie.

„Verbotenes“ wieder verträglich machen

Nachfolgend ein paar Tips, wie man einige Speisen wieder vertragen kann.

Beachten Sie bitte bei diesen allgemeinen Tips individuelle Voraussetzungen wie Allergien/Kreuzallergien, sowie eventuell andere vorhandene Unverträglichkeiten bzw. Intoleranzen.

Schnitzel

Schweinsschnitzel soll man meiden, da einerseits Schweinefleisch stark histaminhaltig ist, andererseits das Weizen in der Panade Probleme macht. Auch das Öl, in dem das Schnitzel gebraten wird, spielt eine Rolle. Sonnenblumenöl gilt als Histaminliberator. Verwenden Sie stattdessen besser Raps-, Distel- oder Maisöl, Rind-/Kalbsfleisch oder Putenfleisch und Haferflocken für die Panade.

Mit diesem Hintergrundwissen habe ich dieses Rezept für Putenschnitzel erstellt.

Hamburger

Die Fleischlaibchen für Hamburger werden meist aus gemischtem Hackfleisch/Faschiertem hergestellt, wo Schweinefleisch dabei ist. Außerdem entsteht bei Fleisch, das durch den Fleischwolf gedreht und dann wieder verpackt wurde recht schnell Histamin. Am besten lässt man sich das Hackfleisch/Faschiertes frisch in Bedienung zubereiten und verwendet dabei nur frisches Rindfleisch oder man dreht einfach selbst das Rindfleisch durch den eigenen Fleischwolf, wenn man einen hat.

Die Brötchen/Semmeln sind meist mit Weizenmehl gebacken. Alternativ kann man mit Dinkel-, Reis-, Hirse-, Mais- oder Hanfmehl backen. Als Backtriebmittel sollte man keine Hefe, sondern besser Backpulver verwenden. Gelegentlich wird Weinsteinbackpulver als Alternative empfohlen, weil nicht alle Betroffenen Backpulver vertragen. Jedoch gilt es auch hier zu beachten, wie der Name schon andeutet, dass Weinsteinbackpulver aus Wein gewonnen wird. Bei manchen Rezepten kann man auch etwas Mineralwasser (sprudelnd) als Backtriebmittel verwenden.

Das „Alibi-Gemüse“ auf dem Burger sollte keine Tomaten enthalten, weil sie Histaminliberatoren sind. Viele Salatsorten werden vertragen (Feldsalat, Eisbergsalat, Vogerlsalat, Kopfsalat). Rucola gilt als Histaminliberator, wird in kleinen Mengen aber oft vertragen. Zwiebeln sollten auch nur in kleinen Mengen verwendet oder ganz weggelassen werden, da auch sie Histaminliberatoren sind. Alternativ kann man Gurken (keine sauren/eingelegten), Radieschen und Paprika als Gemüse verwenden.

Die meisten Dressings und Saucen enthalten Essig und sollten daher gemieden werden. Ketchup (Tomaten) und Senf sollten auch nicht verwendet werden. Als Sauce kann man etwas Ahornsirup über das Fleisch geben oder man verwendet Frischkäse.

Lang gereifter Käse sollte nicht verwendet werden, aufgrund des hohen Histamingehalts. Alternativen sind Mozarella, Feta, Butterkäse und junger Gouda.

Hier finden Sie ein Rezept für Hamburger.

Pizza

Pizzateig enthält meist Weizen und Hefe und beides ist problematisch. Alternativ kann man mit Dinkel-, Reis-, Hirse-, Mais- oder Hanfmehl backen. Als Backtriebmittel sollte man keine Hefe, sondern besser Backpulver verwenden. Gelegentlich wird Weinsteinbackpulver als Alternative empfohlen, weil nicht alle Betroffenen Backpulver vertragen. Jedoch gilt es auch hier zu beachten, wie der Name schon andeutet, dass Weinsteinbackpulver aus Wein gewonnen wird. Bei manchen Rezepten kann man auch etwas Mineralwasser (sprudelnd) als Backtriebmittel verwenden.

Das Tomatenmark kann man durch Paprikamark ersetzen.

Lang gereifter Käse sollte nicht verwendet werden, aufgrund des hohen Histamingehalts. Alternativen sind Mozarella, Feta, Butterkäse und junger Gouda.

Als Belag eignen sich viele Gemüsesorten, solange sie frisch und nicht aus der Dose kommen. Paprika, Brokkoli, Blumenkohl/Karfiol, Zucchini, Karotten. Salat und/oder Radieschen kann man nach dem Backen noch frisch darübergeben.

Ein Pizzarezept steht leider noch aus.

Lasagne

Die Tomaten in der Sauce sind ein Problem. Der in der Bechamelsauce enthaltene Weizen ist ein weiteres. Auch gemischtes Hackfleisch/Faschiertes mit Schwein ist problematisch. Teigwaren, auch Lasagneplatten, werden meist mit Weizen hergestellt. Zu guter Letzt sollte man bei der Auswahl des Käses darauf achten jungen Käse zu verwenden, wie Mozarella, Feta, Butterkäse und jungen Gouda.

Am einfachsten ist es die weizenhaltigen Lasagneplatten durch glutenfreie Lasagneplatten zu ersetzen, die meist Mais- oder Reismehl enthalten.

Statt einer Lasagne Bolognese eignet sich eine vegetarische Lasagne mit verträglichem Gemüse meist besser.

Hier gibt es ein Rezept.

Viel Spaß beim Rezepte-Umschreiben!

(c) Histamin-Pirat

Körper, Geist und Seele (Teil 2)…

Tips

zum Thema Kampfsport

Dieser Beitrag ist die Fortsetzung vonKörper, Geist und Seele„.

Welche Kampfsportarten gibt es eigentlich?

Um wirklich alle Kampfsportarten zu beleuchten, die derzeit praktiziert werden, reicht dieser gesamte Blog wohl nicht aus. Aber eine Auswahl soll hier dennoch aufscheinen.Vor allem traditionelle Kampfsportarten, wie Chi Kung, (Shaolin) Kung Fu, Tai Chi (Chuan), und ihre Vorteile bei Histaminintoleranz sollen an dieser Stelle erläutert werden. Es gibt aber noch andere Kampfsportarten, wie etwa Karate, Taekwondo, Judo, Jiu Jitsu, etc.

Shaolin Kung Fu

Viele denken an all die Kung-Fu-Filme der 80er und 90er, wenn sie Kung Fu hören, an beeindruckende Kicks und flinke Fäuste, die fliegen und damit an action-geladende Unterhaltung.

Lied: Carl Douglas – Kung Fu Fighting
 
 
Doch Kung Fu ist weit mehr als einfach spannend anzuschauen. Man muss sogar soweit gehen einzugestehen, dass traditionelles Shaolin Kung Fu weit mehr ist als nur ein Sport. Umgekehrt handelt es sich bei Shaolin Kung Fu aber auch nicht um Magie, sondern um profundes Wissen. Einführend sollen hier einige Aspekte von Shaolin Kung Fu vorgestellt werden.

Geschichte

Der Name Shaolin bezieht sich auf den nahe gelegenen Berg Shaoshi und sollte namensgebend für den Tempel werden. Heutzutage ist Shaolin Kung Fu wohl die bekannteste, aber oft auch eine missverstandene, traditionelle Kampfsportart im Westen. 
Begründer des traditionellen Shaolin Kung Fus ist der Bodhidharma, der 527 aus Indien nach China kam und sich im Shaolin-Tempel niederließ. An dieser Stelle kreuzen sich also auch die Wege von Yoga und Kung Fu (im Yin Yoga sind besonders viele Kampfsportelemente noch enthalten). Darüberhinaus brachte der Bodhidharma die buddhistische Philosophie mit nach China und es entstand das, was später mit „Zen“ benannt werden sollte.
Der Tempel stand mehrere Male in der Geschichte kurz vor der Zerstörung, zuletzt, 1928. Seither haben sich die Mönche dazu entschlossen die Türen etwas zu öffnen – auch gen Westen – um die Tradition fortleben zu lassen.
Eine interessante Aufarbeitung der Geschichte des Shaolin-Tempels ist der Film „Shaolin“ aus dem Jahr 2011, unter anderem mit Jackie Chan.  
 Trailer zum Film „Shaolin“ (2011)
 

Philosophie und Medizin

Elemente von Kung Fu:

  • Formen und Übungen
  • Kraft bzw. Skill
  • Anwendung
  • Philosophie
Im Westen werden oft nur leere Formen trainiert, ohne die nötige mentale Schulung (Philosophie) und oft nur als Schaukampf, ohne wirkliche Anwendung. Elementar ist außerdem das richtige Krafttraining mit medizinischem Wissen, so dass man sich selbst oder anderen nicht weh tut. Richtig praktiziert, birgt Shaolin Kung Fu ein profundes Wissen, das helfen kann zu heilen und zu therapieren. Andere sinnvolle Aspekte von Shaolin Kung Fu sind:
  • Selbstverteidigung
  • Charaktertraining
  • spirituelle Entwicklung
  • mentale Schulung 
  • Fitness

The Art of Shaolin Kung Fu

Insbesondere interessant für Histaminintoleranz sind die Atemtechniken und Konzepte zur Energielenkung im Körper (Kontrolle des Chi). Auch der tiefe Aufbau von Kraft kann relevant sein für Betroffene von Histaminintoleranz. Anders als die meisten Sportarten bei uns, die den Körper anstrengen und ihm Kraft entziehen, zielt Shaolin Kung Fu darauf ab, Kraft aufzubauen, um sie bewusst zu entfesseln und zu nutzen. 
Es finden sich zahlreiche Elemente traditioneller chinesischer Medizin in Shaolin Kung Fu wieder. 
Die rein vegetarische Ernährung der Schüler und Meister ist nicht nur Teil der buddhistischen Philosophie, sondern auch medizinisches Wissen. Ernährt man sich rein vegetarisch, kann man mehr Flexibilität erlangen, was ein Schlüssel im Kampfsport ist. Darüberhinaus kann man sich rein philosophisch fragen: Was hat dieses Tier gefühlt, bevor es gestorben ist? Wut oder Verzweiflung oder Schmerz oder… und diese Empfindungen nimmt man dann auch mit der Nahrung auf. Indem man auf Fleisch verzichtet, hat man die Chance ausgeglichener zu werden.
Weiterführend kann ich das Buch „The Art of Shaolin Kung Fu“ von Wong Kiew Kit empfehlen. Er führt außerdem die Internet-Seite www.shaolin.org, hier werden auch andere Meister des Kung Fus und verwandten Kampfsportarten vorgestellt, die weltweit vertreten sind.

 

Chi Kung

Weitaus weniger bekannt als Shaolin Kung Fu ist Chi Kung.

Wer sich intensiver mit den medizinischen Aspekten von Kampfsport beschäftigen möchte, dem rate ich zu Chi Kung. In seinem Buch „The Art of Chi Kung“ geht Grandmaster Wong Kiew Kit gezielt auf gesundheitliche Probleme und Lösungsansätze ein. Insbesondere für chronische und psychische Leiden werden hier viele Übungen und Techniken vorgestellt.

The Art of Chi Kung

Außerdem erhältlich von Wong Kiew Kit: „The Complete Book of Tai Chi Chuan„.

Demnächst in der Serie „Körper, Geist und Seele“: Teil 3 – „Meditation und Zen„.

(c) Histamin-Pirat

Die größte Beerenfrucht der Welt…

Tips

zum Thema Kürbis

Herkunft und Anbau

 

Der Kürbis gehört zur Familie der Curcurbitaceen. Insgesamt gibt es etwa 800 Arten der Kürbisgewächse. Weitere Familienmitglieder sind Melonen (Wassermelone, Honigmelone), Gurken und Zucchini. Die wohl beliebteste Sorte hierzulande ist der Hokkaido-Kürbis. Botanisch gesehen gehört der Kürbis zu den Beeren, genauer: zu den Panzerbeeren, da die Schale eine harte Ummantelung bietet. Die Pflanze gilt als die größte Beerenfrucht der Welt

Der Kürbis hat amerikanische Wurzeln, wird aber mittlerweile weltweit in warmen Gebieten und auch bei uns angebaut. Der Kürbis ist aber nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch was fürs Auge: Großflächig rankt er über den Gartenboden und bildet vor der Frucht herrliche Blüten aus. 

Die Kürbisblüte ist einhäusig, das heißt, weibliche und männliche Blüten sind auf einer Pflanze. Aus den wunderschönen gelben Blüten entwickeln sich später die Früchte. Durch die Vielzahl der verschiedenen Sorten sind die Früchte in ihrer Form rund bis länglich. Die Farben variieren von weiß, gelb, orange bis grün in den unterschiedlichsten Abstufungen. Die Früchte, die bis zu 600 Kilogramm schwer werden können, besitzen eine feste Schale, ihr Fruchtfleisch ist faserig angelegt. In der Mitte der Frucht sind zahlreiche Samen vorhanden.

Verwendung

 

Historisch

Der Arzt und Botaniker Adam Lonitzer (1527 bis 1586) beschreibt in seinem Kräuterbuch aus dem Jahre 1582 die Kürbiskerne als entwässernd und harntreibend. Er berichtet, «die Kerne zerstoßen und mit Wasser getrunken, sind gut für entzündete Nieren und für den Harn». Im Mittelalter wurden sich einige Mythen und Geschichten über den Kürbis erzählt. Eine davon handelt von Kürbissen, so groß wie Kirchenglocken. Die Früchte können jedoch nur wachsen und gedeihen, wenn der Samen beim Läuten der großen Kirchenglocken gesteckt werde. In der Volksheilkunde waren die Kürbiskerne ein beliebtes Mittel gegen Band- und Spulwürmer, der Kürbiskompott wurde gegen das Schwangerschafterbrechen eingesetzt.

Heutzutage

Zu den Inhaltsstoffen zählen die Phytosterine, vor allem das Beta-Sitosterin. Dieser Stoff bewirkt eine Absenkung des Cholesterinspiegels im Blut. Der Körper kann aus diesem Grunde auf seine eigenen Cholesterinreserven zurückgreifen. Die Phytosterine hemmen auch die Bildung von Gallensäuren, die wahrscheinlich an der Entstehung von Dickdarmkrebs mit beteiligt sind. Zudem wirken die Phytosterine vorbeugend gegen das Prostata-Adenom. Die Wirkung des Beta-Sitosterins beruht auf der Hemmung eines Enzyms, wodurch es dem Prostatawachstum entgegenwirkt. Der Kürbis besitzt reichlich fette Öle, vor allem die wertvolle, zweifach ungesättigte Linolsäure. Die Fettsäure ist der Baustoff für die Bildung von Vitamin D, Hormonen und Zellwänden. Die Pflanze enthält das Vitamin C, E, B1, B2, B6 und Folsäure, Carotinoide und das Spurenelement Selen. Diesem Spurenelement wird vor allem eine antioxidative Wirkung zugeschrieben. Die enthaltene Aminosäure «Cucurbitin» ist wirksam gegen Eingeweidewürmer


(Vgl. Forum-Naturheilkunde.de)

Zusammensetzung 

 

Nährwerte von 100g frischem Kürbis

Zusammensetzung                                              Tagesbedarf
                                                                        (nach DGE od. RDA)
Energie:    13 kcal
56 kJ
Wasser:    95.08 g
Eiweiß:    0.50 g                                       70 g
Fett:    0.20 g                                            max. 60 g
Kohlenhydrate:    2.20 g
Ballaststoffe:    1.10 g                              30 g

Vitamine

Vitamin A:    18.00 µg                              800 µg    2.25%
Retinol:    0.00 µg                                     800 µg    0.00%
Beta-Carotin:    110.00 µg
Vitamin B1:    80.00 µg                            1400 µg    5.71%
Vitamin B2:    70.00 µg                            1600 µg    4.38%
Vitamin B3:    200.00 µg                          18000 µg    1.11%
Vitamin B5:    100.00 µg                          6000 µg    1.67%
Vitamin B6:    30.00 µg                            2000 µg    1.50%
Vitamin B7:    0.40 µg                              100 µg    0.40%
Vitamin B9:    10.00 µg                            400 µg    2.50%
gesamte Folsäure:    23.00 µg
freie Folsäure:    7.00 µg
Vitamin B12:    0.00 µg                            3 µg    0.00%
Vitamin C:    11.00 mg                             100 mg    11.00%
Vitamin D:    0.00 µg                                5 bis 10 µg    0.00 bis 0.00%
Vitamin E:    500.00 µg                            12000 µg    4.17%
Vitamin K:    5.00 µg                                70 µg    7.14%

Mineralstoffe

Calcium:    18.00 mg                                1000 mg
Chlor:    30.00 mg                                     830 mg
Kalium:    140.00 mg                                2000 mg
Magnesium:    10.00 mg                           300 mg
Natrium:    1.00 mg                                   550 mg
Phosphor:    17.00 mg                               800 mg
Schwefel:    6.00 mg

Spurenelemente

Eisen:    0.20 mg                                       14 mg
Fluor:    20.00 µg                                      3,5 mg
Jod:    1.00 µg                                           150 µg
Kupfer:    20.00 µg                                   1500 µg
Mangan:    157.00 µg                               3500 µg
Zink:    0.20 mg                                        15 mg

Aminosäuren

Isoleucin:    19.00 mg
Leucin:    28.00 mg
Lysin:    26.00 mg
Methionin:    6.00 mg
Cystein:    4.00 mg
Phenylalanin:    16.00 mg
Tyrosin:    13.00 mg
Threonin:    13.00 mg
Tryptophan:    6.00 mg
Valin:    20.00 mg
Arginin:    21.00 mg
Histidin:    9.00 mg   
Essentielle Aminosäuren (Summe):    181.00 mg
Alanin:    23.00 mg
Asparaginsäure:    60.00 mg
Glutaminsäure:    73.00 mg
Glycin:    16.00 mg
Prolin:    15.00 mg
Serin:    22.00 mg
Nichtessentielle Aminosäuren (Summe):    209.00 mg
Anteil pflanzliches Eiweiß:    500.00 mg
Harnsäure:    7.00 mg
Purin-N:    2.00 mg

(s. www.naehrwertrechner.de)

Bei Histaminintoleranz sind folgende Eckdaten erfreulich:

Allen Sorten gemeinsam ist ihr hoher Wassergehalt, denn Histamin ist wasserlöslich.

Umgekehrt, ist der Eiweißgehalt sehr gering.

Auch der Histidinwert ist sehr gering. Da aus Histidin Histamin entsteht, ist auch dieser Fakt sehr erfreulich. 

Lagerung

 

Der Kürbis wird am besten frisch geerntet genossen. Die meisten Sorten sind einige Monate lagerfähig, am besten bei 10 bis 14 Grad Celsius, wobei jedoch der Histamingehalt ansteigen kann. Bis zum Verbrauch können sie gut als Dekoration auch in warmen Räumen verwandt werden, wenn die Schale nicht verletzt ist. Im Frost darf der Kürbis allerdings nicht lagern, denn sonst fängt die Frucht an zu faulen.

(Vgl. issgesund.at

 

Hinweis:

 

Achten Sie darauf, am besten nur bekannte Sorten von Speisekürbissen zu essen. Zierkürbisse enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der beim Verzehr Bauchschmerzen und Übelkeit verursacht, sie sind daher nur als Dekoration zu gebrauchen. 

Birken- und Gräserallergiker sollten eventuell auf Kürbis verzichten, da kreuzallergische Reaktionen möglich sind. 

Weitere Allergiehinweise rund um das Thema Kürbis finden Sie hier.


(c) Histamin-Pirat

Fisch und Fleisch richtig zubereiten…

Tips

zum Thema Fisch und Fleisch –

richtig einkaufen und zubereiten

 

Was Sie beim Kauf von Fisch und Fleisch beachten sollten

Angeln

Fisch und Fleisch sind hervorragende Eisenlieferanten. Tierisches Eisen kann der menschliche Körper besonders gut aufnehmen. Darüberhinaus enthält vor allem Fisch viel Vitamin D und rotes Fleisch viele B-Vitamine. Wenn man bei einer Histaminintoleranz Fisch oder Fleisch genießen möchte, gibt es ein paar Grundsätze zu beachten, sowohl bei der Auswahl des Fischs und des Fleischs, als auch bei der Zubereitung.

Achten Sie darauf, unbedingt Frischware (!!!) zu kaufen. Aufgrund des hohen Eiweißgehaltes sind Fisch und Fleisch besonders leicht verderblich bzw. anfällig dafür Histamin zu bilden.

Erwerben Sie daher Fisch oder Fleisch aus der Feinkost. Hackfleisch bzw. Faschiertes lassen Sie sich am besten vor Ihren Augen frisch zubereiten oder drehen es zu Hause selbst durch den Fleischwolf.

Wenn Sie Tiefkühlware kaufen sollten, achten Sie darauf, dass die Packung unversehrt ist und dass die Kühlkette eingehalten wurde. Viele Eiskristalle auf der Packung können ein Anzeichen dafür sein, dass dieses Produkt schon einmal angetaut ist.

MSC-Logo (nachhaltiger Fischfang)

Bei Fisch bietet es sich an, selbst zu angeln. Fischen (mit Netz) ist im deutschen Raum ohne Fischereirecht allerdings verboten. Angeln (mit Rute) darf man mit einer Angelgenehmigung bzw. mit einem Fischereischein, die bzw. der von Angelvereinen regional ausgestellt wird. Hierzu ist die Mitgliedschaft in einem Angelverein Voraussetzung und das Bestehen der Prüfung zum Angelschein. In einigen Regionen kann man sich auch einen Gewässerschein (auch: Angelkarte) ausstellen lassen. Das betreffende Gewässer ist dann in Privatbesitz oder wird gepachtet von jemandem mit Fischereirecht. Wildes Angeln oder Fischen, also Angeln oder Fischen ohne Genehmigung ist in Deutschland, Österreich und vielen anderen europäischen Ländern untersagt und wird strafrechtlich verfolgt, vor allem aus Tierschutzgründen.

Achten Sie beim Kauf von (Meeres-)fischen auf das MSC-Sigel für nachhaltigen Fischfang. Einige Meeresfische können dennoch schwermetallbelastet sein durch industriellen Müll, der in die Weltmeere entsorgt wird. Einige regionale Fische bieten hierfür die Alternative, vor allem Raubfische werden meist besser vertragen als Friedfische.

Verwenden Sie keinen eingelegten Fisch (Rollmops bzw. Bismarckhering) oder Fisch aus Konserven (Heringsalat, Hering in Tomatensauce, Sardinen) aufgrund des hohen Histamingehalts. Verwenden Sie möglichst keine Wurstwaren (v.a. Salami), auch keine Innereien oder vormariniertes Fleisch aufgrund des hohen Histamingehalts.

Folgende Fisch- und Fleischsorten werden gemeinhin ganz gut vertragen, sofern sie frisch sind und korrekt verarbeitet wurden:

Fleisch: 
  • indfleisch
  • Lamm
  • Geflügel (Huhn, Pute, etc.)
  • teilw. Wild (Reh)
Fisch:  
  • Dorsch/Kabeljau 
  • Forelle 
  • Seelachs/Köhler
  • Lachs 
  • Scholle

Folgende Fisch- und Fleischsorten werden auch bei korrekter Verarbeitung und frisch in der Regel nicht vertragen, da sie von sich aus einen hohen Histamingehalt aufweisen und sollten daher gemieden werden:

Fleisch:
  • Wurstwaren (insbes. Salami, Gepökeltes, Geräuchertes)
  • Innereien
  • Schweinefleisch
  • vormariniertes Fleisch
  • Schnitzel (Weizenpanade)
Fisch: 
  • Thunfisch
  • Makrele
  • Hering
  • Sardinen
  • Sardellen
  • Pangasius
  • Mahi Mahi
  • Fischstäbchen (Weizenpanade)
  • außerdem viele Schalen- und Krustentiere wie z.B. Muscheln, Shrimps da sie schnell verderben

 

Was Sie bei der Zubereitung von Fisch und Fleisch beachten sollten

Bei Tiefkühlware soll nicht nur die Kühlkette unbedingt eingehalten werden, sondern auch die Verarbeitung soll zeitnah erfolgen. Vermeiden Sie daher langsames Auftauen (z.B. im Kühlschrank oder in der Spüle).

Aus hygienischen Gründen, aber auch da Histamin wasserlöslich ist, wird unbedingt dazu geraten Fisch und Fleisch vor der Verarbeitung gut abzuwaschen.

Verwenden Sie keinen Zitronensaft (= Histaminliberator) zur Fischzubereitung.

Bei der Histaminintoleranz wird generell dazu geraten Speisen nicht wieder aufzuwärmen, insbesondere bei Fisch und Fleisch gilt es dies zu beachten.

Für weitere Hinweise zum Kochen und dazu, welche Lebensmittel verträglich sind, besuchen Sie die Seite Lebensmittel & mehr. Rezepte mit Fisch und Fleisch können Sie auch spezifisch anhand der Kategorien (am Ende jeder Seite) filtern.

(c) Histamin-Pirat

Vitaminbomben…

Tips

zum Thema Vitamine und Mineralstoffe

 

Vorbemerkung

Die Ernährungsumstellung bei Histaminintoleranz wird angewendet, um dem Patienten Besserung zu verschaffen. Unangenehme Symptome, wie Blähungen, Migräne, Durchfall, Erbrechen, etc. sollen gelindert und weniger Histamin soll mit der Nahrung aufgenommen werden. Der Körper soll beim Abbau des Histamins unterstützt werden, indem man Lebensmittel verwendet, die als natürliches Antihistaminikum wirken.

Unterstützend gibt es verschiedene Medikamente und Ergänzungsnahrungsmittel, die Ihnen Ihr Arzt verschreiben oder empfehlen kann. Außerdem sollte der behandelnde Arzt vor der Gabe irgendwelcher Nahrungsergänzung feststellen, ob eventuelle Mängel bestehen.

Vitamin- und Nährstoffmangel

Ein Eisenmangel ist insbesondere bei vegetarischer Ernährung mit Histaminintoleranz relativ häufig. Da tierisches Eisen nicht aufgenommen wird, muss es aus pflanzlichen Quellen bezogen werden. Die klassischen eisenhaltigen Lebensmittel fallen jedoch bei Histaminintoleranz weg, so z.B. Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Erbsen, Bohnen, etc.) und Spinat. Zu bedenken ist weiterhin, dass pflanzliches Eisen schlechter aufgenommen wird als solches tierischen Ursprungs. Vitamin C verbessert aber die Eisenaufnahme.

Auch ein Vitamin-B6-Mangel kann aufgrund der histaminarmen Ernährung entstehen, sofern man nicht spezifisch auf Lebensmittel mit hohem Vitamin-B6-Gehalt achtet. Auch hier fallen aber einige Vitamin-B6-Lieferanten weg, z.B. die (reife) Banane und Schweinefleisch.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Mineralstoff- und/oder Vitaminmängel bei Ihnen womöglich bestehen.

Vitamin C als Antihistaminikum

Neben dem Ausgleichen von Mängeln können Nahrungsergänzungspräparate zur Unterstützung des Histaminabbaus verabreicht werden. Es hat sich gezeigt, dass beispielsweise Vitamin C positiv auf den Histaminhaushalt wirkt und dabei helfen kann den Stoff besser abzubauen. Sofern allerdings kein ausgewiesener Mangel an diesem Stoffen (Vit. C) besteht, sollte er nur vorübergehend bzw. im Notfall verabreicht werden, also nicht täglich oder über einen langen Zeitraum hinweg. Kurzfristig kann auch eine Kur Besserung verschaffen.

Wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel verwenden

Gemeinhin wird behauptet, dass Vitamin C (Ascorbinsäure) bedenkenlos zusätzlich aufgenommen werden kann. Jedoch kann zu hoch dosiertes Vitamin C zu unangenehmen Nebenwirkungen und sogar neuen Krankheiten führen. Vitamin C wird nur ca. 4 Stunden vom Körper gespeichert. Daher lohnt sich die Gabe einer hohen Einmaldosis nicht. Wird Vitamin C zu hoch dosiert verwendet, kann dies darüberhinaus zu Übelkeit, Blähungen und Durchfall führen. Die zu hohe Gabe von Vitamin C über längere Zeit kann die Entstehung von Nierensteinen begünstigen.

Verteilen Sie daher die gewünschte Menge Vitamin C über den Tag, am besten im 4-Stunden-Takt.

Gelegentlich wird Ascorbinsäure trotz seiner helfenden Eigenschaften nicht vertragen. Eine der Ursachen ist, dass kein „natürliches“ Vitamin C verwendet wurde, womit meistens Extrakte aus natürlichen Vitamin-C-Quellen wie z.B. Acerola gemeint sind. Allerdings ist natürliches Vitamin C in den benötigten Mengen unbezahlbar. Und Produkte, bei denen z.B. “natürliches Vitamin C” auf dem Etikett steht, enthalten oft tatsächlich nur 10% natürliches Vitamin C. Der Vorteil am natürlichen Vitamin C ist jedoch, dass es langsamer vom Körper wieder ausgeschieden wird und somit länger wirkt als synthetisiertes Vitamin C. Das führt man auf die Begleitstoffe (Flavonoide) bei “natürlichem Vitamin C” zurück.

Daher fügt man dem reinen, synthetisierten Vitamin C die Flavonoide (Hesperidin u.a.) wieder zu; was bei guten Multivitamin-Mischungen meist ohnehin der Fall ist.

Allzu billige Vitamin-C-Produkte (z.B. China-Importe) stehen im Verdacht, oft mit Schwermetallen oder anderen Zusatzstoffen verunreinigt zu sein.

Ein anderer Grund, warum Ascorbinsäure manchmal nicht vertragen wird, ist die damit einhergehende Übersäuerung des Magens, was bei einer Histaminintoleranz sogar kontraproduktiv sein kann. Gibt man zur Ascorbinsäure Natron ist es magenschonender. Man erhält Natriumascorbat. In Apotheken kann man auch Präparate erwerben, denen z.B. Natron bereits beigemengt wurde. Auch Calciumascorbat ist bekömmlicher als reines Vitamin C. Hinzu kommt, dass das Lösungsverhalten und/oder die Bioverfügbarkeit beeinflusst werden. Vitamin C, angereichert mit Calcium oder Natron, kann schneller vom Körper aufgenommen und länger gespeichert werden.

(Vgl. vitamine-und-mehr.org)

Übersicht: Natürliche Quellen von Vitamen und Mineralstoffen mit der Nahrungsaufnahme – eine Auswahl

Eisen:
(Angaben in mg/100g)

Putenfleisch 3

Rindfleisch 2,9

Geflügel 2,6

Lachs 0,7

Petersilie 3,3

Kresse 2,8

Fenchel 2,5

Karotten/Möhren 1,7

Wirsing (Kohl) 1

Rote Beete 0,8

Paprika 0,7

(Auszug aus eisenhaltigelebensmittel.de)

Vitamin C
(Angaben in mg/100g)

Sanddornbeere 450

Petersilienblatt 166

Paprika 140

Brokkoli 115

Kresse 59

Oregano frisch 45

Johannisbeere 36

Feldsalat frisch 35

Stachelbeere frisch 35

Kokoswasser 2

(Auszug aus naehrwertrechner.de)

Vitamin B6

(Angaben in µg/100g)

Ingwerpulver 1010

Lachs 980

Hafer 960

Knoblauch Pulver 801

Hirse 750

Meerforelle 690

(Sonnenblumenkern 603) = Histaminliberator, wird aber gelegentlich vertragen

Buchweizen 580

Kalb Filet 560

Geflügel 496

Paprika (rot) 450

Knoblauch 380

(Banane 370) = histaminreich, noch leicht grüne Bananen weisen einen geringeren Histamingehalt auf

Kresse 300

Feldsalat 250

Zuckermais frisch 220

Blumenkohl, Wirsing 200

(Meerrettich/Kren 180) = Histaminliberator, wird aber gelegentlich vertragen

Oregano, Basilikum frisch 180

Kürbis 150

Sanddornbeere 110

Fenchel 100

Zucker-/Honigmelone 90

Zucchini frisch 89

schwarze Johannisbeere 80

(Auszug aus naehrwertrechner.de)

Gemeinhin liest man, dass Vitamin B 6 auch antihistamine Wirkung haben soll. Dr. Kofler sieht das jedoch anders.

Die immer noch empfohlene Vit B 6 Gabe ist hingegen definitiv falsch.Vit B 6 ist kein Kofaktor der die DAO unterstützt (wenn schon dann das histaminproduzierende Enzym Histidindecarboxylase)!

Quelle

Auch ich habe lange geglaubt, v.a. weil Dr. Jarisch die Gabe von Vitamin B 6 empfiehlt, dass Vitamin B 6 wirksam ist.

Viviane hat mich auf ihrem Blog auf diese Diskussion aufmerksam gemacht.

Viele Betroffene greifen zu entsprechenden Präparaten zur Nahrungsergänzung. Wir haben Vitamin B 6 hier nicht ausprobiert.

Stattdessen scheinen andere DAO-Co-Faktoren jedoch eine wichtigere Rolle einzunehmen – Zink und Kupfer. Wer Vitamin C zusätzlich nimmt, sollte nicht nur darauf achten genug zu trinken, sondern auch darauf, dass die Calcium-Werte passen. Wie vieles, hängen diese zwei zusammen. Calcium hilft Vitamin C aufzunehmen, aber zu viel Vitamin C wiederum wirft den Calcium-Haushalt durcheinander.

Aufgrund seiner nervenberuhigen und antientzündlichen Eigenschaften sollte man auch Magnesium nicht vergessen.

Wie immer, bevor Supplemente gegessen werden, sollte die individuelle Nährstoffversorgung erst einmal gecheckt werden. Im Normalfall sollte die Devise lauten „Let food be your medicine“ (Lass Essen Deine Medizin sein), d.h. statt Tabletten schlucken lieber den Speiseplan verändern.

Tip:

Um die Vitamine und Mineralstoffe in den Lebensmitteln besser zu erhalten, bereiten Sie sie schonend zu, z.B. Dünsten. Fügen Sie frische Kräuter, wie Petersilie, erst ganz zum Schluss hinzu.

(c) Histamin-Pirat

Flüssig, aber nicht überflüssig…

Tips

zum Thema Getränke

 

Vorbemerkung

Histamin ist ein ziemlich hartnäckiger Stoff. Es ist hitze- und frostunempfindlich, das heißt weder das Kochen, Backen, noch Einfrieren von Lebensmitteln reduzieren deren Histamingehalt.

Grundsätzlich gilt, Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt verderben schneller und entwickeln recht schnell Histamin, z.B. Fisch.


Lebensmittel, die Histidin enthalten, sollte man meiden, da dieses in Histamin umgewandelt wird. Hier finden Sie weitere Informationen zum Stoff Histidin.

Lebensmittel, bei deren Produktion Bakterien beteiligt sind, z.B. Käse, enthalten oft viel Histamin.

Lebensmittel, die lange reifen oder gären, enthalten viel Histamin, z.B. Käse, (Rot)Wein.


Lebensmittel mit Zusatzstoffen wie Glutamat werden bei einer Histaminintoleranz schlecht vertragen.


Einige Lebensmittel regen die Ausschüttung von körpereigenem Histamin an. Sie enthalten oft andere biogene Amine. Diese nennt man Histaminliberatoren. Darunter fallen z.B. Erdbeeren und Schokolade. Aber auch Stress kann die Histaminausschüttung begünstigen.


Informationen zu Lebensmitteln und mehr erhalten Sie hier.


Die gute Nachricht lautet aber: Histamin ist wasserlöslich! Daher ist es ratsam zu Mahlzeiten stets viel zu trinken. Am besten eignet sich stilles Wasser. Doch das ist auf Dauer etwas fad. Daher werden nachfolgend einige Getränke vorgestellt, die schmecken und verträglich sind. Außerdem wird auf Getränke hingewiesen, die man meiden sollte.

Tee

Kräutertees und auch einige Früchtetees (z.B. Apfeltee), sofern diese kein Aroma und keine histaminhaltigen Stoffe enthalten, werden meist gut vertragen. Beachten Sie aber all­fäl­lige Allergien.

Es gibt auch Kräuter, die die Histaminausschüttung blockieren bzw. beim Histaminabbau helfen und sich für Tee eignen. Dazu zählen z.B. Baikal-Helmkraut und Bischofskraut. Mehr Informationen zu Kräutern und Gewürzen finden Sie hier.

Einige Teesorten sollten Sie aber meiden, dazu zählen, z.B. Schwarztee (blockiert die DAO) und Hagebuttentee (Histaminliberator). Die meisten Eistees, die es zu kaufen gibt, sind mit Schwarztee hergestellt worden. Umstritten ist die Verträglichkeit von Grüntee. Das enthaltene Koffein gilt als Histaminliberator. Dafür ist Grüntee aber in der Regel nicht fermentiert. Grundsätzlich soll man grünen Tee aber nur kurz ziehen lassen, wodurch weniger Bitterstoffe und auch weniger Koffein/Teein gelöst werden. Bei grünem Tee variiert die Verträglichkeit auch stark von Sorte zu Sorte. Die hochwertige Sorte Sencha wird oft trotzdem vertragen.

Rotbuschtee wird gemeinhin vertragen, da er von Natur aus wenig Gerbstoffe und kein Koffein enthält, er ist aber fermentiert.

Kaffee und Kakao/heiße Schokolade

Auch beim Kaffee und bei Kakao scheiden sich die Geister. Beide enthalten zwar kaum Histamin, aber sowohl Kaffee als auch Kakao gelten als Histaminliberatoren

Das im Kaffee enthaltene Koffein blockiert den Histaminabbau. Grundsätzlich wird Espresso besser vertragen als Filterkaffee. Achten Sie dabei auf eine milde Röstung. Entkoffeinierter Kaffee wird aus anderen gesundheitlichen Gründen hier nicht als Alternative empfohlen. Getreidekaffee ist hingegen oft eine Alternative, wenn man auf den Kaffee nicht verzichten mag.

Das in Kakao enthaltene Theobromin, das auch in Energy Drinks und Mate Tee enthalten ist, blockiert die DAO. In größeren Mengen ist diese Substanz für jeden Menschen giftig. Theobromin ist übrigens auch der Grund, warum Schokolade und Kakao für Katzen giftig ist. Es ist bei Katzen allerdings schon bei einer viel kleineren Dosis als beim Menschen fatal.

Grundsätzlich gilt, je heller die Schokolade, das heißt je geringer der Kakaoanteil, desto besser wird die Schokolade vertragen. Ziehen Sie also Vollmilchschokolade Zartbitterschokolade vor. Weiße Schokolade, die nur aus Kakaobutter gewonnen wird, wird noch besser vertragen als Vollmilchschokolade. Versuchen Sie also lieber einmal eine weiße heiße Schokolade.


Weitere Informationen rund um Kaffee, schwarzen Tee & Co finden Sie hier.

 Alkoholische Getränke

Aufgrund des Gärvorgangs werden alkoholische Getränke grundsätzlich nur schlecht vertragen. Es lassen sich aber auch hier Abstufungen ausmachen. Besonders unverträglich sind Rotwein, Hefeweizen, (Rotwein)Essig und Schaumweine/Sekt. Gelegentlich vertragen werden Weißwein, untergärige Biersorten und klare Schnäpse vertragen. Trotzdem birgt Alkohol immer die Gefahr, aufgrund des hohen Histamingehalts, dass es einem danach übel geht.

Eine neue Marktlücke wurde mit den Lebensmittelintoleranzen aber schon entdeckt. So wie es laktosefreie Milch und glutenfreies Brot zu kaufen gibt, kann man nun auch histaminarmen Alkohol erwerben. Ob man darauf vertraut, sei jedem selbst überlassen. Folgende Marken stellen histaminarme alkoholische Getränke her: Schlumberger hat eine histaminarme Sorte, Bioweingut Allacher, Eller Finest Selections.


Alternativ wird Weißweinschorle/gespritzter Weißwein in kleinen Mengen vertragen. Wahrscheinlich, da man den Alkohol mit Wasser verdünnt.

Säfte und Limonaden

Gekaufte Säfte werden gelegentlich aufgrund von Zusatzstoffen nicht vertragen. Kaufen Sie daher Bio-Säfte oder machen Sie Ihre Säfte selbst. Achten Sie darauf, Obst auszuwählen, das histaminarm ist. Folgende Obstsorten werden gemeinhin vertragen:

Apfel nicht stehen lassen, gärt rasch
Pfirsich sollte nur nicht zu reif sein
Aprikose/Marille
Kirsche

Brombeere 
helle Weintrauben
Heidelbeere/Blaubeere
Preiselbeere (nicht aus dem Glas) 
Johannisbeere/Ribisel
Stachelbeere 

Sanddorn (nicht bei Sorbitunverträglichkeit)
Melone Wassermelone wird manchmal nicht vertragen 

Eine andere Alternative ist der Saft einer frischen Kokosnuss (nicht Kokosmilch).  

Hiermit lassen sich auch alkoholfreie Cocktails und Smoothies mixen.

Folgende Obstsorten sollten Sie aber meiden:


Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange, Grapefruit, Pampelmuse, etc.)
Erdbeere
Ananas
Kiwi 
Papaya
Himbeere
Mango
(Banane
)
Rote Pflaume
(Birne)



Limonaden und Softdrinks enthalten meist noch mehr Zusatzstoffe als die meisten Säfte und zudem Kohlensäure, die den Magen zusätzlich übersäuert. Sie sollten daher gänzlich gemieden werden.

Gelegentlich wird berichtet, dass Bionade vertragen wird. Aufgrund des Fermentierungsprozesses bei der Herstellung ist aber auch diese Angabe kritisch zu sehen. 

Mineralwasser

Obwohl Wasser trinken so gesund und wichtig bei der Histaminintoleranz ist, wird Mineralwasser oft nicht vertragen. Das Problem ist oft ein unausgewogener Mineralstoffmix. Achten Sie darauf, dass der Sulfat- bzw. Sulfitgehalt möglichst gering ist (unter 10mg/Liter). Auch sollten Sie stilles oder mildes Mineralwasser dem stark kohlensäurehaltigen Mineralwassern vorziehen.

Auch Leitungswasser kann getrunken werden, sofern der Sulfat-/Sulfitgehalt gering ist. Bei Ihren Wasserwerken können Sie diese Information erfragen. Notfalls kann man sich Wasserfilter zulegen.

Verschiedene Sorten Heilwasser werden meist besser vertragen und haben auch keinen so starken Kohlensäuregehalt, z.B. Preblauer.

Sirup

Viele Sirupe werden gut vertragen, sofern Sie von keinem histaminreichen Lebensmittel gewonnen wurden. Mit Wasser verdünnt/gespritzt kann man viele kreative Getränke zaubern.

Holunderblütensirup kann im Normalfall bedenkenlos genossen werden. Zum Kochen eignet sich auch Ahornsirup. Meiden sollten Sie Agavensirup und Agavendicksaft. Holunderblüten können Sie im Frühjahr selbst sammeln und frisch zu Ihrem Wasser geben. So erhält es eine fruchtig-frische Note.

Ich hoffe, ich konnte etwas gegen den Durst tun. Prost!

(c) Histamin-Pirat

 

Wenn’s mal wieder juckt…

Tips

zum Thema Allergien

 

Allergie und Pseudoallergie

Im Unterschied zu einer Allergie werden bei der Pseudoallergie keine spez. IgE-Antikörper gebildet. Lesen Sie dazu hier weiter. 

Die Reaktion sieht jedoch meist ähnlich aus. Gerade das macht es auch so schwer eine Histaminintoleranz zu diagnostizieren. Betroffene leiden oft über Jahre oder Monate ohne Abhilfe zu bekommen, werden teilweise wie Hypochonder behandelt oder die Symptome (s. Auflistung unten) werden als psychosomatisch abgetan. Die Symptome können denen einer Pollenallergie oder anderer Lebensmittelunverträglichkeiten ähneln:

  • Anschwellende Nasenschleimhaut, laufende Nase, Niesen, Auswurf, Hustenreiz, Atembeschwerden
  • Verdauungsprobleme: Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen
  • Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen, Erröten (Flush im Gesicht)
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche, gestörtes Temperaturempfinden
  • Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, Blutdruckabfall
  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
  • Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ödeme (Schwellungen, Wasseransammlungen, z.B. geschwollene Augenlider)

(s. http://www.histaminintoleranz.ch/symptome.html)

Die Histaminintoleranz kommt selten allein

Tatsächlich ist es so, dass die Histaminintoleranz nicht immer isoliert als eigene Krankheit zu betrachten ist. Betroffene müssen oft mit einer Histaminunverträglichkeit und gleichzeitig mit anderen Lebensmittelintoleranzen umgehen, wie beispielsweise mit Fruktose-, Laktoseintoleranz oder einer Glutenunverträglichkeit. Darüberhinaus leiden sie oft auch unter Allergien. Wenn dem so ist, sollte man sich auch mit entsprechenden Kreuzallergien auseinandersetzen. Allergische Reaktion sorgen stets dafür, dass der Körper Histamin ausschüttet.

Besonders häufig treten Nahrungsmittelallergien bei einer sogenannten „Frühblüher“-Pollenallergie (Birke, Erle, Hasel) auf.
Bei Beifu
ßpollenallergie treten häufiger Kräuter- und Gewürzallergien auf. Chili, Paprika, Pfeffer, Tomate können unterschiedlich starke allergische Reaktionen auslösen.

Bei Vorliegen einer Sellerieallergie kann es dagegen vereinzelt zu Überempfindlichkeitsreaktionen auf Vertreter der Familie der Doldenblütler (z.B. Karotte, Fenchel, Petersilie, Liebstöckel, Anis oder Kümmel) und der Lippenblütler (z.B. Minze, Basilikum, Salbei, Lavendel, Thymian, Majoran, Oregano) kommen. Passend ist daher auch die Bezeichnung dieses Krankheitsbildes: Das „Sellerie-Karotten-Beifuß-Gewürz-Syndrom“.
In der Gruppe der Gräser– und Getreidepollenallergiker wurden bisher Reaktionen auf Tomate, Pfefferminze sowie bestimmte Hülsenfrüchte (Sojabohne und Erdnuss) beobachtet.

(s. http://www.hno-landshut.de/index.php/Kreuzallergien_-_Pseudoallergien

Einige Studien zeigen zudem, dass sich eine Neurodermitis verschlechtert, wenn man Histamin zu sich nimmt. Zudem kann bei bis zu einem Drittel aller Patienten mit Neurodermitis eine Histaminintoleranz nachgewiesen werden. Eine histaminfreie Diät könnte daher helfen, die Symptome einer Neurodermitis zu reduzieren. 


(vgl. http://www.netdoktor.at/krankheit/histaminintoleranz-8108)

Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen. Über Kommentare oder E-Mails mit Anregungen freue ich mich.

(c)Histamin-Pirat








Nicht nur für Kräuterhexen…

Tips

zum Thema Kräuter und Gewürze

Allgemeines bei Histaminintoleranz

Kräuter und Gewürze verleihen unseren Mahlzeiten erst den richtigen Pfiff. Doch nach der Diagnose Histaminintoleranz ist erst einmal Vorsicht geboten, denn oft kommt die Histaminintoleranz nicht allein.

Allergien und andere Lebensmittelintoleranzen, wie z.B. Laktoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit, sind oft Begleiter einer Histaminintoleranz. Machen Sie daher den Check, ob Sie vielleicht auch von einer Nebenerkrankung oder von Allergien betroffen sind, bevor Sie die hier aufgeführten Kräuter und Gewürze ausprobieren.

Nach der Diagnose Histaminintoleranz ist es daher angebracht, a) den Körper zu entgiften und b) nach und nach neue Lebensmittel in die persönliche Verträglichkeitsliste aufzunehmen. Hierbei helfen Lebensmittellisten, wie sie z.B. die schweizer Interessensgemeinschaft für Histaminintoleranz erstellt hat. Weiterführende Informationen finden dazu finden Sie hier und hier.

Außerdem kann das Führen eines Ernährungstagebuchs, insbesondere am Anfang, hilfreich sein. Dazu notiert man in einem kleinen Buch, was man gegessen hat und wie man es vertragen hat, mit eventuellen Symptomen. So kann man herausfinden, welche Lebensmittel vertragen werden und welche nicht. Achtung: Manchmal treten Symptome erst verzögert, nach 1-3 Tagen auf.

 Katze Luna studiert die Kräuter-Übersicht

Sie mag aber eigentlich nur Katzeminze und Baldrian

Allgemeines zu Kräutern und Gewürzen

Achten Sie darauf unbedingt Bioware zu kaufen, da viele Gewürzmischungen, die im Supermarkt erhältlich sind, mit Schadstoffen belastet sind und diese auch Histamin im Körper freisetzen. 

Verwenden Sie Gewürze und Kräuter nur, wenn Allergien abgeklärt sind und Sie entsprechende Kreuzallergien ausgetestet haben. Testen Sie im Zweifelsfall langsam aus – mithilfe eines Ernährungstagebuchs (s.o.).

Die Kraft der Kräuter und Gewürze

Kräuter und Gewürze können eine Wohltat sein, wenn man sich etwas auskennt. Da es natürliche Substanzen gibt, die den Histaminabbau im Körper begünstigen ((stilles) Wasser, Vitamin C, etc.) oder dessen Ausschüttung blockieren (z.B. Brombeere), kann der richtige Kräutercocktail Wunder wirken oder zumindest ein paar Symptome lindern.

Wohltuende Kräuter und Gewürze

Kümmel wirkt wohltuend auf die Verdauung und kann Blähungen mildern. Tip: Das mag vielleicht nicht jedem schmecken, aber ein Fenchel-Anis-Kümmel-Tee kann rasche Abhilfe bei Verdauungsproblemen bringen. Außerdem eignet sich Kümmel hervorragend als Suppen-, Kartoffel- und Reisgewürz.

Eberraute (artemisia abrotanum) ist ein Fleischgewürz, das sich aber auch zum Würzen von Saucen und Salaten eignet, welches etwas in Vergessenheit geraten ist. Es hat eine leicht zitronige Note und sollte sparsam verwendet werden, da es geschmacksintensiv ist. Ein Tee aus dem Kraut wirkt appetitanregend und magenstärkend. Auf der Fensterbank gehalten, hält es Motten und Fliegen fern. Genau wie aus Lavendel kann man auch mit Eberraute Duftsäckchen machen. (Allergiehinweis/Familie: Korbblütler)

Gewürznelken enthalten ätherische Öle, die bei äußerlicher Anwendung gegen Kopfschmerzen und Migräne sehr gut wirken. Die Gewürznelke enthält neben schmerzhemmenden Inhaltsstoffen auch ätherische Öle, die den Blutfluss verbessern. Aber innerlich angewendet, gegessen, verursachen Gewürznelken oft Probleme.

Dem Baikal-Helmkraut (scutellaria baikalensis) werden einige Wunderwirkungen zugeschrieben. Unter anderem soll es Krebs heilen können. Bei Histaminintoleranz ist es jedoch interessant, da es die Ausschüttung von Histamin blocken kann. Ein Tee aus Helmkraut kann daher Wunder wirken. (Allergiehinweis/Familie: Lippenblütler)

Auch das Bischofskraut (ammi visnaga) ist ein Geheimtip, ähnlich wie das Helmkraut. Es enthält Cromoglycinsäure, das die Mastzellen stabiliert und so die Histaminausschüttung vermindert. (Allergiehinweis/Familie: Doldenblütler)

Knoblauch ist ein ziemliches „Allroundgewürz“ mit vielerlei Vorteilen und Anwendungsbereichen. Enthalten sind viele Vitamine (A,B und C) und zahlreiche Mineralstoffe wie z.B. Selen, Jod, Kalium, Eisen, Calcium, Zink und Magnesium. Knoblauch verwenden Sie am besten frisch. Knoblauch ist ein natürliches Antioxidans und wirkt somit gegen freie Radikale. Knoblauch soll Darmkrebs und Herzerkrankungen vorbeugen. Darüberhinaus hat Knoblauch antibakterielle und antimykotische Eigenschaften und hilft so bei Erkältungen und Pilzinfektionen.

Bärlauch (allium ursinum) ist genauso nützlich wie Knoblauch. Da viel Vitamin C enthalten ist, sollte er nicht lange gegart und unbedingt frisch zubereitet werden, z.B. als Salat oder in Pesto. Beachten Sie bei der Ernte die Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Aronstab, die alle giftig sind. Im Unterschied zu diesen verströmt aber nur Bärlauch beim Zerreiben der Blätter die typische Knoblauchnote.

Aloe Vera ist weder ein Kraut, noch ein Gewürz im engeren Sinne, aber auch eine ziemliche Wunderpflanze und sie kommt daher in die Liste.  Äußerlich angewendet, hilft Aloe Vera bei Verbrennungen und auch bei Sonnenbrand und kleineren Verletzungen. Kühlt die Haut. OHNE Haut (die giftig ist) kann Aloe-Gel auch intern angewendet werden. Es wirkt antientzündlich. Vorsicht bei Salicylatintoleranz.

Andere Kräuter und Gewürze, die meist vertragen werden

Minze wirkt nervenberuhigend, kann aber bei zu häufiger Anwendung zu Schlafstörungen führen
Melisse wirkt beruhigend und zum Einreiben gegen Insekten
Basilikum kann gegen Kopfschmerzen helfen. Dazu die zerriebenen Blätter auf die Schläfen legen. Tee hilft gegen Blähungen. Eine besondere Rolle spielt Tulsi (Holy Basil), das als Antihistaminikum gilt. Ähnliches gilt für Oregano.
Lavendel hat antiseptische und entzündungshemmende Wirkung. Der Dampf eines heißen Aufgusses kann Gesichtsunreinheiten klären. Beruhigend als Duftsäckchen.
Petersiliegekaut hilft sie gegen Mundgeruch. Ist ein Boost für das Immunsystem.Viel Vitamin C.
Thymian hilft als Tee bei Verdauungsstörungen und Husten. Kann bei Erkältung auch zum Inhalieren genutzt werden.
Rosmarin wirkt kreislaufanregend, eignet sich auch als Badezusatz. Nicht vor dem Schlafen-Gehen anwenden, nicht während der Schwangerschaft
Rucola/Rauke gut als Salat  

 

Kräuter und Gewürze, die Reaktionen verursachen können

Dill, Klee, Schnittlauch nur in Maßen, Curry, Ingwer nur in kleinen Mengen nehmen, Mohn, Muskatnuss, Senf, scharfer Pfeffer (Cayenne), scharfe Paprika/Peperoni, Meerrettich/Kren und Zwiebeln (enthalten zwar kaum Histamin, gelten aber als Histaminliberator).

 

Nachtrag (28.2.2015): Curcuma hatte ich hier vorher als rot gelistet. Aber Curcuma ist mastzellenstabilisierend und kann daher in der Regel bedenkenlos genossen werden und ist sogar hilfreich!

Generell enthalten die meisten Kräuter hohe Mengen an Salicylaten. Wer hiermit Probleme hat, sollte sehr vorsichtig austesten.

 

Wenn Sie selbst Kräuter ziehen wollen, kann ich z.B. diese Pflanzen- und Samenversandunternehmen empfehlen: Syringa, Sonnentor, BUND Shop und Arche Noah-Shop.

 

Wenn Sie Vorschläge oder Ideen haben, lassen Sie es mich im Kommentarfeld oder per E-Mail wissen.

(c) Histamin-Pirat


Mediterraner Star mit amerikanischen Wurzeln…

Tips

zum Thema Zucchini

 

Herkunft und Anbau

Die Zucchini gehört zu den Kürbisgewächsen und stammt wie ihre Verwandten aus Mittelamerika. Der Name allerdings und auch die endgültige Kulturform, wie wir Sie heute kennen, haben ihre Wurzeln in Italien.

„Zucchini“ ist nämlich die Verkleinerungsform des italienischen „Zucca“, was Kürbis heißt. Genau genommen, wäre das aber „zucchino“ bzw. „zucchina“. Im Deutschen verwenden wir aber in der Regel den italienischen Plural „zucchini“, auch wenn wir nur eine Frucht meinen. Im Schweizerdeutschen ist man etwas genauer und spricht von „Zucchetto“, wenn es sich nur um eine handelt und von „Zucchetti“ in der Mehrzahl.

Zucchini gibt es nicht nur in grün, es gibt sie auch in gelb, weiß und sogar gestreift. Es gibt längliche und runde Formen.

Die Zucchini wird normalerweise noch unreif geerntet, bei einer Länge von 10 bis 20 cm. Sie ergibt so ein zartes Gemüse. Lässt man sie wachsen, erreicht sie die Größe eines Kürbis. Dann lässt sie sich wie Kürbis bis weit in den Winter hinein lagern und auch ähnlich verarbeiten. Sie ist jedoch gleichsam holziger und wird dann zumeist geschält.

Bevorzugte Erntezeit ist von Juni bis Oktober. Die anspruchslosen Pflanzen wachsen auch in mitteleuropäischen Breiten. Die Aussaat erfolgt von Mitte April bis Mitte/Ende Mai auf humosem, ausreichend feuchtem Boden. Traditionell wird in Italien daher, einem im 17. Jahrhundert geprägten Brauch folgend, am 7. Mai, der „Tag der Zucchini“ (giorno del Zucchetto) begangen.

Ganz egal, für welche Farbgebung Sie sich entscheiden oder wie Sie Ihr Gemüse nun nennen, die Zucchini ist mittlerweile in der europäischen Küche angekommen und wird vielseitig eingesetzt. Sie eignet sich sowohl für deftige als auch für süße Speisen.

 

Verwendung

Junge Zucchini brauchen vor der Verwendung nur gewaschen zu werden, bei älteren Zucchini ist es unter Umständen notwendig, die harten Schalen und Kerne zu entfernen.

Zucchini schmecken sowohl roh als auch gegart und sind aufgrund ihres milden Geschmackes vielseitig einsetzbar. Ob als Suppe, in pikanten Torten oder Quiches, als Fülle in Teigtaschen oder Strudel, gebraten, gefüllt, gegrillt als Beilage oder Hauptgericht – Zucchini passen eigentlich immer.

Auch die große, gelbe Blüte ist für den Verzehr geeignet und eine ganz spezielle Delikatesse.

Als Zugabe zum Kuchenteig sorgen Zucchini dafür, dass der Kuchen saftig schmeckt.

(Vgl. wikipedia und bioinfo.at)

Zusammensetzung 

 

Was ist denn nun eigentlich drin in diesem Alles-Könner?


Nährwerte von 100g frische Zucchini

Zusammensetzung Tagesbedarf
(nach DGE od. RDA)
Energie: 19 kcal
80 kJ
Wasser: 93.90 g
Eiweiß: 1.60 g                            70 g
Fett: 0.40 g                   max. 60 g
Kohlenhydrate: 2.05 g
Ballaststoffe: 1.10 g                            30g
Vitamine
Vitamin A: 58.00 µg 800 µg 7.25%
Retinol: 0.00 µg 800 µg 0.00%
Beta-Carotin: 350.00 µg
Vitamin B1: 70.00 µg 1400 µg 5.00%
Vitamin B2: 90.00 µg 1600 µg 5.62%
Vitamin B3: 400.00 µg 18000 µg 2.22%
Vitamin B5: 80.00 µg 6000 µg 1.33%
Vitamin B6: 89.00 µg 2000 µg 4.45%
Vitamin B7: 2.00 µg 100 µg 2.00%
Vitamin B9: 18.00 µg 400 µg 4.50%
gesamte Folsäure: 48.00 µg
freie Folsäure: 10.00 µg
Vitamin B12: 0.00 µg 3 µg 0.00%
Vitamin C: 16.00 mg 100 mg 16.00%
Vitamin D: 0.00 µg 5 bis 10 µg 0.00 bis 0.00%
Vitamin E: 500.00 µg 12000 µg 4.17%
Vitamin K: 5.00 µg 70 µg 7.14%
Mineralstoffe
Calcium: 30.00 mg 1000 mg
Chlor: 45.00 mg 830 mg
Kalium: 200.00 mg 2000 mg
Magnesium: 22.00 mg 300 mg
Natrium: 1.00 mg 550 mg
Phosphor: 23.00 mg 800 mg
Schwefel: 25.00 mg
Spurenelemente
Eisen: 1.50 mg 14 mg
Fluor: 20.00 µg 3,5 mg
Jod: 2.00 µg 150 µg
Kupfer: 80.00 µg 1500 µg
Mangan: 140.00 µg 3500 µg
Zink: 0.20 mg 15 mg
Aminosäuren
Isoleucin: 61.00 mg
Leucin: 88.00 mg
Lysin: 82.00 mg
Methionin: 19.00 mg
Cystein: 13.00 mg
Phenylalanin: 51.00 mg
Tyrosin: 42.00 mg
Threonin: 40.00 mg
Tryptophan: 19.00 mg
Valin: 62.00 mg
Arginin: 67.00 mg
Histidin: 27.00 mg
Essentielle Aminosäuren (Summe): 571.00 mg
Alanin: 72.00 mg
Asparaginsäure: 192.00 mg
Glutaminsäure: 247.00 mg
Glycin: 51.00 mg
Prolin: 46.00 mg
Serin: 69.00 mg
Nichtessentielle Aminosäuren (Summe): 677.00 mg
Anteil pflanzliches Eiweiß: 1600.00 mg
Harnsäure: 20.00 mg
Purin-N: 7.00 mg


(s. www.naehrwertrechner.de)


Bei Histaminintoleranz sind folgende Eckdaten die erfreulichen:

Allen Sorten gemeinsam ist ihr hoher Wassergehalt, denn Histamin ist wasserlöslich. Sie enthalten deutlich mehr Eiweiß, Calcium und Vitamin C (was beim Histaminabbau hilft) als z.B. Gurken und sind auch relativ reich an Kalium, Eisen und Vitaminen der B-Gruppe (Vitamin B6 hilft beim Histaminabbau).

Lagerung

 

 

Die Zucchini wird am besten frisch geerntet genossen. Ansonsten kann man sie im Kühlschrank einige Tage lagern. Damit der Histaminpegel nicht allzu sehr steigt und sich die Zucchini hält, sollte sie allerdings nicht gemeinsam mit Tomaten – die wir ja im Normalfall sowieso nicht lagernd haben – oder Obst gelagert werden. Diese produzieren das Reife-Gas Ethylen, wodurch auch der Reifeprozess der Zucchini beschleunigt wird.

Hinweis:

 

Sollte Ihre rohe Zucchini bitter schmecken und ein pelziges Gefühl im Mund hinterlassen – vor der Zubereitung ein kleines Stück kosten – entsorgen Sie bitte die ganze Frucht, denn Sie ist womöglich ungenießbar.

Durch wilde Kreuzungen mit Zierpflanzen entstehen die Giftstoffe „Cucurbitacine“, dabei handelt es sich um tetracyklische Triterpene. Die Vergiftung verursacht durch Schleimhautreizung akute gastrointestinale Symptome wie Erbrechen, Speichelfluss und Durchfall. Ebenfalls auftreten können Schwindel, Kopfschmerzen, beschleunigter Puls und in schweren Fällen Kollaps.

(Vgl. Lebensmitteluntersuchungsanstalt Kärnten)

(c) Histamin-Pirat