Herbstpuffer…

Herbstpuffer aus Spaghettikürbis (vegan)

Genau wie Becky von Becky’s Diner ist der Herbst meine absolute Lieblingsjahreszeit. Ja, ich liebe dieses Wetter das zum Schokolade-trinkenden-auf-dem-Sofa-Einkuscheln einlädt und die Zeit, in der sich die Bäume bunt färben.

Vor allem mag ich den Herbst aber, weil jetzt all meine Lieblingsleckereien Saison haben. Es gibt endlich wieder frische Maroni und diverse Kürbissorten. Mein Favorit unter den Kürbissen ist der Butternuss-Kürbis, aber dieses Jahr hat er Konkurrenz bekommen. Ich habe mich am Spaghettikürbis für Becky’s Blogevent zum kulinarischen Herbstspaziergang versucht.

Der Spaghettikürbis hat seinen lustigen Namen aufgrund der Struktur seines Fruchtfleisches, das nach dem Garen faserartig, ein bisschen wie Spaghetti aussieht und gerade das macht den Spaghettikürbis zu einem fabelhaften „Pufferkandidaten“.

Außerdem im Rezept: Chia-Samen. Die Wunderdinger gibt es bereits in einigen Rezepten auf dem Blog, nicht zuletzt aufgrund ihrer antihistaminen Wirkung. Neu auf in einem Blog-Rezept ist nicht nur der Spaghettikürbis, sondern auch Einkornmehl. Ähnlich wie Dinkel ist Einkorn eine alte Getreidesorte, die wesentlich mehr Nährstoffe als Weizen enthält. Interessant ist es vor allem, weil viel Magnesium enthalten ist und das habe ich schon länger im Verdacht als „Histamin-Helfer“. Nach bisheriger Recherche konnte ich aber meinen Verdacht noch nicht eindeutig belegen. Es gibt ein paar Studien zum Thema Magnesium und Histamin, aber die antihistamine Wirkung von Magnesium scheint weniger eindeutig belegt zu sein als die von beispielsweise Zink. In einer Studie wurde Magnesium Betroffenen von allergiebedingtem Asthma gegeben, um zu sehen, ob damit ein Anfall schneller abklingt. Die Wirkung war aber nicht signifikant. Wie dem auch sei, ich bleib dran und halte Euch auf dem Laufenden. Vorerst aber kann ich sagen: Lecker ist es und histaminverträglich auch, ob es Histamin auch senken kann, muss ich noch rausfinden. So, aber nun zum Rezept!

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 30 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1-2 Personen:

  • 1/2 kleiner Spaghettikürbis
  • 1 EL Chia-Samen-Mehl + 3 EL Wasser = Chia-Samen-Gel als Ei-Ersatz
  • Einkornmehl

Zubereitung:

Zunächst die Spaghettikürbishälfte mit dem Fruchtfleisch nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 200°C ca. 30 Minuten backen. Den Kürbis aus dem Backofen nehmen – Vorsicht, heiß! Und auskühlen lassen.

Den Ei-Ersatz aus Chia-Samen und Wasser ansetzen und ein paar Minuten quellen lassen.

Mit einem Löffel zunächst die Kerne aus dem Kürbis kratzen und dann das Fruchtfleisch aus dem Kürbis herausschaben. Ich püriere das Fruchtfleisch meist noch ganz kurz, muss man aber nicht unbedingt. Dann mische ich das Chia-Samen-Gel dazu und gebe so lange Einkornmehl dazu bis die Masse nicht mehr an den Händen klebt.

Vom Teig kleine Menge abnehmen, Bälle daraus formen und mit den Händen flach drücken. Dann von beiden Seiten in Öl braten bis die Puffer golden sind.

Na, die goldenen Puffer passen doch perfekt zum goldenen Herbst, oder? Ich mag die Puffer mit einem gemischten Salat. Man kann sie aber auch so wie die Maroni-Bratlinge hier mit Maroni-Mandelsauce und Kartoffeln oder Reis genießen. Wer mag, kann etwas Preiselbeermarmelade dazugeben.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Paläo-vegan oder pegan – Was ist das? (Buchrezension)

Paläo-vegan oder pegan – Was ist das? (Buchrezension)

Vor fast zwei Jahren habe ich schon einmal einen Vergleich zwischen den zwei Ernährungstrends „Vegetarisch / Vegan“ und „Paläo“ angestellt – und zwar hier. Beide werden gleichermaßen immer wieder angeführt als hilfreich bei Histaminintoleranz, aber auf den ersten Blick sind sie so unterschiedlich, wie es nur geht, ja, sie widersprechen einander. Warum soll dann beides dennoch bei Histaminintoleranz helfen? – Das ist die Frage.

Paläo – das bedeutet viel Eiweiß und das aus tierischen Quellen. Dafür wird auf Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Getreide verzichtet. Die Paläo-Philosophie legt dabei wert auf hochwertige, möglichst unverarbeitete Produkte. Fleisch bedeutet daher am besten Wildfleisch oder bio von mit Gras gefütterten Tieren, die auch Freilauf hatten. Die Annahme ist es sich möglichst so zu ernähren wie unsere steinzeitlichen Vorfahren, bevor wir den Ackerbau für uns entdeckt haben und viele Pflanzen hochgezüchtet haben, z.B. eben Getreide. Gerade Allergiker und Betroffene von Intoleranzen finden daher ihren Weg zur Paläo-Ernährung, denn sie ist grundsätzlich gluten- und laktosefrei und verzichtet zudem auf die Zugabe von Zucker (was für Betroffene von Fruktoseintoleranz interessant ist) und auf Salz. Öl sollte möglichst aus hochwertigen Quellen stammen, daher sind die meisten Pflanzenöle tabu, abgesehen von Kokosöl. So, und nun die Frage: Wie geht das alles mit vegetarisch / vegan zusammen?

Eine Gemeinsamkeit habe ich ja schon aufgelistet: keine Milchprodukte – das gilt auch für Veganer, die genauso zur Pflanzenmilch greifen. Jedoch fallen Soja- oder Hafermilch streng genommen weg. Mandel- und Kokosmilch sind paläo-geeignete Alternativen. Viele Pflanzennahrungsenthusiasten ernähren sich ebenso gesund und verzichten bereits auf Weißmehl oder gar ganz auf glutenhaltiges Getreide. Soweit entsteht da kein Problem. Auch Maßnahmen wie „weniger Zucker und Salz“ (oder gar kein zusätzliches) sind machbar und statt Distelöl lieber zu Kokosöl oder hochwertigem Olivenöl zu greifen, ist durchaus vorstellbar und zudem sinnvoll. Am Ende bleibt das Fragezeichen hinter „keine Hülsenfrüchte, aber Fleisch“ für Vegetarier und Veganer stehen – wie soll ich das bewerkstelligen?

Das habe ich mich auch gefragt, als ich zum ersten Mal vom neuen Trend Paläo-vegan gehört habe. Ich bin ja generell kein Freund von Ernährungstrends – man muss für sich herausfinden, was funktioniert und schmeckt und dabei auf Qualität achten – das braucht dann auch nicht unbedingt ein Label oder einen Namen wie „vegan“ oder „paläo“, auch wenn ich selber viele Ideen beider Trends in meinen Speiseplan integriere. Ich bin aber aufgeschlossen gegenüber Neuem. Daher möchte ich Euch heute das Buch „Paläo vegan – Leckere und gesunde Rezepte auf rein pflanzlicher Basis“ von Ellen Jaffe Jones und Alan Roettinger vorstellen und am Ende gibt es auch eine kleine paläo-vegane Kostprobe, versprochen.

Ähnlich wie ich es eben schon begonnen habe, vergleichen die Autoren im Buch beide scheinbar widersprüchlichen Ernährungsweisen. Und auch sie kommen zu dem abschließenden Fragezeichen, das ich oben auf gemacht habe und ihre Antwort: Tricksen. Das sei also vorweg genommen. Ohne kleine Schummeleien gehen die beiden nicht zusammen. Die Autoren gehen aber davon aus, dass auch Paläo für sich im Grunde ganz ohne Schummelei kaum umsetzbar ist. Beispielsweise haben nur wenige eine stetige Bezugsquelle für Wildfleisch oder verzichten wirklich 100% auf zugesetzten Zucker. Das bedeutet nämlich auch keine herkömmliche, gekaufte Schokolade und dergleichen. Damit aber das Ganze dennoch etwas mit Paläo zu tun hat, soll sich die Trickserei in Grenzen halten: 20 % ist der Anhaltspunkt. Bis zu 20 % Prozent darf nicht-paläo getrickst werden. Wer am Tag 5 Mahlzeiten isst, darf also einmal nicht-paläo sündigen, usw.

Welche Lebensmittel sind denn die bevorzugten bei dieser Mix-Ernährungsweise? Ganz klar, frische und pflanzliche Zutaten gehören in die Küche. Grünes Battgemüse, Wildpflanzen (wenn man sich mit dem Sammeln auskennt und einen guten Sammelort hat), Obst (damit man den Zucker nicht so vermisst), vor allem dunkle Beeren wie Heidelbeeren und Brombeeren (Antioxidantien und im Fall von Brombeeren auch antihistamin), Nüsse (nicht alle gehen bei HIT) und Samen, besonders gerne Hanfsamen wegen des guten Verhältnisses von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und gesunde Fette.

Im Buch gibt es eine überschaubare Liste auf S. 21 mit vielen Lebensmitteln.

Der Theorieteil ist generell recht kurz und knackig gehalten. Ab S. 35 gibt es Rezepte. Ich bin generell kein Freund von zu viel Gerede, wenn es auch knapp gesagt werden kann, daher finde ich das gut. Allerdings gefällt mir die Tonart nicht immer. Die Autoren versuchen manchmal geradezu krampfhaft den Leser anzusprechen und scheuen sich auch nicht vor Unterstellungen. Nach der Lektüre habe ich über mich „gelernt“, dass ich ein „kleiner Zahlen-Liebhaber“ bin, der Statistiken braucht oder dass es keine Leute mit Eiweißmangel gibt bzw. ich zumindest keine kenne, dass ich ja ohnehin regelmäßig Sport treibe, usw. Während manches davon zutrifft, finde ich eine solche Schreibweise dennoch befremdlich. Diese amerikanische – ich nenne es mal „Buddy-Getue“ – nervt mich beim Lesen, denn weder kennen mich die Autoren, noch ich sie.

Apropos Eiweißmangel: Die Autoren halten das, wie gesagt, für quasi unmöglich. Es dürfen ja Hülsenfrüchte in den Speiseplan geschummelt werden und ein bisschen Eiweiß steckt auch in jedem andere Gemüse, habe ich dem Buch entnehmen können. Das Gleiche gilt für Kalziummangel und das sehe ich auch so: Milch ist kein guter Kalziumlieferant, auch wenn viel Kalzium enthalten ist, weil sie unseren Säure-Basen-Haushalt stört und nachweislich neigen Viel-Milch-Trinker eher zu Knochenbrüchen als solche, die keine oder nur selten Milchprodukte zu sich nehmen.

Ernst nehmen die Autoren Eisen- und Vitamin-B-12-Mangel. Für Eisen gilt bekanntermaßen, dass Eisen aus pflanzlichen Quellen schlechter vom menschlichen Körper aufgenommen wird, aber die Aufnahme kann durch den Genuss von Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln gesteigert werden. Und was Vitamin B12 angeht, hilft laut Autoren nur supplementieren.

Und was gibt es nun Leckeres im Buch zu entdecken? Ein Rezept aus der Kategorie Frühstück hat mich sofort angelacht und mit leichter Abwandlung, damit es histamintauglich wird, gibt es das nachher auch zum Ausprobieren für Euch. Neben „Frühstück“, gibt es die Kategorien „Saucen, Dips & Gewürze“, „Suppen“, „Salate“, „Getreideersatz“ (Gerichte mit Quinoa & Co für Protein I), „Hülsenfrüchte“ (für Protein II), „Gemüse“ und „Desserts“.

Leider fehlen in dem Buch trotz hochglänzendem Papier die Fotos zu den Gerichten. Nur vereinzelt gibt es pro Kategorie mal ein Schwarz-Weiß-Abbild einer Speise, das aber meist wenig erkennen lässt. Und sonst: Einige Rezepte sind ausgefallen und bedienen sich Wildpflanzen. Da gibt es etwa Löwenzahnsalat mit roter Bete oder Sauerampfer-Suppe. Beim Gemüse gibt es zum Beispiel Butternusskürbis mit Haselnüssen zu entdecken – wer Haselnüsse nicht so gut verträgt, kann es eventuell mal mit Mandeln probieren. Dass es Rezepte mit Tofu ins Buch geschafft haben, finde ich jedoch wirklich schade und was Histaminintoleranz angeht, fallen viele Rezepte aus der Kategorie Hülsenfrüchte leider weg. Lobenswert finde ich vor allem die Salat-Kategorie, die in anderen Büchern oft einfallslos ausfällt und die Gemüse-Kategorie.

Und generell, kann die paläo-vegane Ernährung mit Histaminintoleranz funktionieren? Auch meine Antwort lautet: Nur mit Schummelei. Da viele Hülsenfrüchte schlecht vertragen und Getreide bei einer Paläo-Ernährung wegfällt, ist man womöglich doch auf der Suche nach anderen Protein-Quellen. Klar, bietet sich Pseudogetreide an, also Quinoa oder Amaranth, aber auch das wird nicht von allen vertragen. Chia-Samen liefern viel Eiweiß, ansonsten darf es vielleicht doch einmal die Woche Fisch, Fleisch, Reis, Hirse oder dergleichen sein?  Wie die Schummelei ausfällt, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und richtet sich nach individuellen Prinzipien. Während wir ab und zu wild gefangenen Fisch und jetzt zur Saison mitunter Wildfleisch essen, mag ein anderer wohl ganz darauf verzichten. Aus meiner Sicht ist beides OK, solange es einem selbst damit gut geht.

So und nun komme ich zur versprochenen Kostprobe aus dem Buch, die wenig spektakulär klingt, aber gerade für Histamin-Geplagte interessant sein könnte. Dieses Frühstück, was sich auch als Dessert oder für zwischendurch eignet, schmeckt wie Joghurt oder eben Dessertcreme, ist aber nicht fermentiert und muss auch nicht gekocht werden und kommt ohne seltsame Zusätze aus. Kinderleicht und lecker, sag ich nur.

Fruchtsalat mit Blaubeer-Kokoscreme

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten + Ruhzeit im Kühlschrank

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Dessertgläser oder 1 gr. Müslischüssel:

  • 400 ml Dose Kokosmilch (ohne Zusätze wie Johannisbrotkernmehl, Guakernmehl)
  • ca. 100 g frishe Blaubeeren (TK geht zur Not auch)
  • eventuell Ahornsirup (weil Datteln histamin-mäßig oft nicht gehen)
  • Pr. Kokosraspeln
  • geschälte, klein geschnittene Fruchtstücke, z.B. Apfel

Zubereitung:

Die Dose Kokosmilch über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am Morgen dann das Dicke von oben herausnehmen (Kokoscreme) und mit einem Teil der gewaschenen Blaubeeren fein pürieren. Nach Belieben mit Ahornsirup süßen. Auf Gläser verteilen. Noch mal ca. eine halbe Stunde bis eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit es fest wird. Zum Schluss mit Fruchtstücken, den restlichen Blaubeeren und Kokosraspeln garnieren und servieren.

Das restliche Kokoswasser anderweitig verwenden, z.B. für Smoothies, Suppen oder zum Backen.

Fazit

Paläo-vegan ist ein neuer Trend, bei dem man aber stets zumindest beim Einen oder Anderen Kompromisse eingehen muss. Diese Ernährungsweise ist gesund und pflanzenbasiert, aber nur mit kleinen Schummeleien umsetzbar und ebenso muss getrickst werden, damit es für Histaminintoleranz funktioniert. Als Ergänzung oder Inspiration für eine gesündere Ernährung mit wenig Zucker, Salz und herkömmlichem Getreide, bei gleichzeitigem Eindämmen des Fleischverzehrs dennoch empfehlenswert. Das Buch überzeugt als Kochbuch nur bedingt. Farbige Rezeptbilder fehlen.

Zusammenfassung

  • 160 Seiten, Paperback, mit vereinzelten Schwarz-Weiß-Fotografien
  • zahlreiche paläo-vegane Rezepte nach Kategorien, kurzer Theorieteil zur Einführung
  • nur bedingt „histamin-tauglich“
  • nicht konsequent Paläo, aber konsequent vegan
  • 14,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch von den Autoren oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Warmer Hirsesalat mit Spargel…

Wie ist das eigentlich mit einem „Histaminer“ und einer „Nicht-Histaminerin“ im Alltag so? Kocht Ihr da extra oder esst Ihr das Gleiche? – fragt Ihr Euch vielleicht. In der Regel versuche ich, dass es reicht einmal zu kochen. Aber gerade ich, der nicht von Histaminintoleranz betroffen ist, habe manchmal Lust auf „the enemy“ – das sind Tomaten. Ja, liebevoll werden die hier the enemy – der Feind – genannt 😉 Und ich würze meist viel deftiger als der Mann an meiner Seite. Ja, ich mag indische Gewürzmischungen, Curries und all sowas. Das stößt nicht immer auf Gegenliebe – solches Essen.

Daher muss auch mal der Kompromiss sein. Essen soll man meistens ohnehin erst zum Schluss würzen und so löst man diesen Konflikt dann. Wenn wir nicht das Gleiche essen, portiniere ich auf Teller und dann kann jeder nachwürzen, wie es einem beliebt. Und meine Tomaten kommen auch immer mal in Salat, aber eben erst, wenn ich meine Portion auf dem Teller hab. Der „Histamingeplagte“ kriegt ersatzweise rote Paprika. Kochen muss ich dann nur einmal, ein bissl mehr geschnippelt werden muss – das war’s aber auch schon. Und alle sind glücklich. Daher gibt es heute mal ein Rezept, das zum Kompromiss taugt. Einmal kochen und trotzdem zwei Varianten nachher, wenn Ihr wollt.

Und wie macht Ihr das so? Wenn nicht die ganze Familie Histaminintoleranz hat, kocht Ihr extra oder welche Kompromisse geht Ihr ein? Oder wird trotzdem einfach für alle histaminarm gekocht? Ich bin gespannt.

Warmer Hirsesalat mit grünem Spargel und Knuspermandeln (in histaminarm & nicht histaminarm)

Zubereitungszeit:

ca. 35 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2 Personen:

  • 1/2 Tasse Hirse (mit warmem Wasser durch ein Sieb gewaschen)
  • 1 TL Gemüsebrühpulver (selbst gemacht ODER gekauft & hefefrei)
  • 2 EL gehackte Mandeln (ODER Sesamkörner ODER Hanfsamen, wer das lieber mag)
  • ca. 80g Feta
  • ca. 150g grüner Spargel
  • 2 Hände voll Blumenkohl-/Karfiolröschen
  • 1 EL Öl (z.B. Oliven- oder Hanfsamenöl für die histaminarme Variante ODER Sesamöl für die „normale“ Variante)
  • 5 Kirschtomaten ODER 1/2 rote Paparika für die histaminarme Variante
  • Salz und Pfeffer
  • Curcuma
  • (Garam-Masala-Gewürz, wenn es nicht histaminarm sein muss)
  • ein paar Blätter gewaschenen Rucola zum Garnieren

Zubereitung:

Hirse mit Wasser und Gemüsebrühpulver zum Kochen bringen und gar kochen lassen. Zum Schluss etwas Öl einrühren.

Wasser zum Kochen bringen. Spargel waschen, trockene Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden (ca. 2 cm lang). Blumenkohl/Karfiol und Spargel in das kochende Wasser geben und knackig bissfest kochen max. 5 Minuten. Abseihen und beiseite stellen.

Mandeln (oder Körner/Samen) in einer Pfanne ohne Öl kurz rösten bis sie zu duften anfangen (nicht schwarz werden lassen). Beiseite stellen.

Tomaten bzw. Paprika waschen und Tomaten vierteln, Paprika entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die fertige Hirse mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken. Spargelstücke, Blumenkohl/Karfiolröschen, Tomaten/Paprika, Mandeln unterheben. Feta darüber zerbröseln. Mit Rucola garnieren und servieren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Ich koch mir den Frühling…

Kathy von Kathys Küchenkrampf sucht gerade leckere Frühlingsrezepte. Mit dieser Aktion feiert sie ihren 2. Bloggeburtstag.

Und wonach schmeckt der Frühling? Im Moment ist gerade noch Bärlauch-Zeit, die Spargel-Zeit steht vor der Tür und und und. Ich habe vor kurzem ein neues Gemüse für uns entdeckt, das auch gerade Saison hat: Mangold nämlich. Das ist mein neuer Spinatersatz. Mangold lässt sich vielseitig einsetzen und passt super zu Hirse.

Warmer Hirse-Frühlingssalat

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Personen

  • 1 Tasse Hirse
  • 1 EL Gemüsebrühepulver (selbst gemacht)
  • 1-2 Zehen Knoblauch, gewürfelt
  • 2-3 EL Kürbiskerne
  • 3-4 gr. Blätter Mangold (frisch), gehackt
  • 1-2 Karotten, gewürfelt
  • Salz und Pfeffer (ich mahle Pfeffer frisch und verwende Himalayasalz)
  • Gewürze nach Geschmack und Verträglichkeit, z.B. Curcuma
  • frischer Feldsalat als Garnitur
  • 1 TL Kokosöl

Zubereitung:

Die Hirse am besten vorher lauwarm durch ein Sieb abspülen. Die Hirse mit ungefähr der dreifachen Menge Wasser erhitzen. Die gewürfelten Karotten und das Gemüsebrühepulver dazugeben. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. Dann Knoblauch und Mangold hinzugeben und noch ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Sollte das Wasser schneller verkochen, noch mal etwas dazugeben.

Am Ende etwas Kokosöl hinzugeben. Gewürze und Kürbiskerne unterrühren.

Feldsalat waschen. Den Hirsesalat warm mit einem Blatt Salat servieren.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Dressing mal anders…

Ina von Ina is(s)t sucht gerade Dressings, die beeindrucken mit ihrem Blogevent Dress to impress.

 

Da habe ich nun lange nachgedacht… denn Dressings sind so eine Sache mit Histaminintoleranz. Zitrone und Essig ist für die meisten keine Option. Man muss also etwas umdenken. Öl und dementsprechend Pestos gehen aber meist. Für Pesto gibt es bereits ein Rezept, das beliebig variiert werden kann. Diesmal habe ich etwas Neues als Salatdressing ausprobiert und stelle fest, daraus lässt sich vielleicht auch prima eine Pastasauce zaubern.

 

Feta-Sahne-Kürbiskern-Dressing

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Schüssel:

ca. 125 g Feta
eine Hand voll Kürbiskerne
30ml Milch ODER Reis-, Hafer-, Mandelmilch
ca. 1 EL Kürbiskernmus oder -öl
Pr. Pfeffer (Salz kann weggelassen werden, der Feta macht es schon salzig genug)

 

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Zubereitung:

 

Den Feta in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. In einem Mörser die Kürbiskerne zerstampfen. Alle Zutaten vermengen und pürieren. Frisch an den Salat geben.

 

Tip: 

 

Der Dressing kann auch als Dip für Knabbereien verwendet werden.

Wer den abgebildeten Salat dazu auch machen will: 1 Karotte in Kokosöl leicht anbraten. Mit etwas Wasser ablöschen. 1 rote Paprika, 1/2 Zucchini und 1 Knoblauchzehe dazugeben und bissfest garen. Evtl. Wasser zugeben, wenn es zu schnell verkocht. Bandnudeln kochen. Rucola waschen. Mit Dressing anrichten und nach Belieben würzen, z.B. mit Oregano oder frischem Basilikum.

 

Guten Appetit!

 

(c) Histamin-Pirat

Sommerlicher Hirsesalat…

Bei der Herzensköchin dreht sich im Moment alles um Bulgur, Hirse, Couscous, Kichererbsen und Polenta. Anlässlich des einjährigen Bestehens des Blogs lädt die Herzensköchin zum fröhlichen Kochen zum Thema ein.

Herzensköchin Banner

Nicht alle Zutaten funktionieren bei Histaminintoleranz, aber Hirse ist z.B. sicher dabei und daher gibt es von mir:

Hirsesalat mit Radieschen, Rucola & mehr (vegan)

 

Zubereitungszeit:

ca. 25 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 1-2 Personen:

1/2 Tasse Hirse
2 Tassen Wasser
3 Radieschen
ein paar Blätter Rucola
2 Karotten
1/2 leicht grüne Banane (kann auch weggelassen werden)
1 Frühlingszwiebel
Pr. Curcuma, Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer
1 EL Mandelmus
2 EL Kokosöl
1 Schuss Ahornsirup
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Zubereitung:

Gemüse waschen, Karotten schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Frühlingszwiebel in schmale Ringe schneiden. Radieschen in kleine Würfel schneiden. (1/2 Banane schälen und in schmale Ringe schneiden.) Hirse und Karottenstücke mit Wasser zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Mit dem Hirse-Karotten-Wasser-Mix ablöschen. Frühlingszwiebeln, Mandelmus und Gewürze (und Banane) hinzufügen. Mit etwas Ahornsirup abschmecken. Köcheln lassen bis das Wasser verkocht ist. Vom Herd nehmen. Frischen Rucola und Radieschen hinzufügen und servieren.

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Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Leicht & fischig…

Hirsesalat mit Lachs

 

Zubereitungszeit:

25 Minuten

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 2 Personen:

125 g Hirse
4 EL Öl ODER Butter
150g Lachs ODER 2 Scheiben Räucherlachs (wer es verträgt)
4 Karotten
1/2 Kopf Brokkoli ODER 200g TK-Brokkoli
2 Zehen Knoblauch
1/2 TL Gewürze nach Geschmack und Verträglichkeit, z.B. Kümmel, Eberraute, Kurkuma, wer es verträgt
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Zunächst die Hirse mit warmemWasser abspülen. Das Gemüse und auch den Lachs waschen. Knoblauch und Karotten schälen und zerkleinern. Brokkoli-Röschen abtrennen.

Die Hirse aufkochen und etwa 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen. Danach zugedeckt ca. 10 Minuten aufquellen lassen und mehrmals vorsichtig umrühren. Das Öl ODER die Butter unterrühren.

Währenddessen die Karotten und den Brokkoli auf niedriger Stufe kochen. Und den Lachs in Öl ODER Butter anbraten. Zum Schluss den Knoblauch in der Pfanne anbraten. Den garen Lachs bzw. den Räucherlachs in Stücke schneiden.

Das gare Gemüse, den gebratenen Lachs ODER Räucherlachs mit dem angebratenen Knoblauch, Brokkoli, Karotten und Gewürzen unter die Hirse heben und mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

 

(c) Histamin-Pirat

Leichte Kost…

Hirsesalat 

 

Zubereitungszeit:

25 Minuten

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 2 Personen:

125 g Hirse
300 ml Gemüsebrühe
1/2 TL Gewürze nach Geschmack und Verträglichkeit, z.B. Kümmel, Eberraute
Salz und Pfeffer
4 EL Distelöl
100 g Frühlingszwiebeln, wenn sie vertragen werden (Histaminliberator)
1 rote Paprika
50 g Rucola

  

Zubereitung:

 

Zunächst die Hirse mit warmemWasser abspülen. Die Gemüsebrühe mit den Gewürzen aufkochen und die Hirse etwa 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen. Danach vom Herd nehmen und zugedeckt ca. 10 Minuten aufquellen lassen und mehrmals vorsichtig umrühren. Das Öl unterrühren. Die Frühlingszwiebeln waschen und das Lauch in kleine Stücke schneiden. Die Paprikaschote waschen, in kleine Würfel schneiden. Den Rucola waschen, grob zerkleinern und zusammen mit dem Lauch und Paprika unterheben.

(So ähnlich entdeckt auf eigene-naturprodukte.de)

Tip:

Sollten Sie Frühlingszwiebeln/Lauch nicht vertragen, können Sie sie z.B. durch Petersilie ersetzen.

Dieser Salat eignet sich auch als praktisches Mitbringsel zum Grillfest.

 

Guten Appetit!


(c) Histamin-Pirat

Unter Palmen…

Obstsalat „Karibik“

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 4 Portionen:

1/2 Honigmelone 
1 Apfel
1 Pfirsich
1 Kokosnuss
(Hammer und Schraubenzieher ;))

Zubereitung:

Den Schraubenzieher auf einen der drei dunklen Punkte an der Kokosnuss aufsetzen und mithilfe eines Hammers den Punkt durchbohren. Werkzeug entfernen. Die Kokosnuss mit der Öffnung nach unten auf ein Gefäß (z.B. ein Glas) stellen und das Kokoswasser darin auffangen.

Aus der Honigmelone das Fruchtfleisch (ohne Kerne) schneiden. Pfirsich waschen und zerkleinern. Apfel schälen und zerkleinern. Alle Fruchtstücke in einer Schüssel mischen und mit der gewünschten Menge Kokoswasser vermengen.

Den Obstsalat auf vier Dessertgläser verteilen und frisch servieren.

Tip:

Das restliche Kokoswasser kann einfach als Getränk genossen werden.

Das in der Kokosnuss verbleibende Fruchtfleisch kann entweder als Kokosraspel verwendet und herausgeschabt werden, z.B. um den Obstsalat zu garnieren, oder man gewinnt daraus Kokosmilch, die vielseitig weiterverwendet werden kann, z.B. für Suppen.

So stellen Sie Kokosmilch selbst her:

Sie benötigen:

100g Kokosraspeln
350ml Wasser (anteilig kann auch Kokoswasser genutzt werden)

Und so geht’s:

Kokosraspeln mit dem Wasser in einem offenen Topf zum Kochen bringen. Achtung! Es kann leicht überkochen! Vom Herd nehmen und 15 Minuten stehen lassen.

Den Raspel-Wasser-Mix in einem Mixer oder mit einem Stabmixer pürieren. Die Kokosmilch durch ein feines Sieb oder ein Geschirrhandtuch gießen. Die Kokosraspeln im Sieb mit einem Löffel gut ausdrücken.

Zu verwenden wie Kokosmilch aus der Dose. Wer die Kokosmilch dicker mag, nimmt einfach etwas weniger Wasser.

(gefunden bei chefkoch.de)



Guten Appetit!

 

 

(c) Histamin-Pirat

Wer auf das Schnitzel nicht verzichten möchte…

Putenschnitzel auf Blattsalat

 

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

 

Schwierigkeit:

normal

 

Zutaten für 3-4 Personen:

 

 
2 Schalotten oder eine große Zwiebel, wenn’s vertragen wird (Histaminliberator)
2-3 Knoblauchzehen
1 Ei(gelb)
vier Putenfilets
ca. 50 g Dinkelmehl
ca. 100 g Haferflocken
1 Kopfsalat
(1 Zitrone)
Öl zum Braten
2 rote Paprika
ca. 50 g Kürbiskerne
Salz, Pfeffer, Thymian oder andere Kräuter nach Geschmack und Verträglichkeit

Zubereitung:

 

Rupfen oder schneiden Sie den Kopfsalat in mundgerechte Stücke und geben Sie diese in ein Sieb und waschen den Salat. Lassen Sie ihn abtropfen. Waschen Sie die Paprika. Entfernen Sie das Kerngehäuse und schneiden Sie die Paprika dann in mundgerechte Stücke. Geben Sie die Paprikastücke zum Salat in eine Schüssel.
Waschen Sie die Putenfilets und tupfen Sie sie dann trocken. Heizen Sie eine große flache Pfanne mit Öl auf. Wälzen Sie die Filets zuerst auf einem Teller in Dinkelmehl, dann auf einem zweiten in Ei(gelb) und schließlich auf einem dritten in Haferflocken. Geben Sie die panierten Filets in die heiße Pfanne. Braten Sie die Putenschnitzel auf starker Hitze erst auf der einen Seite für ca. 3-4 Minuten durch und wenden Sie die Schnitzel dann und braten Sie wieder für ca. 3-4 Minuten durch. Verwenden Sie eventuell einen Pfannenspritzschutz, um sich vor Ölspritzern zu schützen.
Heizen Sie den Ofen auf ca. 100°C/kleine Flamme bei Ober- und Unterhitze vor.
Wenn die Schnitzel durchgebraten sind (auch innen ist das Fleisch durchgehend weiß und nicht mehr rosa), geben Sie sie auf einem Teller in den vorgeheizten Backofen zum Warmhalten.
Schälen Sie die Schalotten/Zwiebel und den Knoblauch. Schneiden Sie die Schalotten/Zwiebel zu Ringen und die Knoblauchzehen in kleine Stücke. Geben Sie beides und die Kürbiskerne in die Pfanne auf mittlerer Hitze und braten Sie sie bis die Zwiebeln glasig sind.
Rühren Sie einen Dressing mit dem Saft einer halben Zitrone und ca. 3EL Öl an. Geben Sie Salz, Pfeffer und Thymian oder andere Kräuter nach Geschmack und Verträglichkeit dazu.
Geben Sie einen Teil der Zwiebel-Knoblauch-Kürbiskern-Mischung zum Salat. Gießen Sie den Dressing über den Salat. Vermengen Sie die Zutaten gut.

Servieren Sie die Schnitzel (Vorsicht: der Teller im Backofen ist heiß!) zum Salat, eventuell mit einer Scheibe Zitrone dazu.

Tip:

 

Die Schnitzel können auch zu Chicken-Nuggets werden, wenn die jungen Esser das lieber mögen. Schneiden Sie dazu die Fleischstücke vor dem Panieren in kleine Stücke. Die Bratenzeit verkürzt sich entsprechend.

Wer sehr empfindlich reagiert oder bereits histamreiche Kost am gleichen Tag zu sich genommen hat, sollte auf die Zitrone (Histaminliberator) verzichten.

 

Guten Appetit!

 

(c) Histamin-Pirat