Matcha: Was ist das eigentlich und geht das überhaupt bei HIT?

Darf ich das mit Matcha machen?

Bei Histaminintoleranz stehen Betroffene immer wieder vor der Frage: Darf ich das eigentlich? So sehr wir uns stets genaue Aussagen wünschen würden, gibt es die nur selten. Die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln kann ganz individuell ausfallen. Nämlich genau so individuell, wie die Histaminintoleranz selbst.

Da sind zum einen diejenigen, die aufgrund einer ärztlichen Fehlmedikamentation, einer andauernden Antibiotikabehandlung oder aus anderen Gründen eine gestörte Darmflora mitsamt HIT entwickelt haben. Zum anderen gibt es diejenigen, die schon immer mit zu viel Histamin zu kämpfen hatten. Sorgt ein Gendefekt für einen HNMT-Mangel oder sind gar die Mastzellen zu aktiv? Zweiteres wäre dann schon keine Histaminintoleranz mehr, sondern eine Mastzellaktivierungserkrankung. Trotzdem haben die Betroffenen genauso mit zu viel Histamin im Körper zu kämpfen und müssen ganz genau schauen, was auf den Teller kommt. Möglichst histaminarm und im Fall von Mastzellaktivierungserkrankungen gilt zudem möglichst ohne andere biogene Amine und andere Auslöser, die als Liberatoren wirken. Uff!

Das klingt nach Verzicht, muss es aber nicht sein. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören, die eigene Toleranzschwelle zu kennen UND: clever zu kombinieren. Denn viele Lebensmittel enthalten

  • DAO-Co-Faktoren
  • antihistamin wirkende Stoffe/Histaminrezeptorblocker
  • mastzellstabilisierende Substanzen

Man muss sie nur finden! Zum Beispiel:

Wir schätzen Schwarzkümmel in Öl- und Samenform besonders als Antihistaminikum (ganz ohne lästige Nebenwirkungen wie Müdigkeit).

Wir mögen Chia-Samen, weil sie unter anderem Zink und andere DAO-Co-Faktoren enthalten, aber mit viel Wasser genossen werden müssen.

Und wir mögen Grüntee, weil er mastzellstabilisierend wirkt. Aber Moment mal, ist Grüntee nicht „böse“?

Grüntee als Mastzellstabilisator

Ich habe mich hier schon einmal mit Tee, Kaffee und Kakao auseinandergesetzt. In diesem Artikel steht bereits, dass Grüntee Schwarztee vorzuziehen ist und zwar weil grüner Tee (und auch weißer Tee) meist wenig bis gar nicht fermentiert ist. Dadurch ist quasi kein Histamin enthalten. Ein Problem bleibt aber: Teein/Kaffein. Das führt dazu, dass Grüntee in der SIGHI-Liste mit „1“ und „B“ für DAO-Blocker markiert wird. Dann ist der ja eigentlich doch nicht so toll, oder?

Grüntee kann jedoch noch mehr als wach machen und die DAO blockieren. Vor allem, wenn er nur kurz zieht (max. 2 Minuten). Grüntee enthält nämlich auch das Antioxidans Epigallocatechingallat, welches mastzellstabilisierend wirkt – also verhindert, dass der Körper selbst Histamin ausschüttet. Darüber hinaus ist die Aminosäure Theanin enthalten, die ebenso mastzellstabilisierend wirkt!

Aufgrund des Kaffeins sollte Grüntee niemals zu stark histaminhaltigen Speisen getrunken werden, kann aber ansonsten sehr wohltuend sein und getrost getrunken werden, vor allem wenn Ihr den Teebeutel bzw. das Teeei nach 2 Minuten aus der Tasse nehmt.

Und wie ist das nun mit Matcha?

Matcha ist gemahlener Grüntee. Was also für Grüntee gilt (von der Ziehzeit mal abgesehen), trifft also auch für Matcha zu. Ihr solltet es nicht übertreiben, aber hin und wieder dürft Ihr auch zu dieser Trendzutat greifen.

Ursprünglich wurde das heute zum Trend-Drink avancierte Grünteegetränk von buddhistischen Mönchen als Meditationsgetränk erfunden und getrunken. Heute gelten Drinks mit der schäumenden Matchazutat als Jungbrunnen und Superfood. „Matcha“ heißt tatsächlich nicht mehr als „gemahlener Tee“ wie wir im Buch „Gesund und schlank mit Matcha-Tee“ erfahren. Traditionell wird Grüntee übrigens nicht fermentiert. Die Blätter derPflanze Camellia sinensis werden gedämpft und getrocknet. Für Oolong werden sie halbfermentiert, für Schwarztee fermentiert.

Guter Matcha-Tee soll mild, süßlich und intensiv umami (jap. „herzhaft“) schmecken. Am Ende soll ein Hauch Nussaroma zurückbleiben. Verantwortlich für den süßlichen Geschmack ist übrigens das für uns interessante Theanin. Schlechter Matcha hingegen ist säuerlich, bitter und hat mehr von Brokkoli, Kohl und Algen als das vollmundig süße Aroma des japanischen Traditionsgetränks.

Neben den bereits genannten Inhaltsstoffen kann Matcha mit Ballaststoffen, Eisen, Folsäure und anderen B-Vitaminen sowie mit Vitamin C und anderen antioxidativ wirkenden Vitaminen punkten.

Theanin ist für das Gefühl von „ruhiger Wachsamkeit“ des Tees verantwortlich, das Matcha womöglich zum Meditationsgetränk hat werden lassen.

Vielleicht möchtet Ihr demnächst mal etwas mit Matcha ausprobieren. Passend zur Weihnachtszeit könnt Ihr mit diesem grünen Matcha-Joghurt-Smoothie und diesem Kuchen ein bisschen „grinchig“ werden. Manchmal hat man das Weihnachtsgetue schließlich auch mal über und möchte einfach nur den Grinch rauslassen. Und hier kommt er:

Matcha-Joghurt-Smoothie (ohne Kuhmilcheiweiß)

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ein Glas:

  • 125 ml Schafmilchjoghurt
  • 1/2 Tasse Eiswürfel oder 1/2 Tasse kalte Pflanzendrink (z.B. Mandel-, Hanf- oder Kokosmilch)
  • 2 EL Honig
  • 1 TL Matcha

Zubereitung:

Alle Zutaten im Standmixer oder mit dem Pürierstab glatt verrühren. Fertig.

Matcha-Sandkuchen (laktosefrei, ohne Kuhmilcheiweiß, vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten + ca. 45 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für eine Mini-Kastenform:

  • 65 ml Kokosöl
  • 210 g Zucker
  • 2 Eier (wer empfindlich ist, nimmt nur das Eigelb)
  • 125 ml Pflanzendrink
  • 120 g Dinkelmehl
  • 1 EL Matcha
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • Pr. Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 160° C vorheizen. Mini-Kastenform fetten.

Mit dem Handrührgerät Zucker und Öl verrühren. Eier und Pflanzendrink dazugeben und verrühren.

In einer separaten Schüssel alle trockenen Zutaten vermengen.

Den Feuchte-Zutaten-Mix hinzugeben und glatt rühren. In die Kastenform füllen und für ca. 45 Minuten bei Umluft/Heißluft backen.

Auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Weitere Rezepte und Infos rund um Matcha gibt es in diesem Buch:

Zusammenfassung:

  • „Gesund und schlank mit Matcha-Tee“ von Petra Hirscher
  • 95 Seiten, Taschenbuch
  • Informationen rund um Matcha
  • mit zahlreichen Rezepten von herzhaft bis süß, zum Trinken, Essen und Naschen
  • 7,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

Die Essenz des Rohköstlichen (Buchrezension)…

Rohköstliches – perfekt an heißen Tagen

Uff, die letzten Wochen war es heiß. Insbesondere in einer Dachgeschosswohnung können sich die Räume ganz schön aufheizen – zum Leidwesen aller Bewohner. Selbst die Stubentiger lagen wie die Löwen in der Savannenhitze nur lustlos rum und hofften auf Abkühlung. Um so verrückter ging es dann nachts zu…

Für uns Menschen bedeutet das warme Wetter vor allem: viel trinken und keine Lust auf Kochen. Daher ist der Sommer stets die Zeit, wo ich besonders gerne einen Blick in meine Rohkost-Kochbücher werfe. Um zusätzliche Hitze zu vermeiden, weiß ich, dass bei diesen Rezepten der Herd aus bleibt. Überzeugter Rohköstler bin ich aber nicht. Da sich durch das Rohkostessen doch ein paar Probleme ergeben, vor allem wenn man histaminarm essen möchte und auf eine ausgewogene Ernährung angewiesen ist. Wer sich durchgehend mit Rohkost ernähren will, kommt ums Fermentieren nicht herum. Und das ist bekanntermaßen so eine Sache mit Histamin. Schließlich trägt jeder Reife-, Gar- und Fermentierungsprozess zum Histamingehalt bei. Mein größtes Problem mit dem Rohkostessen ist der Verzicht auf Fisch. Denn der kommt, wie Ihr wisst, nach wie vor bei uns auf den Teller. Warum? Fisch enthält nicht nur wertvolle Omega-3-Fettsäuren (die sind auch in manchen pflanzlichen Ölen zu finden), sondern auch fettlösliche Vitamine. Jedenfalls haben wir gute Erfahrungen mit frischem Fisch gemacht, wenn die Sorten passen. Obwohl ich immer wieder Gegenteiliges lese. Aber gerade Wildräucherlachs und wildes Lachsfilet gibt es hier relativ häufig. Im Sommer vor allem Wildräucherlachs, weil ich da nichts machen muss 😉 Doch zurück zur Rohkost.

Bei aller Skepsis gleich vorweg: Rohkost ist mehr als nur Salat. Mittlerweile hat sich viel getan in Sachen Rohkost. Die Küche ist so kreativ und abwechslungsreich geworden, dass es sogar eigene Rohkostrestaurants gibt, so wie das kanadische Restaurant crudessence. Die Eigentümer haben jetzt auch ein rohköstliches Kochbuch mit dem Titel „Rohessenz“ herausgebracht.

Im Buch werden die Grundlagen der rohköstlichen Küche vorgestellt. Die ist nämlich bio, regional, vegan oder vegetarisch und im besten Fall gluten- und allergenfrei, sowie bunt und ausgewogen. Neben Obst und Gemüse kommen daher Samen, Nüsse, Dörrfrüchte, wertvolle Öle und Muse, sowie Chia & anderes Pseudogetreide auf den Speiseplan. Gesüßt wird in der Küche von crudessence mit Agavendicksaft (Achtung: Fruktosebombe) und Ahornsirup. Natürliche Lebensmittelzusätze inkludieren Matcha, Spirulina, Chlorella, Agar-Agar (Bindemittel), Gojibeeren, Keimlinge und mehr.

Wer seine Küche nach crudessence-Art aufstocken möchte, muss – und das ist das Erste, was mir aufgefallen ist – ganz schön tief in die Geldbörse greifen. Denn die ganzen Spezialzutaten und Superfoods sind relativ teuer. Hinzu kommt, dass das Versprechen „regional“ dadurch nicht wirklich gehalten werden kann. Denn Chia, Spirulina, Chlorella, Quinoa & Co sind alle nicht wirklich kerneuropäische oder – im Falle der Buchautoren: kanadische Spezialitäten, sondern müssen in der Regel eingeflogen werden.

Für Rohkosteinsteiger, die einfach mal probieren wollen, wie rohköstlich das Ganze schmeckt, ist „Rohessenz“ daher nicht zu empfehlen. Vor allem weil die Küchenausstattung über die Basics Stabmixer, Kartoffelschäler und Chefmesser definitiv hinausgeht. Gebraucht werden für die meisten Rezepte außerdem

  • Küchenmaschine
  • Dörrautomat
  • Entsafter
  • Spiralschneider

Dann kann’s aber wirklich losgehen. Das Kochbuch der zwei Jungs ist logisch aufgebaut und teilt sich in mehrere Kategorien auf

  • Getränke
  • Suppen
  • Salate
  • Aufstriche
  • Fermentiertes
  • Gedörrtes
  • Appetithappen
  • Hauptgerichte
  • Desserts

Tatsächlich überzeugen mich in dem Kochbuch vor allem die Salate. Die sind nämlich kreativ. Mal mit Falafel oder „Vleischbällchen“, mal mit Obst oder bunten Nüssen.

Doch ein histaminarmes Rezept konnte ich leider nicht entdecken. Irgendein Übeltäter war immer mit drinnen, vor allem weil die Jungs von crudessence gerne exotisch würzen (Curcuma, Curry, Kreuzkümmel, Ingwer & Co). Damit ich Euch dennoch etwas sehr Gesundes und gleichzeitig Schmackhaftes anbieten kann, habe ich mich durch die Beilagen geackert. Aufstriche, Aufstriche, Aufstriche! Die sind gut. Aber ausgesucht habe ich etwas ganz Simples:

Vanille-Hanf-Milch

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 1 Liter:

  • 1 Tasse geschälte Hanfsamen (120 g)
  • 4 Tassen Wasser (1 l)
  • 1 TL alkoholfreies Vanillearoma (5 ml) ODER der Inhalt einer Vanilleschote
  • 2 EL Ahornsirup (30 ml)
  • 1/8 TL Salz

Zubereitung:

Sämtliche Zutaten in den Standmixer (oder ein höhes Gefäß) geben und zu einer cremigen Milch verarbeiten (mit dem Stabmixer). Die Hanfsamen lösen sich dabei fast vollständig auf, daher braucht die Milch nicht gefiltert zu werden.

In einem luftdicht verschlossenen Behälter im Kühlschrank ca. 3 Tage haltbar.

PS: Ich werde mir demnächst ein paar Salate für Euch einfallen lassen und auf den Blog laden. Bis dahin: Trinken, trinken, trinken – zum Beispiel die leckere Vanille-Hanf-Milch, die auch gut zu Müsli & Co passt.

Zusammenfassung

  • 124 Seiten, Hardcover
  • 180 Rohkostrezepte für jeden Geschmack
  • vegan, vegetarisch, glutenfrei, sojafrei, histaminarm fast nur nach Rezeptanpassungen, nicht geeignet bei Fruktoseintoleranz
  • leider viele exotische/teure Zutaten
  • 19,95 Euro, erschienen im Neun-Zehn-Verlag

Ich bedanke mich beim Neun-Zehn-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Eisgekühlt genießen…

Eistee – Leckere Erfrischung an heißen Tagen

Der Sommer ist, zumindest was die Temperaturen anbelangt, mittlerweile über uns hereingebrochen. Es gab auch schon die ersten Hitzegewitter, die zum Glück wieder etwas Abkühlung brachten.

Die Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten, die mittlerweile immer knapper wird, ist hier oft problematisch, v.a. wenn es von kühl auf warm wechselt. Und auch dieses Jahr kam der Sommer mit einem Schlag. Ich sehe das immer an meinem „Krebspatienten“ Shaolin, unserer Katze, die hier mit Nierentumor in Pflege ist und mittlerweile allen Tierärzten Falten auf die Stirn wirft – und manchen die Zunge rausstreckt, denn sie ist immer noch da 😉 Sie war November 2013 quasi für nicht mehr zu retten erklärt worden. Es würde den Tierarzt überraschen, wenn sie noch lange macht, man solle ihr noch eine schöne letzte Zeit machen.

Sie kam aus dem Tierheim und im Tierheim sterben ist ja doof. Genauso wie im Krankenhaus sterben einfach doof ist.

Ein anderer Tierarzt drückte es drastischer aus, das war der, der die bildgebene Diagnose gemacht hat und auch herausfand, dass das Problem weder Leukose noch Fip, noch irgendwas, sondern ein Tumor war. Wenn sie es bis zum Ende der Woche noch schaffe, das würde ihn sehr überraschen.

Wenn Shaolin bis November noch dem Krebs die Stirn bietet, sind es 2 Jahre!

Aber im Mai sah es richtig düster aus, denn, um zurück aufs Thema zu kommen, es wurde Sommer. Peng! Heiß! Peng! Hochdruckwetter! Sie aß weniger und dehydrierte, ohne dass wir es gleich merkten, rapide. Nachdem der Tierarzt fast 5 Monate nicht hier war, musste er mal wieder kommen. Und diesmal sah dieser Tierarzt die Sache düster. Shaolin, die sonst sehr gesprächig ist – keine andere Katze mauzt so viel und mit der Inbrunst wie sie es tut – aber Mitte Mai war sie ganz still. Sie bekam über mehrere Tage Flüssigkeiteit subkutan gespritzt und wer hätte es gedacht, sie erholte sich wieder. Der Tierarzt meinte im Scherz, es sei fast so, als müsse man sie einfach regelmäßig wieder aufladen.

Denn alle 3-5 Monate braucht sie eine Infusion, ansonsten kamen wir aber ohne Medikamente aus (nur Hanfsamen- und Lachsöl jeden Tag).

Gleichzeitig ging es auf menschlicher Seite mit Migräne los. Hochdruckwetter ist hier also doppelt böse. Der „Histaminer“ und auch Shaolin sind, was das angeht, beide sehr wetterfühlig. Ich bin dann immer froh, wenn der Sommer endlich angekommen ist und sich alles wieder normalisiert. Zwischendrin gibt es Phasen, wenn zum Beispiel ein Gewitter aufzieht, das sich dann aber doch nicht entlädt – aber das ist ja meist nicht so häufig.

Das momentan anhaltende Tropenwetter, wo die Temperaturen selbst nachts nicht unter die 20-Grad-Marke fallen, macht aber dennoch zu schaffen. Man schwitzt ja die ganze Zeit und verliert Flüssigkeit. Auch Shaolin verträgt diese ganz heißen Temperaturen gerade sehr schlecht. Sie muss täglich infudiert werden und ob sie es bis November schafft, steht gerade sehr in der Schwebe…

Wie ist es bei Euch? Seid Ihr auch temperaturempfindlich bzw. wetterfühlig, wenn das Wetter umschwingt?

An heißen Tagen braucht man dennoch gute Abkühlung und wer nicht die ganze Zeit nur stilles oder Leitungswasser trinken mag, kann es ja mal mit Tee probieren. Tee? – fragt Ihr vielleicht – ist der nicht histaminreich?

Naja, es gibt Kräutertee, Früchtetee, schwarzen Tee, grünen Tee, weißen Tee und Rotbuschtee – das sind zumindest die, die mir jetzt einfallen und nicht alle sind gute Ideen bei Histaminintoleranz. Ich habe das Thema schon mal hier angerissen.

Man muss ein bissl seine Limits und sich selber kennen. Denn so klare Jas und Neins gibt es da nicht. Allen voran ist aromatisierter Früchtetee nichts, muss ich sagen, aber natürlicher Früchtetee geht mitunter. Die Frage ist dann: Welche Früchte sind drin und vertrage ich die? Hier funktionieren Erdbeeren, Himbeeren, Hagebutte und Hibiskus nicht und so fällt das meiste weg. Aber vielleicht sieht es bei Euch anders aus. Kräutertee ist hier die bessere Wahl, v.a. reine Sorten. Salbeitee ist hier sehr beliebt, aber auch andere Sorten gehen. Schwarzer Tee ist so eine Sache, nicht nur, dass der Koffein enthält, sondern auch noch, dass er fermentiert ist – beides „Don’ts“ bei Histaminintoleranz. Aber wenn er nur kurz zieht, also max. 2 Minuten, geht es mitunter, so meine Erfahrung. Rotbuschtee enthält kein Koffein, ist aber fermentiert und gilt daher meist als bessere Wahl, aber auch hier: nicht zu lange ziehen lassen. Während man den Teebeutel oder das Teeei im Kräutertee einfach drin lassen kann, sollte man ihn bzw. es bei Rotbusch- oder Schwarztee bald entfernen. Sowohl schwarzer als auch weißer und grüner Tee werden von der gleichen Pflanze gewonnen, aber anders verarbeitet. Von diesem „klassischen“ Tee ist weißer Tee die beste Wahl, dicht gefolgt von grünem Tee. Warum sehe ich das so? Beide enthalten zwar Koffein, sind aber nicht fermentiert. Und Fermentation (enthält direkt Histamin) ist schlimmer als Koffein (Liberator) – so verhält es sich hier zumindest. Außerdem: Koffein muss ja auch erst gelöst werden – daher stets mein Hinweis bei „klassischem Tee“ nicht zu lange ziehen lassen.

Das hilft.

So und daher also heute nach langer Rede mein Sommer-Eistee-Rezept:

Eistee aus grünem oder weißem Tee

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 große Kanne (ca. 1,5-2l):

  • 1 oder 2 Teebeutel/2 kleine oder 1 großes Teeei mit weißem oder grünem Tee (am besten bio)
  • 1 geh. TL Honig (oder mehr wer mag) (Rohrohrzucker oder Ahornsirup geht auch, wenn’s vegan sein soll)
  • 1,5-2l heißes Wasser (soll bei grünem und weißem Tee nicht sprudelnd kochen, ca. 70-80 Grad)

Zubereitung:

Wasser aufsetzen. Teebeutel oder -ei in eine Kanne hängen und mit heißem Wasser aufgießen. Kurzzeitwecker stellen: nach spätestens 5 Minuten den Teebeutel oder das Teeei entfernen. Nach Belieben Süße einrühren. Ich nehme gerne etwas Honig.

Abkühlen lassen auf Zimmertemperatur und ab in den Kühlschrank damit. Wer mag, kann Eiswürfel reingeben. Ich komme aber ohne aus.

Meistens koche ich am Abend eine Kanne, die dann über Nacht in den Kühlschrank kommt und so hat man am nächsten Tag leckeren Eistee.

PS: Das Ganze ist a) gesünder als gekaufter Eistee (ohne Zusatzstoffe, weniger Zucker bzw. gar kein Zucker, sondern Honig) und b) man hat volle Kontrolle über die Ziehzeit und eben was reinkommt (Grüntee oder weißer Tee statt Schwarztee, welche Art von Süße, usw.). Also macht Euren Eistee das nächste Mal doch einfach selbst.

PPS: Wer aber faul ist, dem kann ich den Grüntee-Eistee von der Spar-Bio-Eigenmarke „Natur Pur“ empfehlen. Da werden Biozutaten verwendet und es ist kein Invertzucker (Fruktose-Glukose-Sirup) oder Süßstoff drin, aber normaler Zucker. Von allen Eistees, die es zu kaufen gibt, ist das hier der einzige, verträgliche.

Gute Abkühlung!

(c) Histamin-Pirat

Zum Schleckern gut…

Habt Ihr Ideen für den Recycle & Do-it-yourself-Tag in diesem Monat?

Eure Beiträge könnt Ihr gerne unten im Kommentarfeld verlinken. Demnächst gibt es dann einen eigenen Beitrag mit der Zusammenfassung.

Von mir gibt es heute etwas Leckeres, das Herz und Magen wärmt und Mensch wie Tier freut 😉

 

Schnelle (warme) Kokosmilch aus Kokosflocken

 

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 2 Tassen:

 

gewünschte Menge (je nach dem wie „kokosnussig“ Ihr es mögt) Kokosflocken

2 Tassen Wasser

(Kokosblütenzucker oder Ahornsirup bei Bedarf)

 

Zubereitung:

In einem Topf Wasser mit Kokosflocken erwärmen, aber nicht kochen. Ein paar Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen und immer mal umrühren. Pürieren. Dann durch ein feinmaschiges Sieb (ich habe ein Teesieb genommen) drücken.

Die übrig gebliebenen Flocken kann man zum Beispiel für Muffins oder Kuchen verwenden.

Wer mag kann seine Milch noch mit Vanille oder Kokosblütenzucker oder dergleichen verfeinern.

Ich habe sie pur, dafür mit recht viel Kokosflocken im Ausgangsstadium, genossen.

Mein größter Fan, wenn es um Kokos(flocken) geht, ist hier Shaolin. So pur zubereitet und ohne Schnickschnack oder Zucker schleckert sie die Milch sehr gerne weg. Ich stelle sie ihr noch handwarm, aber nicht heiß (!) hin.

Für Menschen ist die Milch aber auch ein richtiger Magenschmeichler. Mache ich bestimmt wieder.

Die Idee habe ich übrigens von diesem How-To-Video bekommen.

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Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Wie im Film…

Bei Becky’s Diner dreht sich gerade alles um Kochen im Film. Mit ihrem filmischen Blogevent sucht sie nicht nur Lieblingsfilme, sondern auch Leibspeisen, die darin vorkommen.

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Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mich für einen Film zu entscheiden. Letztendlich habe ich mich für einen meiner All-time-favourites entschieden, auch wenn ein Großteil der Gerichte in diesem Film wohl nicht als histamintauglich durchgehen würde.

Denn in „Chocolat“ dreht sich alles – wie kann es anders sein? – um Schokolade.

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An und für sich enthält Schokolade selbst ja kaum Histamin, aber eben andere biogene Amine wie z.B. Theobromin (was übrigens für Katzen in schon kleinen Mengen tödlich giftig ist) und gilt daher als Histaminliberator. Emulgatoren wie SOJAlecithin tragen auch nicht unbedingt zur Verträglichkeit bei 😉 Daher stelle ich Euch gleich meine Lieblingsschokolade vor, die ohne Sojalecithin auskommt und die ich verwende, wenn ich Schoki nicht gerade selber mache. Mir geht’s dabei nicht um Werbung (ich krieg auch nichts dafür, dass ich das schreibe), sondern um gute Alternativen. Ich habe nämlich lange gebraucht eine Schokolade ohne Sojalecithin zu finden.

Grundsätzlich gilt die Faustregel, je heller desto besser, wenn es um Histamin und Schokolade geht. Selbstgemacht, ohne Soja, ist auch eine gute Idee für alle, die auf Schoki nicht verzichten wollen.

Daher gibt es passend zum Event das eher nicht histamintaugliche Originalrezept und eine Variante für Euch, die histamintechnisch OK ist.

Heiße dunkle Schokolade mit Chili-Pfeffer (nach Chocolat) und heiße weiße Schokolade


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So sieht’s im Original aus

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Und so wird’s im Original genossen

 

Zubereitungszeit:

ca. 5-10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2 Tassen (eine hell und eine dunkel):

2 1/2 Stück weiße Vanille-Schokolade (Vivani) und 5 Stück Vollmilchschokolade (Vivani, Tafel ist anders aufgeteilt als die weiße)

etwas (ca. 1 EL) Schlagsahne/Schlagobers (selbst aufgeschlagen) – optional

ca. 300-400 ml Milch

eine Prise Chili-Pfeffer für die dunkle Variante

(eine Prise Zimt), optional

 

Zubereitung:

Die Milch in einem Topf auf kleiner Flamme erwärmen, aber nicht kochen! Die Schokolade hineingeben und langsam schmelzen lassen. Stetig umrühren, am besten mit einem kleinen Schneebesen.

Währenddessen die Sahne/das Obers steif schlagen und mit etwas selbst gemachtem Vanillezucker verfeinern.

Wenn sich die ganze Schokolade aufgelöst hat, vom Herd nehmen. In Tassen füllen.

Eine Prise Chili-Pfeffer hineinstreuen und vorsichtig umrühren. Einen gehäuften Esslöffel Sahne/Obers auf jede Tasse Schokolade setzen oder mit dem Spritzbeutel sprühen, damit’s noch hübscher ausschaut.

Wenn Ihr Euch nun auch nach einer Filmszene sehnt, wo die Schokolade vorkommt: tadaa. Armande trinkt hier zum ersten Mal Viannes Schokolade und ist – auf ihre Weise – begeistert.

 

Wer eine histaminfreundliche „Heiße Weiße (Schoki)“ genießen möchte, kann auch weiße Schoki verwenden und statt mit Chili mit Vanille würzen. So wie bei uns, da gab es auch beide Varianten.

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Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Joghurt zum Trinken…

*** nicht histaminarm ***

Ich habe lange überlegt, ob ich solche Rezepte mit auf den Blog nehme, die eigentlich nicht histaminarm, aber dennoch lecker und gesund sind. Nun habe ich mich dazu durchgerungen es unter der Kategorie „für andere kochen“ zu tun. Meist werdet Ihr in dieser Kategorie Rezepte finden, die schnell und einfach gehen. Es werden Köstlichkeiten sein, die Ihr super Freunden, Bekannten und Familie servieren könnt. Dabei werde ich auch auf andere Intoleranzen Rücksicht nehmen.

Je nach Schweregrad Eurer Histaminintoleranz werden einige Sachen dennoch möglich sein auch für Euch selbst nachzukochen. Vor kurzem schrieb mir eine Leserin, dass sie z.B. kein Problem mit Hülsenfrüchten hat (Neid 😉 ).

Damit die Orientierung für Euch übersichtlich und einfach bleibt, heben sich diese Beiträge auch optisch von den anderen ab. Oben werdet Ihr immer den Hinweis

*** nicht histaminarm ***

finden.

Die Überschriften werden immer blau sein statt sonst lila.

Den Anfang macht ein sommerlich erfrischendes Getränk, passend zum aktuellen Küchenplausch-Event:

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Mango-Lassi

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Schwierigkeit:

normal

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Zutaten für ca. 4 Gläser:

1 Mango
ein Becher Naturjoghurt (200g)
ca. 200 ml Milch
Pr. Vanillezucker
Pr. Zimt, wer mag

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Zubereitung:

Die Mango mit dem Sparschäler schälen. Das Fruchtfleisch rund um den Kern wegschneiden und in eine Schüssel geben. Milch und Joghurt hinzufügen und nach Belieben süßen und würzen. Alles fein pürieren. Wem der Lassi zu dick ist, gibt einfach mehr Milch dazu. An besonders heißen Tagen könnt Ihr auch etwas gecrushtes Eis mit in den Mix tun.

 

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

 

Kraftsaft…

Brokkoli-Apfel-Karotten-Saft

 

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 2 Gläser:

2 Hände voll Brokkoli
1 Apfel
3 Karotten
ca. 1/2 Tasse Wasser (100ml)

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Zubereitung:

Gemüse und Obst reinigen oder schälen. Alles in den Entsafter geben. Danach mit ca. 1/2 Tasse Wasser verdünnen und noch mal umrühren. Fertig.

Gute Erfrischung!

(c) Histamin-Pirat

Frisch und grün…

Gesunde Erfrischung für den Sommer: Green juice.

Mein Projekt Green Juicing geht weiter. Hier ist mal wieder ein ganz flinkes, einfaches Saftrezept.

Perfekter Start in den Tag, aber auch eine gute Erfrischung zwischendurch, passend zu Simones Blogevent Zisch! Erfrisch mich.

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)

 

Apfel-Karotten-Gurken-Saft

 

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 2 Gläser:

Ein Stück Gurke, ca. 10 cm lang
1 Apfel
2 gr. Karotte
ca. 1/2 Tasse Wasser (100ml)

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Zubereitung:

Gemüse und Obst reinigen oder schälen. Alles in den Entsafter geben. Danach mit ca. 1/2 Tasse Wasser verdünnen und noch mal umrühren. Fertig.

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Gute Erfrischung!

(c) Histamin-Pirat

Das kann man entsaften…

Jetzt habe ich auch endlich angefangen „grün“ zu entsaften. Karotten, Äpfel & Co werden ja regelmäßig in das „Saftkarussell“ geworfen. An anderes Gemüse hab ich mich vorher nicht getraut, aber nun geht’s los. Green juicing.

Apfel-Fenchel-Karotten-Zucchini-Saft

 

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten

 

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für 2 Gläser:

1/2 Zucchini
1 Apfel
2 Karotten
handvoll von einer Fenchelknolle
ca. 1/2 Tasse Wasser (100ml)

 

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Zubereitung:

Gemüse und Obst reinigen oder schälen. Alles in den Entsafter geben. Danach mit ca. 1/2 Tasse Wasser verdünnen und noch mal umrühren. Fertig.

 

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Gute Erfrischung!

(c) Histamin-Pirat

Ich liebe diese Farbe…

Statt Eiskrem gab es heute zur Abkühlung mal Milchshake. Das Thermometer zeigt mir immer noch erbarmungslos über 30°C an. Da heißt es viel trinken, aber es muss ja nicht immer nur Wasser sein. Dieser Milchshake ist Farbtherapie und Erfrischung in einem, denn er ist PURPLE.

Blaubeer-Milchshake

 

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

 

Schwierigkeit:

einfach

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Zutaten für ca. 1 l:

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200g gefrorene Blaubeeren
800 – 1000 ml Milch, wahlweise auch Reis- oder Hafermilch, für die laktosefreie Variante
1/2 noch etwas grüne Banane (wer sehr sensibel reagiert, lässt die Banane einfach weg)
4 EL Ahornsirup (wer es noch süßer mag, kann auch mehr nehmen)
Prise Kardamom

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Zubereitung:

Alle Zutaten in den Mixer geben und gut durchmixen oder in ein Gefäß geben und dann fein pürieren.

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Tip: 

Nach Geschmack und Verträglichkeit können auch andere Früchte verwendet werden. Ich stelle mir z.B. Brombeeren, Stachelbeeren oder Ribiseln/Johannisbeeren auch lecker vor.

Wer Gäste erwartet, kann in den Blaubeershake auch noch 5-6 Erdbeeren geben. Dann ist es aber nicht mehr so „histamintauglich“. Für meinen histamingeplagten Freund gab’s Blaubeer-Banane. Ich hab die Mit-Erdbeeren-Variante genossen. Dazu hab ich mir einfach einen Teil abgezwackt und den noch mal mit Erdbeeren verfeinert.

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Gute Abkühlung!

(c) Histamin-Pirat