Herbstpuffer…

Herbstpuffer aus Spaghettikürbis (vegan)

Genau wie Becky von Becky’s Diner ist der Herbst meine absolute Lieblingsjahreszeit. Ja, ich liebe dieses Wetter das zum Schokolade-trinkenden-auf-dem-Sofa-Einkuscheln einlädt und die Zeit, in der sich die Bäume bunt färben.

Vor allem mag ich den Herbst aber, weil jetzt all meine Lieblingsleckereien Saison haben. Es gibt endlich wieder frische Maroni und diverse Kürbissorten. Mein Favorit unter den Kürbissen ist der Butternuss-Kürbis, aber dieses Jahr hat er Konkurrenz bekommen. Ich habe mich am Spaghettikürbis für Becky’s Blogevent zum kulinarischen Herbstspaziergang versucht.

Der Spaghettikürbis hat seinen lustigen Namen aufgrund der Struktur seines Fruchtfleisches, das nach dem Garen faserartig, ein bisschen wie Spaghetti aussieht und gerade das macht den Spaghettikürbis zu einem fabelhaften „Pufferkandidaten“.

Außerdem im Rezept: Chia-Samen. Die Wunderdinger gibt es bereits in einigen Rezepten auf dem Blog, nicht zuletzt aufgrund ihrer antihistaminen Wirkung. Neu auf in einem Blog-Rezept ist nicht nur der Spaghettikürbis, sondern auch Einkornmehl. Ähnlich wie Dinkel ist Einkorn eine alte Getreidesorte, die wesentlich mehr Nährstoffe als Weizen enthält. Interessant ist es vor allem, weil viel Magnesium enthalten ist und das habe ich schon länger im Verdacht als „Histamin-Helfer“. Nach bisheriger Recherche konnte ich aber meinen Verdacht noch nicht eindeutig belegen. Es gibt ein paar Studien zum Thema Magnesium und Histamin, aber die antihistamine Wirkung von Magnesium scheint weniger eindeutig belegt zu sein als die von beispielsweise Zink. In einer Studie wurde Magnesium Betroffenen von allergiebedingtem Asthma gegeben, um zu sehen, ob damit ein Anfall schneller abklingt. Die Wirkung war aber nicht signifikant. Wie dem auch sei, ich bleib dran und halte Euch auf dem Laufenden. Vorerst aber kann ich sagen: Lecker ist es und histaminverträglich auch, ob es Histamin auch senken kann, muss ich noch rausfinden. So, aber nun zum Rezept!

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 30 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1-2 Personen:

  • 1/2 kleiner Spaghettikürbis
  • 1 EL Chia-Samen-Mehl + 3 EL Wasser = Chia-Samen-Gel als Ei-Ersatz
  • Einkornmehl

Zubereitung:

Zunächst die Spaghettikürbishälfte mit dem Fruchtfleisch nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 200°C ca. 30 Minuten backen. Den Kürbis aus dem Backofen nehmen – Vorsicht, heiß! Und auskühlen lassen.

Den Ei-Ersatz aus Chia-Samen und Wasser ansetzen und ein paar Minuten quellen lassen.

Mit einem Löffel zunächst die Kerne aus dem Kürbis kratzen und dann das Fruchtfleisch aus dem Kürbis herausschaben. Ich püriere das Fruchtfleisch meist noch ganz kurz, muss man aber nicht unbedingt. Dann mische ich das Chia-Samen-Gel dazu und gebe so lange Einkornmehl dazu bis die Masse nicht mehr an den Händen klebt.

Vom Teig kleine Menge abnehmen, Bälle daraus formen und mit den Händen flach drücken. Dann von beiden Seiten in Öl braten bis die Puffer golden sind.

Na, die goldenen Puffer passen doch perfekt zum goldenen Herbst, oder? Ich mag die Puffer mit einem gemischten Salat. Man kann sie aber auch so wie die Maroni-Bratlinge hier mit Maroni-Mandelsauce und Kartoffeln oder Reis genießen. Wer mag, kann etwas Preiselbeermarmelade dazugeben.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Die größte Beerenfrucht der Welt…

Tips

zum Thema Kürbis

Herkunft und Anbau

 

Der Kürbis gehört zur Familie der Curcurbitaceen. Insgesamt gibt es etwa 800 Arten der Kürbisgewächse. Weitere Familienmitglieder sind Melonen (Wassermelone, Honigmelone), Gurken und Zucchini. Die wohl beliebteste Sorte hierzulande ist der Hokkaido-Kürbis. Botanisch gesehen gehört der Kürbis zu den Beeren, genauer: zu den Panzerbeeren, da die Schale eine harte Ummantelung bietet. Die Pflanze gilt als die größte Beerenfrucht der Welt

Der Kürbis hat amerikanische Wurzeln, wird aber mittlerweile weltweit in warmen Gebieten und auch bei uns angebaut. Der Kürbis ist aber nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch was fürs Auge: Großflächig rankt er über den Gartenboden und bildet vor der Frucht herrliche Blüten aus. 

Die Kürbisblüte ist einhäusig, das heißt, weibliche und männliche Blüten sind auf einer Pflanze. Aus den wunderschönen gelben Blüten entwickeln sich später die Früchte. Durch die Vielzahl der verschiedenen Sorten sind die Früchte in ihrer Form rund bis länglich. Die Farben variieren von weiß, gelb, orange bis grün in den unterschiedlichsten Abstufungen. Die Früchte, die bis zu 600 Kilogramm schwer werden können, besitzen eine feste Schale, ihr Fruchtfleisch ist faserig angelegt. In der Mitte der Frucht sind zahlreiche Samen vorhanden.

Verwendung

 

Historisch

Der Arzt und Botaniker Adam Lonitzer (1527 bis 1586) beschreibt in seinem Kräuterbuch aus dem Jahre 1582 die Kürbiskerne als entwässernd und harntreibend. Er berichtet, «die Kerne zerstoßen und mit Wasser getrunken, sind gut für entzündete Nieren und für den Harn». Im Mittelalter wurden sich einige Mythen und Geschichten über den Kürbis erzählt. Eine davon handelt von Kürbissen, so groß wie Kirchenglocken. Die Früchte können jedoch nur wachsen und gedeihen, wenn der Samen beim Läuten der großen Kirchenglocken gesteckt werde. In der Volksheilkunde waren die Kürbiskerne ein beliebtes Mittel gegen Band- und Spulwürmer, der Kürbiskompott wurde gegen das Schwangerschafterbrechen eingesetzt.

Heutzutage

Zu den Inhaltsstoffen zählen die Phytosterine, vor allem das Beta-Sitosterin. Dieser Stoff bewirkt eine Absenkung des Cholesterinspiegels im Blut. Der Körper kann aus diesem Grunde auf seine eigenen Cholesterinreserven zurückgreifen. Die Phytosterine hemmen auch die Bildung von Gallensäuren, die wahrscheinlich an der Entstehung von Dickdarmkrebs mit beteiligt sind. Zudem wirken die Phytosterine vorbeugend gegen das Prostata-Adenom. Die Wirkung des Beta-Sitosterins beruht auf der Hemmung eines Enzyms, wodurch es dem Prostatawachstum entgegenwirkt. Der Kürbis besitzt reichlich fette Öle, vor allem die wertvolle, zweifach ungesättigte Linolsäure. Die Fettsäure ist der Baustoff für die Bildung von Vitamin D, Hormonen und Zellwänden. Die Pflanze enthält das Vitamin C, E, B1, B2, B6 und Folsäure, Carotinoide und das Spurenelement Selen. Diesem Spurenelement wird vor allem eine antioxidative Wirkung zugeschrieben. Die enthaltene Aminosäure «Cucurbitin» ist wirksam gegen Eingeweidewürmer


(Vgl. Forum-Naturheilkunde.de)

Zusammensetzung 

 

Nährwerte von 100g frischem Kürbis

Zusammensetzung                                              Tagesbedarf
                                                                        (nach DGE od. RDA)
Energie:    13 kcal
56 kJ
Wasser:    95.08 g
Eiweiß:    0.50 g                                       70 g
Fett:    0.20 g                                            max. 60 g
Kohlenhydrate:    2.20 g
Ballaststoffe:    1.10 g                              30 g

Vitamine

Vitamin A:    18.00 µg                              800 µg    2.25%
Retinol:    0.00 µg                                     800 µg    0.00%
Beta-Carotin:    110.00 µg
Vitamin B1:    80.00 µg                            1400 µg    5.71%
Vitamin B2:    70.00 µg                            1600 µg    4.38%
Vitamin B3:    200.00 µg                          18000 µg    1.11%
Vitamin B5:    100.00 µg                          6000 µg    1.67%
Vitamin B6:    30.00 µg                            2000 µg    1.50%
Vitamin B7:    0.40 µg                              100 µg    0.40%
Vitamin B9:    10.00 µg                            400 µg    2.50%
gesamte Folsäure:    23.00 µg
freie Folsäure:    7.00 µg
Vitamin B12:    0.00 µg                            3 µg    0.00%
Vitamin C:    11.00 mg                             100 mg    11.00%
Vitamin D:    0.00 µg                                5 bis 10 µg    0.00 bis 0.00%
Vitamin E:    500.00 µg                            12000 µg    4.17%
Vitamin K:    5.00 µg                                70 µg    7.14%

Mineralstoffe

Calcium:    18.00 mg                                1000 mg
Chlor:    30.00 mg                                     830 mg
Kalium:    140.00 mg                                2000 mg
Magnesium:    10.00 mg                           300 mg
Natrium:    1.00 mg                                   550 mg
Phosphor:    17.00 mg                               800 mg
Schwefel:    6.00 mg

Spurenelemente

Eisen:    0.20 mg                                       14 mg
Fluor:    20.00 µg                                      3,5 mg
Jod:    1.00 µg                                           150 µg
Kupfer:    20.00 µg                                   1500 µg
Mangan:    157.00 µg                               3500 µg
Zink:    0.20 mg                                        15 mg

Aminosäuren

Isoleucin:    19.00 mg
Leucin:    28.00 mg
Lysin:    26.00 mg
Methionin:    6.00 mg
Cystein:    4.00 mg
Phenylalanin:    16.00 mg
Tyrosin:    13.00 mg
Threonin:    13.00 mg
Tryptophan:    6.00 mg
Valin:    20.00 mg
Arginin:    21.00 mg
Histidin:    9.00 mg   
Essentielle Aminosäuren (Summe):    181.00 mg
Alanin:    23.00 mg
Asparaginsäure:    60.00 mg
Glutaminsäure:    73.00 mg
Glycin:    16.00 mg
Prolin:    15.00 mg
Serin:    22.00 mg
Nichtessentielle Aminosäuren (Summe):    209.00 mg
Anteil pflanzliches Eiweiß:    500.00 mg
Harnsäure:    7.00 mg
Purin-N:    2.00 mg

(s. www.naehrwertrechner.de)

Bei Histaminintoleranz sind folgende Eckdaten erfreulich:

Allen Sorten gemeinsam ist ihr hoher Wassergehalt, denn Histamin ist wasserlöslich.

Umgekehrt, ist der Eiweißgehalt sehr gering.

Auch der Histidinwert ist sehr gering. Da aus Histidin Histamin entsteht, ist auch dieser Fakt sehr erfreulich. 

Lagerung

 

Der Kürbis wird am besten frisch geerntet genossen. Die meisten Sorten sind einige Monate lagerfähig, am besten bei 10 bis 14 Grad Celsius, wobei jedoch der Histamingehalt ansteigen kann. Bis zum Verbrauch können sie gut als Dekoration auch in warmen Räumen verwandt werden, wenn die Schale nicht verletzt ist. Im Frost darf der Kürbis allerdings nicht lagern, denn sonst fängt die Frucht an zu faulen.

(Vgl. issgesund.at

 

Hinweis:

 

Achten Sie darauf, am besten nur bekannte Sorten von Speisekürbissen zu essen. Zierkürbisse enthalten den giftigen Bitterstoff Cucurbitacin, der beim Verzehr Bauchschmerzen und Übelkeit verursacht, sie sind daher nur als Dekoration zu gebrauchen. 

Birken- und Gräserallergiker sollten eventuell auf Kürbis verzichten, da kreuzallergische Reaktionen möglich sind. 

Weitere Allergiehinweise rund um das Thema Kürbis finden Sie hier.


(c) Histamin-Pirat

Fritten mal anders…

Kürbis-Pommes

 

Zubereitungszeit:

10 Minuten + 40 Minuten Backzeit

Schwierigkeit:

einfach 

Zutaten für ein Blech:


1 Kürbis (Hokkaido)
1 Prise Kümmel
etwas Öl
Meer-Salz
Pfeffer aus der Mühle
Gewürze nach Geschmack und Verträglichkeit, z.B. Rosmarin und Curcuma

 

Zubereitung:

 

Den Kürbis zunächst halbieren, entkernen und waschen. Nun den Kürbis in Streifen schneiden. Den Backofen auf 180° Ober-und-Unterhitze vorheizen, die Kürbisstreifen in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer, Gewürzen und etwas Öl vermengen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Die Kürbisstreifen etwa 40 Minuten backen und dabei immer mal wieder wenden. Danach z.B. mit Frischkäse servieren.

(So ähnlich entdeckt auf eigene-naturprodukte.de)

 

Guten Appetit!


(c) Histamin-Pirat

 

 

Exotisch in den Herbst…

Kürbis-Kokos-Suppe

 

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 3-4 Personen:

1 große Zwiebel oder 2 Schalotten, wenn’s vertragen wird (Histaminliberator)
650 g Kürbisfleisch (z.B. Hokkaido)
2 TL frisch Ingwer
600 ml Gemüsebrühe (am besten selbst gemacht)
400 ml Kokosmilch (am besten selbst gemacht – Anleitung hier)
2 Kartoffeln
2 EL Öl, z.B. Distel- oder Hanföl
Thymian, Rosmarin, Eberraute oder andere Gewürze nach Geschmack und Verträglichkeit
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

 

Zwiebel schälen und fein hacken, Kürbisfleisch würfeln, Kartoffeln schälen und klein würfeln, Ingwer schälen und fein reiben. Zwiebeln und Kürbis im Öl andünsten, Kartoffeln und Ingwer dazugeben.
Mit der Gemüsebrühe aufgießen, aufkochen lassen und bei kleiner Hitze 15 bis 20 Minuten sanft köcheln lassen.
Suppe pürieren. In die noch warme, aber nicht mehr kochende Suppe die Kokosmilch geben (nicht kochen, Kokosmilch flockt sonst aus) und mit Gewürzen,Salz und Pfeffer abschmecken. Noch einmal umrühren. Fertig.
 
 
 
(So ähnlich entdeckt auf chefkoch.de)

Guten Appetit!

 

 

(c) Histamin-Pirat