Inspiralisiert – One-Pot-Gemüse-Pasta (Buchrezension)

One-Pot-Pasta (vegan, glutenfrei)

Kennt Ihr schon den neuen Food-Trend Zoodles oder Coodles? Hinter dem ulkigen Namen verbergen sich Gemüsenudeln aus jeweils Zucchini (Zoodles) oder Karotten (Coodles). Die Teile sind nicht nur schnell gemacht, sondern auch noch glutenfrei und richtig leeecker. Die Gemüsenudeln kann man wie herkömmliche Nudeln mit Sauce zubereiten. Meine erste Rezeptidee sieht so aus:

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Person:

  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 1 große Karotte

nicht histaminarm:

  • 1/2 Hand voll Cashewkerne
  •  4 mittelgroße Tomaten
  • 1 Knoblauchzehe
  • Oregano
  • frisches Basilikum
  • Salz und Pfeffer
  • Öl

Alternativ kann man Paprika nehmen, damit es histaminarm wird. Eine histaminarme Tomatensauce OHNE Tomaten gibt es auch hier. Wer es verträgt, kann die Cashewkerne natürlich ergänzen.

Zubereitung:

Das Gemüse gründlich waschen. Dann Karotten, Paprika/Tomaten schälen. Tipp für alle, die Tomaten verwenden (wenn’s nicht histaminarm sein muss): die Tomaten in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Dann löst sich die Haut quasi von selbst.

Knoblauch schälen und hacken. Cashewkerne hacken. Karotte und Zucchini in den Spiralschneider geben, wenn Ihr sowas habt. Ansonsten macht es wie ich: Bandnudeln mit dem Sparschäler herstellen! Geht auch.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen: geschälte Paprika/Tomaten in Stücken mit den Cashewkernen und Knoblauch hineingeben und erhitzen. Nach ein paar Minuten die „Nudeln“ für 2 bis 4 Minuten mitgaren, so dass sie noch Biss haben, aber doch etwas weich sind. Da können die Geschmäcker auch etwas variieren.

Mit Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken und gleich servieren.

Wer übrigens noch Ideen braucht, was man alles Glutenfreies (und nicht immer Veganes) mit dem Spiralschneider und Sparschäler so veranstalten kann, schaut am besten mal hier hinein:

Mein Rezept stammt zwar nicht aus dem Buch, aber auch hier dreht sich alles um das geschnippelte Gemüse in all seinen Variationen.

Zunächst war ich zwar nicht sonderlich angetan, als ich in der Einleitung las:

Meine süße Großmutter – die zur Messe stolz ihr bestes Sonntagsgewand anzog und mir den Mund mit Seife auswusch, wenn ich „pissen“ statt „Pipi machen“ sagte – ließ immer irgendetwas im Ofen anbrennen.

Schließlich handelt es sich doch um ein Kochbuch. Persönliche Anekdoten hin oder her, weder vom Pissen noch vom Pipi Machen will ich in einem Kochbuch lesen. Nicht so appetitlich. Doch wenn man darüber hinwegsehen oder schmunzeln kann, wird’s danach besser und richtig informativ. Kurzerhand erfuhr ich auf S. 24, dass Spiralgemüse mehr kann als Zoodles & Co, z.B. „Reis“. Offenbar als missglücktes Experiment entdeckte die Autorin, dass gekochtes Spiralgemüse zerfellt und nachher wie Reis ausschaut. Sie probierte das mit Butternusskürbis, soll aber auch mit anderem spiralisiertem Gemüse gehen. Das landet also mal auf meiner To-Do-Liste. Reis in 5 Minuten ohne Kochbeutelmist oder Fertigzeugs? Ja, das geht dann.

Und auch in Sachen Zoodles gibt es einen Tipp. Zucchini bestehen schließlich zu 95 Prozent aus Wasser. Damit man nachher bei einem Saucengericht mit Zoodles (wie oben) nicht „Suppe“ auf dem Teller hat, empfiehlt es sich die Sauce gut einzukochen bzw. anzudicken. Es kann auch helfen, die Zucchini vorher gut trocken zu tupfen. Und das Verhältnis muss stimmen: 70 Prozent „Nudeln“ zu 30 Prozent Sauce.

Das Buch bietet neben zahlreichen Tipps natürlich haufenweise gute Kochideen für spiralisiertes Gemüse. Das Meiste ist glutenfrei, manches ist vegan, vieles vegetarisch und einiges ist auch paläotauglich. Insofern ist quasi für jeden etwas dabei. Histaminarme Rezepte sind nicht direkt ausgewiesen, wie in den meisten Kochbüchern. Aber folgende Rezepte bieten sich mit eventuell kleinen Abänderungen durchaus an:

S. 40 Blaubeer-Süßkartoffel-Waffeln

S. 65 Zitronen-Knoblauch-Brokkoli mit Bacon (vielleicht ohne Bacon)

S. 76 Nudelsuppe mit Hünchen und Möhren

S. 85 Caprese-Zucchini-Salat (statt mit Tomaten mit Paprika)

S. 92 Apfel mit Spargelstreifen, Gorgonzola und Pekannüssen (vielleicht einer anderen Käse verwenden, z.B. Mozzarella und vielleicht Cashewkerne oder Macadamianüsse statt Pekannüssen)

S. 117 Süßkartoffel-Mini-Pizzas mit Rucola, Oliven und Zwiebeln (den Belag kann man natürlich anpassen)

und vieles mehr.

Grundsätzlich bietet das Buch Ideen fürs Frühstück, für Hauptspeisen wie Nudelgerichte oder Gerichte aus dem Ofen, Sandwiches und Desserts.

Für alle, die neue Ideen für ihren Spiralschneider brauchen oder ihren Sparschäler für höhere Aufgaben bestimmt sehen 😉 empfehle ich dieses Buch. Man muss ja nicht alles direkt so nachkochen, aber man kann sich garantiert inspiralisieren lassen.

Zusammenfassung

  • 224 Seiten, Paperback
  • Kochbuch mit praktischen Anleitungen rund um das spiralisierte Gemüse
  • viele glutenfreie Rezepte
  • teils vegetarisch, vegan, aber auch mit Fleisch
  • 19,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Endlich wieder Kekse…

Vegane Kürbiskern-Schoko-Kekse (nicht wirklich histaminarm)

Adventszeit! Das ist Keks-Zeit, bei uns zumindest. Daher sind Kekse definitiv meine kulinarischen Winterhighlights. Das folgende Rezept passt daher perfekt zu Jessis Blogevent.

Auf meinem Blog gibt es schon einige Keks- und Plätzchenrezepte. Der Großteil ist histaminarm, einige sind glutenfrei und manche sind vegan. Die Kekse heute sind vegan und damit auch laktosefrei. Da Schokotropfen enthalten sind, ist das Rezept aber nicht wirklich histamintauglich. Wer sehr empfindlich auf Schokolade reagiert, lässt sie entweder ganz weg, tauscht sie durch Kürbiskernbruch aus und verwendet etwas mehr Zucker oder nutzt weiße Schokotropfen. So, nun aber ab in die Weihnachtsbackstube!

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 15 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Blech:

  • 175 g Dinkelmehl
  • 40 g Kürbiskernmehl
  • Msp. Kardamom
  • Pr. Salz
  • ca. 50 g backfeste Schokotropfen
  • 90 g Kokosöl
  • 1 gestr. EL Backpulver
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1 EL Chia-Samen-Mehl + 3 EL Wasser = Chia-Samen-Gel als Ei-Ersatz
  • (evtl. 1 EL pflanzliche Milch oder Wasser)

Zubereitung:

Zunächst wird der Ei-Ersatz aus Chia-Samen-Mehl angesetzt. Den Mix ca. 5 bis 10 Minuten quellen lassen. Nun alle anderen Zutaten mit dem Ei-Ersatz vermengen und gut durchkneten. Wenn der Teig sehr bröselt, etwas Wasser oder Pflanzen-Drink hinzugeben.

Mit den Händen kleine Kügelchen formen und flach drücken. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Bei 185 °C Heißluft ca. 15 Minuten backen.

Vor dem Genießen auskühlen lassen.

Was aus den Bildern nicht so deutlich hervorgeht, aufgrund der künstlichen Beleuchtung: die Kekse nehmen durch das Kürbiskernmehl einen leichten Grünschimmer an und passen damit perfekt zum Adventskranz oder Weihnachtsbaum. Dieses Rezept ist perfekt für alle, die Kekse lieben und mal etwas anderes ausprobieren wollen und nicht immer Plätzchen ausstechen wollen 😉

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Warmer Hirsesalat mit Spargel…

Wie ist das eigentlich mit einem „Histaminer“ und einer „Nicht-Histaminerin“ im Alltag so? Kocht Ihr da extra oder esst Ihr das Gleiche? – fragt Ihr Euch vielleicht. In der Regel versuche ich, dass es reicht einmal zu kochen. Aber gerade ich, der nicht von Histaminintoleranz betroffen ist, habe manchmal Lust auf „the enemy“ – das sind Tomaten. Ja, liebevoll werden die hier the enemy – der Feind – genannt 😉 Und ich würze meist viel deftiger als der Mann an meiner Seite. Ja, ich mag indische Gewürzmischungen, Curries und all sowas. Das stößt nicht immer auf Gegenliebe – solches Essen.

Daher muss auch mal der Kompromiss sein. Essen soll man meistens ohnehin erst zum Schluss würzen und so löst man diesen Konflikt dann. Wenn wir nicht das Gleiche essen, portiniere ich auf Teller und dann kann jeder nachwürzen, wie es einem beliebt. Und meine Tomaten kommen auch immer mal in Salat, aber eben erst, wenn ich meine Portion auf dem Teller hab. Der „Histamingeplagte“ kriegt ersatzweise rote Paprika. Kochen muss ich dann nur einmal, ein bissl mehr geschnippelt werden muss – das war’s aber auch schon. Und alle sind glücklich. Daher gibt es heute mal ein Rezept, das zum Kompromiss taugt. Einmal kochen und trotzdem zwei Varianten nachher, wenn Ihr wollt.

Und wie macht Ihr das so? Wenn nicht die ganze Familie Histaminintoleranz hat, kocht Ihr extra oder welche Kompromisse geht Ihr ein? Oder wird trotzdem einfach für alle histaminarm gekocht? Ich bin gespannt.

Warmer Hirsesalat mit grünem Spargel und Knuspermandeln (in histaminarm & nicht histaminarm)

Zubereitungszeit:

ca. 35 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2 Personen:

  • 1/2 Tasse Hirse (mit warmem Wasser durch ein Sieb gewaschen)
  • 1 TL Gemüsebrühpulver (selbst gemacht ODER gekauft & hefefrei)
  • 2 EL gehackte Mandeln (ODER Sesamkörner ODER Hanfsamen, wer das lieber mag)
  • ca. 80g Feta
  • ca. 150g grüner Spargel
  • 2 Hände voll Blumenkohl-/Karfiolröschen
  • 1 EL Öl (z.B. Oliven- oder Hanfsamenöl für die histaminarme Variante ODER Sesamöl für die „normale“ Variante)
  • 5 Kirschtomaten ODER 1/2 rote Paparika für die histaminarme Variante
  • Salz und Pfeffer
  • Curcuma
  • (Garam-Masala-Gewürz, wenn es nicht histaminarm sein muss)
  • ein paar Blätter gewaschenen Rucola zum Garnieren

Zubereitung:

Hirse mit Wasser und Gemüsebrühpulver zum Kochen bringen und gar kochen lassen. Zum Schluss etwas Öl einrühren.

Wasser zum Kochen bringen. Spargel waschen, trockene Enden abschneiden und in kleine Stücke schneiden (ca. 2 cm lang). Blumenkohl/Karfiol und Spargel in das kochende Wasser geben und knackig bissfest kochen max. 5 Minuten. Abseihen und beiseite stellen.

Mandeln (oder Körner/Samen) in einer Pfanne ohne Öl kurz rösten bis sie zu duften anfangen (nicht schwarz werden lassen). Beiseite stellen.

Tomaten bzw. Paprika waschen und Tomaten vierteln, Paprika entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die fertige Hirse mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken. Spargelstücke, Blumenkohl/Karfiolröschen, Tomaten/Paprika, Mandeln unterheben. Feta darüber zerbröseln. Mit Rucola garnieren und servieren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Ist Palmöl eigentlich vegan…?

Ist Palmöl vegan? – blöde Frage eigentlich, denn Palmöl ist ja komplett pflanzlich. Dabei argumentieren einige VegetarierInnen und VeganerInnen, dass Palmöl eben doch eine recht tierunfreundliche Angelegenheit ist. Denn die Mono-Kulturen zerstören den Regenwald und damit Orang-Utan-Habitat und sind in der Masse und in der Folge tödlich für die orangen Riesen.

Palmöl kauft man als Normalverbraucher eigentlich nie direkt, aber das Zeug ist in erstaunlich viel Produkten enthalten – von der Body Lotion bis zum Schokokeks.

Ich verzichte mittlerweile, wo es nur geht, auf Palmöl. Ein besonderes Problem war da für mich das Thema „Erdnussbutter“, wo eigentlich immer Palmöl drin ist. Ich habe zumindest noch keine Marke ohne entdeckt. Den meisten Betroffenen von Histaminintoleranz stellt sich dieses Problem erst gar nicht, weil Erdnussbutter meist eh nicht geht.

Ich habe mich jetzt aber wie wild gefreut, dass man Erdnussbutter „richtig“ vegan und palmölfrei ganz einfach selber machen kann.

Und mein süßes, tierfreundliches Frühstück ist damit gerettet!

Apropos Frühstück… Simone von S-Küche sucht gerade leckere Frühstücksideen. Genau wie ich feiert sie damit ihren 2. Bloggeburtstag. Alles Gute!
Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.

Erdnussbutter (palmölfrei, vegan, laktosefrei, glutenfrei)

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten & ca. 15 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Glas:

  • 250g rohe Erdnüsse
  • 1-2 EL Ahornsirup
  • 1 Pr. Salz
  • 1-2 EL Kokosöl
  • 1-2 EL Sesamöl

Zubereitung:

  1. Die Erdnüsse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und für ca. 15 Minuten in den nicht vorgeheizten Backofen bei 180°C geben und rösten. Wenn der Ofen vorgeheizt wird, geht’s dementsprechend schneller. Passt auf, dass die Erdnüsse nicht zu dunkel werden.
  2. Die Erdnüsse aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen, dann schälen und in einer Schüssel oder einem hohen Gefäß sammeln.
  3. Etwas Salz, Ahornsirup und Sesamöl hinzufügen und pürieren. Kokosöl hinzufügen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Ich mag es ganz cremig.
  4. In ein sauberes, ausgekochtes Glas füllen und fertig.

 

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Urlaubsfeeling inklusive…

Heute gibt es schon mal einen Vorgeschmack – im wahrsten Sinne des Wortes – auf den Sommer, Urlaubsfeeling inklusive. Ich wollte schon immer mal Biskuitrollen machen und habe mich jetzt daran gewagt. Diese Biskuitrolle ist vegetarisch (kommt ohne Gelatine aus), aber ist vielleicht nicht wirklich hundertprozentig „histamintauglich“, denn es sind Bananen drin. Und Bananen sind immer so eine Sache bei HIT. Meine Erfahrung, was Bananen angeht, ist die, dass Bananen a) in geringen Mengen ab und an schon gehen und das vor allem b) wenn sie noch nicht hundertprozentig reif sind, also noch ein bissl grün oben am Ansatz sind. Im Zweifelsfall lasst Ihr die Biskuitrolle doch aus und träumt Euch so an den Strand bzw. Ihr reduziert auf lediglich eine Banane in der Füllung. Es ist eben doch individuell zu beurteilen, was Euch bekommt. Vorher gut gekühlt, eignet sich diese Rolle auch für ein leckeres Picknick im Freien, vor allem jetzt, wo es noch nicht ganz so heiß ist. Deshalb bringe ich diese frühlingsfrische Biskuitrolle mit Sommervorgeschmack mit zur Geburtstags-Frühlingssause von Natascha. Ihr Blog feiert nämlich einjähriges Bestehen und das soll gebührend gefeiert werden. Fruehjahrssause_gr Diese leckere Biskuitrolle bringt einen gaumentechnisch direkt an den Strand, in die Sonne, ja, ich kann das Meer förmlich schon rauschen hören und eine salzige Brise weht mir um die Nase… Daher passt die Biskuitrolle perfekt zu Michaels Blogevent auf LAPATIsserie: „Urlaub als Foodie„.

Bananen-Kokos-Chia-Biskuitrolle (vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 50 Minuten Arbeitszeit & 2 Stunden Auskühlzeit

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 1 Rolle:

Biskuit:

  • 80g Kokosraspeln
  • 4 Eier
  • 100g Rohrohrzucker
  • 1 Pr. Salz
  • 3 EL Dinkelmehl
  • 2 EL Speisestärke, ich habe Maisstärke verwendet
  • (ca. 2 EL Rohrohrzucker für das Geschirrtuch)

Füllung:

  • 1 gestr. TL Agar-Agar
  • 400g Vanillejoghurt (ich habe einen Heumilchjoghurt verwendet, der ohne Bindemittel wie Carrageen, Pektin oder so auskommt)
  • 1-2 Bananen
  • 1 gr. Dose Kokosmilch (400ml), unbedingt ohne Bindemittel kaufen, z.B. von Dr. Goerg oder Alnatura
  • 2 EL Staub- bzw. Puderzucker (gibt’s auch von Rohrohrzucker)
  • 2-3 EL Chiasamen

Zubereitung:

  1. Am Tag vorher: Die Kokosmilchdose in den Kühlschrank stellen.
  2. Am Tag der Zubereitung: Die Kokosraspeln ohne Fett kurz in der Pfanne anbrutzeln bis sie leicht duften (1-3 Minuten auf kleiner Flamme).
  3. Den Backofen auf 200°C vorheizen.
  4. Die Eier trennen. Die Eigelbe mit Zucker schaumig rühren (mit dem elektrischen Handrührgerät), die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen (auch mit dem elektrischen Handrührgerät).
  5. Vorsichtig alle Zutaten für den Biskuitteig mit dem Schneebesen (von Hand) vermengen.
  6. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und für ca. 15 Minuten backen.
  7. Sofort aus dem Ofen nehmen. Auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen, das Backpapier abziehen und den Teig mit dem Geschirrtuch aufrollen. So auskühlen lassen.
  8. Die Kokosmilchdose öffnen. Das Feste abnehmen und in einer Schüssel sammeln. Mit dem elektrischen Handrührgerät steif schlagen, so wie man es mit Schlagsahne bzw. Schlagobers tun würde. Tip: Dieses Feste kann man tatsächlich so aufgeschlagen mit etwas Zucker als veganen Schlagsahne- bzw. Schlagobers-Ersatz nutzen – nur so als Idee fürs nächste Mal 🙂
  9. Die Banane(n) schälen, halbieren und in schmale Scheiben schneiden.
  10. Ca. 3-4 EL vom Kokossaft nehmen und das Agar-Agar darin einrühren. In einem kleinen Topf zum Kochen bringen (dauert nur ca. 2-3 Minuten).
  11. Das Agar-Agar sofort mit der Kokossahne, dem Vanillejoghurt, Puder-/Staubzucker, Chia-Samen und den Bananenstücken vermengen. Kalt stellen.
  12. Die ausgekühlte Biskuitteigrolle abrollen und großzügig mit der Joghurt-Creme-Füllung bestreichen und wieder aufrollen. Kalt stellen bis zum Servieren.
  13. Nach Belieben z.B. mit Kokosraspeln verzieren.

Tip:

Nach Fertigstellen die Biskuitrolle am besten noch zugedeckt ca. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Sie ist dann noch saftiger und homogener. Sie lässt sich dann auch besser schneiden.

Die restliche Kokosmilch kann in Smoothies, Suppen, Saucen, Currys, Risottos/Hirsottos, etc. verwendet werden.

Nicht vergessen: Bis zum 20.5. habt Ihr noch Gelegenheit bei meinem Chia-Event mitzumachen. img_6105

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Backrezepte veganisieren (Zitronenblechkuchen)

vegane-info

Gebäck veganisieren & Rezept

Heute gibt es einen ersten Vorgeschmack auf mein Vegan-Special. Ich werde ein paar einfache Anleitungen zum Veganisieren von Backwaren vorstellen – die auch „histamintauglich“ sind. Das mitgelieferte Rezept (weiter unten) ist aufgrund der enthaltenen Zitrone aber wohl nicht für jeden bzw. jede Betroffene etwas.

Neben den paar Vegan-Kniffen kommt noch mein Beitrag zur Aktion „Kochbuch-Wichteln“ vom Küchenatlas-Blog.

KüchenAtlas-Blogparade: Weiß wie der Schnee

Die liebe Karin von Tatort Küche war meine Wichtelpartnerin bei der Aktion vom Küchenatlas-Blog.

Karin hat mir selbst gemachtes Chili-Salz geschickt, das wirklich ordentlich scharf ist und wohl eher nur was für mich ist, da ich ja selbst keine Histaminintoleranz habe – anders als der Mann an meiner Seite. Überhaupt macht Karin auch vieles gerne selbst und so war sie eine wirklich passende Wichtelpartnerin. Schaut doch mal bei ihr vorbei. Ich bin ganz froh bei der Aktion mitgemacht zu haben. Es war eine gute Gelegenheit einen neuen, spannenden Blog zu entdecken, den ich noch nicht kannte.

Dazu gab es ein dickes Zitronenkochbuch.

Nun ja, auch Zitronen sind so eine Sache bei HIT. Viele vertragen sie nicht oder nur in kleinen Mengen. Sie gelten als Liberator, enthalten aber viel Vitamin C – aber eben auch viel Säure. Ob bzw. wieviel Zitronen Ihr vertragt, müsst Ihr individuell abwägen.

Ich habe mich aber über das Buch gefreut, nicht nur, weil ein total leckeres Zitronenblechkuchenrezept, sondern auch viele Infos rund um Zitronen enthalten sind. Wie immer, bei Zitrusfrüchten aber im Besonderen, gilt es bio zu kaufen – eh klar. Aber dann gibt es da noch „unbehandelte“ Zitronen. Und was heißt das eigentlich? Eva Gründel erklärt im Buch, dass Zitronen zur Haltbarmachung meist mit einer dünnen Wachsschicht überzogen werden. Diese behandelten Zitronen sind nur für die Saftgewinnung, also zum Auspressen geeignet. Wer aber die Schale auch verwenden will, muss bio und unbehandelt kaufen.

Wusstet Ihr, dass man ein bissl zu viel Zitrone gut mit Gurken neutralisieren kann? Die Autorin spricht sich definitiv gegen den Griff in die Zuckerdose aus, um zu viel Zitrone auszugleichen.

In dem Buch geht es wie der Titel verlautbaren lässt, um Zitronen. In allen Variationen werden Zitronen in Saucen, Dips, Vorspeisen, Hauptspeisen und Süßspeisen verarbeitet.

Ich habe direkt ein Auge auf Seite 116 geworfen. Denn hier gibt es Zitronenblechkuchen – eine absolute Kindheitserinnerung meinerseits. Meine Oma hat zu Geburtstagen und sonstigen Feierlichkeiten quasi obligatorisch ihren Zitronenblechkuchen mitgebracht, d.h. mitbringen müssen. Ich hab den geliebt, aber irgendwie hab ich selbst nie Zitronenblechkuchen gemacht. Zeit das zu ändern. Und mit meinem Vegan-Special im Hinterkopf dachte ich mir, mache ich doch eine Art „veganisierte Nostalgiebackaktion“. Omas Kuchen auf vegan sozusagen. Daher passt der Kuchen auch prima zu Kasselfoods Aktion „Nostalgieküche„.
Nostalgie

Und mindestens genauso gut auf Lixies Geburtstagstisch.

Lixie schreibt den Blog Photolixieous. Bei ihr gibt es übrigens auch leckere histaminarme Rezepte – und viel tollere Photos als bei mir 😉 Schaut also mal vorbei. Ihr Blog feiert gerade seinen 1. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

*** nicht histaminarm ***

Das folgende Rezept enthält Zitronen, welche als Histaminliberatoren gelten. Je nach dem, wie sensibel Ihr reagiert, solltet Ihr diesen Kuchen lieber auslassen. Manch eine/r verträgt vielleicht doch ein Stück, aber Ihr seid vorgewarnt und so heißt es: Vorsicht.

Zitronenblechkuchen (vegan)

zitronenblech

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten Arbeitszeit & ca. 20-25 Minuten im Ofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Blech:

Teig:

  • 400g Dinkelmehl
  • 100g Braunhirsemehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 10g selbst gemachter Vanillezucker
  • 150g Kokosblüten- oder Rohrohrzucker
  • (Pr. Kardamom)
  • Abrieb einer Zitrone
  • 200ml Hafermilch oder pflanzliche Milch nach Wahl/Verträglichkeit
  • 250g Kokosöl
  • 4 gestr. EL Chiasamen & 12 EL Wasser
  • Spritzer Zitronensaft
  • Pr. Salz

Zuckerguss:

  • ca. 150 bis 200g Rohrohrpuderzucker
  • 3-4 EL Zitronensaft
  • 1 EL heißes Wasser

Zubereitung:

  1. Den Eiersatz aus Chiasamen und Wasser ansetzen und für ca. 10 Minuten beiseite stellen zum Quellen.
  2. Das Öl fein schlagen und Zucker einrühren.
  3. Zitronenabrieb, Vanillezucker, Pr. Salz, (Pr. Kardamom), Spritzer Zitronensaft und schließlich den Eiersatz hinzufügen und cremig schlagen.
  4. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und portionsweise abwechselnd mit der „Milch“ in die cremige Masse geben. So lange rühren bis ein glatter Teig entsteht.
  5. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig auf dem Blech verteilen, glatt streichen.
  6. Auf mittlerer Schiene 20-25 Minuten goldbraun backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen.
  7. Für den Guss Rohrohrpuderzucker sieben und in einer Schüssel mit dem Zitronensaft und heißem Wasser glatt rühren. Die Masse sollte streichfähig, aber nicht flüssig sein.
  8. Den noch warmen Kuchen mit dem Guss bestreichen und trocknen lassen. Zum Servieren z.B. in Rauten oder Quadrate schneiden (mit einem Pizzaroller geht das auch).

Tip:

Der Kuchen schmeckt noch besser, wenn er einen Tag ruhen kann.

Tips – Backwaren veganisieren:

Im Originalrezept wird mehr Zucker (200g statt 150g) verwendet und hier reduziere ich immer ganz gerne.

Außerdem sind im Originalrezept 4 Eier angegeben. Pro Ei kann man einfach einen gestrichenen EL Chiasamen & 3 EL Wasser rechnen. Das rührt man an und lässt es ca. 10 Minuten quellen. Dann entsteht eine pudding-artige bzw. gelige Masse, mit der man Eier in Backwaren ersetzen kann, denn dieser Chiamix bindet genauso gut wie Eier. Das habe ich Euch schon im Glutenfrei-Spezial vor kurzem verraten.

In Backwaren tausche ich Butter (auch im Originalrezept angegeben) immer 1:1 mit Kokosöl aus.

Das Gleiche gilt für Milch. Vegane und histaminarme Alternativen sind z.B. Kokos-, Hafer-, Reis- und Mandelmilch. Pflanzliche Milchalternativen kann man auch einfach selbst machen. Für Kokosmilch und Reismilch gibt es bei mir schon Rezepte.

Wenn Ihr aber pflanzliche Milch kauft, achtet darauf, dass noch kein Zucker (und vor allem kein Agavendicksaft) drin ist und dass keine Bindemittel wie Guarkernmehl drin sind.

Weil Chiagel nicht ganz so fluffig ist wie sonst Eier, habe ich 100g des Mehls (insgesamt 500g) ausgetauscht gegen Braunhirsemehl. Braunhirsemehl ist leichter als Dinkelmehl und macht so den Teig fluffiger.

Mit den Tips könnt Ihr viele Backrezepte veganisieren, die ohne Schlagsahne/Schlagobers bzw. Eischnee auskommen. Zu diesen 2 Fällen komme ich noch an anderer Stelle. Aber Kekse, Marmorkuchen, Blechkuchen & Co werden so ganz leicht vegan.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

Glutenfreie Info-Wochen (Teil 5): Piratenschiff & Buchrezension…

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Wie bereits an den vergangenen Tagen geht es auch heute wieder glutenfrei auf dem Blog zu.

Nachfolgend möchte ich Euch das Buch „Glutenfrei kochen für die ganze Familie“ von Anja Donnermeyer, erschienen im Trias-Verlag, vorstellen und als kleinen Vorgeschmack auf das Buch gibt es auch ein nachgebackenes Rezept (mit leichten Änderungen).

Buchrezension:

Das Buch kommt sehr schön bebildert daher und bietet zahlreiche Rezepte zum Nachkochen und -backen an. Vom Frühstück, über kindgerechtes Mittagessen, Snacks zwischendurch, bis zur Motivtorte wird eigentlich alles in diesem Familienkochbuch abgedeckt.

Zugegeben habe ich mich zuerst sehr über das Buch gefreut, war dann aber etwas enttäuscht, als ich feststellen musste, dass in allen Backrezepten Fertigmehlmischungen verwendet wurden. Klar, für alle, die einen einfachen Einstieg in das glutenfreie Kochen und Backen suchen, ist das unkompliziert, zumal man diese Fertigmehlmixe eigentlich in jedem Bioladen ums Eck oder im gut sortierten Supermarkt findet. Für alle, die aber schon ein bisschen Erfahrung in der glutenfreien Kocharena haben und nun auch mal mit einzelnen Mehlen experimentieren wollen, ist das Buch nichts. Auch für Betroffene von Histaminintoleranz, die auf Xanthan, etc. verzichten müssen bzw. wollen, ist das Buch daher eigentlich nichts.

Das Buch zielt aber eben auch eher auf LeserInnen ab, die schnelle und dennoch umfassende Abhilfe für den Alltag suchen, ohne dabei Spezialprodukte bestellen zu müssen oder sehr viel Zeitaufwand zu betreiben, kurzum, das Buch richtet sich vor allem an berufstätige Eltern, die am Anfang ihres glutenfreien Kochabenteuers stehen. Daher begrüßt die Autorin, selber Mutter eines „Zöli-Kindes“, wie sie schreibt, ihre LeserInnen auch mit „Liebe Eltern!“.

Die Autorin hat nach der Diagnose von Zöliakie bei ihrer Tochter zunächst überlegt: „Getrennt kochen oder gemeinsam glutenfrei?“

Sie hat sich für einen gemeinsamen Weg entschieden, auf dem die ganze Familie glutenfrei essen wird. So muss Emily nicht dauernd hören: „Das darfst Du nicht essen.“ und man muss auch aus den Küchenutensilien kein steriles OP-Besteck machen oder gar alles doppelt kaufen, einmal Backformen und Töpfe für den Rest der Familie und einmal für die glutenfreie Emily. Und im Endeffekt ist die Entscheidung für alle gesünder. Beim Mann von Anja wurde schließlich auch noch eine Glutensensitivität diagnostiziert…

Das Buch ist unkompliziert und leicht verständlich geschrieben, neben Rezepten, gibt es Einkaufstips und ein Interview mit einer Diplom-Ökotrophologin und Ernährungsberaterin.

Julien Venesson (sein Buch habe ich kürzlich vorgestellt), seines Zeichens auch Ernährungsberater, würde wahrscheinlich nicht in allem zustimmen, was Elke Meis-Möllenkotte der Autorin im Interview rät.

Glutenfreie Ernährung führt, wie Meis-Möllenkotte richtig sagt, nicht nur nicht zu Mangelerscheinungen. Man könnte noch expliziter werden und darauf hinweisen, dass glutenfreie Mehlsorten sogar gehaltvoller sind als herkömmliches Mehl, v.a. Weizenmehl.

Ich verstehe, dass sich so manche oder so mancher Betroffene konkrete Einkaufstips wünscht, genauso muss man dabei aber auch das richtige Mittel zwischen Hinweisen und Werbung finden. Das Buch wird am Ende eher zur Werbekampagne für Schär und Glutano (mittlerweile auch Schär).

Die Autorin schreibt z.B. von der Möglichkeit bei McDonald’s glutenfreie Pommes zu bekommen oder dass Kinderschokolade glutenfrei ist und wie bereits erwähnt, werden nur Fertigmehlmischungen von Schär und Glutano verbacken. Mir stößt es da vor allem bei McDonald’s in einem (Familien-)Kochbuch übel auf, denn kindgerecht oder gesund ist „Essen“ von dieser Fast-Food-Kette sicher nicht, auch wenn McDonald’s schon seit einiger Zeit mit Salt, Wraps und sogar einem Veggie-Burger einen Imagewandel versucht…

Aufgrund der verwendeten Fertigmehlmischungen ist das Buch eher ungeeignet bei „Doppelt-Betroffenen“, die glutenfrei und histaminarm essen müssen, zu empfehlen. Wer sich etwas auskennt, kann aber Rezepte individuell anpassen.

Zusammenfassung:

  • 120 Seiten mit 41 Farbfotos, 13,99 Euro
  • alle Backrezepte mit Fertigmehlmischungen
  • daher die meisten Rezepte nicht histaminarm
  • praktische Küchen- und Einkaufstips
  • auch mit veganen Rezepten
  • aus dem Alltag einer betroffenen Familie, Rezepte für Kinder
  • Kaufempfehlung: Ja, für die, die erst beginnen glutenfrei zu backen und zu kochen
  • Nein, für alle, die sich schon etwas auskennen oder mit einzelnen Mehlsorten experimentieren wollen oder sich histaminarm ernähren müssen

Und nun ein Rezept von Seite 99, das irgendwie wie aufgelegt daherkommt, denkt sich der Histamin-Pirat 😉

Ich habe es als „nicht histaminarm“ markiert, weil Kakaopulver im Rezept vorkommt. Kakao selbst enthält aber eigentlich kaum Histamin, gilt jedoch als Histaminliberator. Mehr dazu hier. Ihr solltet daher individuell abwägen, ob Ihr diesen Kuchen genießen wollt oder nicht. In kleinen Mengen scheint Kakao hier kein Problem zu sein, eher im Gegenteil. Ich verwende Kakaopulver ohne Sojalecithin. Wie immer lautet die Devise: Die Dosis macht das Gift. Außerdem kann der Mann an meiner Seite auf einiges verzichten, aber Schokolade gehört nicht dazu 😉

*** nicht histaminarm ***

Piratenschiff

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Zubereitungszeit:

ca. 40 Minuten + ca. 55-60 Minuten Backzeit

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 1 Kuchen:

  • 250g Butter ODER Kokosöl
  • 120g Rohrohrzucker ODER Kokosblütenzucker
  • 40g selbst gemachter Vanillezucker
  • 1 Ei (im Originalrezept sind 5 angegeben, aber ich habe einige ersetzt)
  • 3 EL Chiasamen(mehl) + 9 EL Wasser als Ei-Ersatz
  • 55g Maisstärke
  • 30g Kokosmehl
  • 20g Kokosflocken
  • 90g Braunhirsemehl
  • 80g Reismehl
  • 30g Haselnuss- ODER Mandelmehl
  • 65g Quinoamehl
  • 1 Pck. glutenfreies Backpulver
  • 12 EL Milch ODER pflanzliche Milch
  • 8 EL Kakaopulver (ohne Sojalecithin)
  • Pr. Kardamom
  • ca. 200g weiße Kuvertüre

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Zubereitung:

  1. Ei-Ersatz aus Chiasamen und Wasser ansetzen und etwas andicken lassen.
  2. Butter/Öl mit Zucker, Vanillezucker, Kardamom, Ei und Ei-Ersatz cremig schlagen.
  3. Mehlsorten und Maisstärke hinzufügen und verrühren. Backpulver unterrühren.
  4. Milch und Kakaopulver unterrühren.
  5. In eine gefettete Kastenform füllen (am besten noch mit Kokosflocken einreiben, dann geht der Kuchen besser aus der Form).
  6. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 55-60 Minuten backen. Auskühlen lassen und aus der Form lösen. Mit einem scharfen, langen Messer vorne und hinten Spitzen einschneiden, so dass Bug und Heck entstehen.
  7. Ein Teil der Abschnitte können als „Kommandobrücke“ auf den Kuchen gesetzt werden. Eine Piratenflagge basteln (als Mast habe ich ein Essstäbchen verwendet) und in das Schiff stecken. Mit Schokolade das Schiff überziehen.

Der Kuchen wurde von mir auf einzelne Mehlsorten angepasst, so dass kein Xanthan oder dergleichen als Bindemittel enthalten ist. Darüber hinaus habe ich die Eimenge durch den Chiamix reduziert, da ich versuche möglichst eiarm zu backen, weil das besser verträglich scheint. Einige verwenden auch die kleineren Eier von Wachteln oder Enten und bei den im Original angegebenen 5 Eiern braucht man dann doch’ne Menge Eier. Ihr könnt den Kuchen auch vegan machen. Dazu verwendet Ihr statt dem Ei einen weiteren EL (gestrichen!) Chiasamen mehr & 3 EL Wasser zusätzlich. Der Kuchen ist schön saftig, damit er das bleibt, ist es wirklich eine gute Idee ihn mit Kuvertüre zu überziehen (so bleibt die Feuchtigkeit unter der Schoki im Kuchen).

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Ich bedanke mich beim Trias-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Aussagen entsprechen meinen eigenen Vorstellungen und sind nicht vom Verlag, der Autorin oder anderen beeinflusst worden.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

 

Glutenfreie Info-Wochen (Teil 3): Verstecktes Gluten (+Guacamole-Rezept)…

Glutenfreie Info-Wochen (Teil 3):

Verstecktes Gluten

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Auch heute soll es wieder um glutenfreie Ernährung gehen.

Eigentlich sollte glutenfreie Ernährung gar kein Problem sein, was die Einkaufsliste angeht, denkt man, denn schließlich ist Gluten ein reines „Getreideproblem“. Man verzichtet also auf „normales“, sprich glutenhaltiges Brot, „normale“ Pasta, Kekse, usw.

Eine Auflistung der glutenhaltigen und glutenfreien Mehle findet Ihr hier.

All die oben genannten Backwaren lassen sich mittlerweile auch selber glutenfrei machen oder man kauft entsprechende Fertigbackwaren (was im Falle der Doppelbelastung mit Histaminintoleranz aber leider nicht geht – dazu an anderer Stelle mehr).

Dann stellt man jedoch fest, dass es mit Einfach-auf-reguläre-Backwaren-Verzichten nicht getan ist. Warum?

Viele Fertiggerichte, die eigentlich nicht nach Getreide aussehen, enthalten Gluten. Manches Tiefkühlgemüse, Saucen bzw. Ketchup, manche Frischkäsezubereitungen mit Kräutern, Gewürzmischungen/Brühpulver/Tütensuppen, Backpulver, Eiskrem oder auch Pommes Frites und Chips enthalten manchmal Gluten zum Andicken oder damit eine bessere Kruste entsteht – so werden Pommes oft mit Mehl bestäubt. Aber auch in manchen Wurstwaren findet man Gluten und sogar in einigen Kosmetikprodukten wie Lippenbalsam oder Zahnpasta [auf Begriffe wie Triticum (Weizen, z. B. Triticum aestivum, Triticum vulgare), Hordeum (Gerste) oder Avena (Hafer) achten]. Seitan, ein veganes Fleischersatzprodukt, besteht übrigens auch aus Gluten.

Und da wird’s dann also schon unübersichtlich.

Seit 2005 müssen Hersteller ausweisen, wenn Gluten enthalten ist, aber auch das nicht immer. Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht betreffen v.a. die Verzuckerungsprodukte, d.h. aus Weizenstärke gewonnene Zucker, die in vielen Lebensmitteln eingesetzt werden. Einige Hersteller geben bei diesen Verzuckerungsprodukten das glutenhaltige Ausgangsmaterial an, andere nicht.

Wirklich ganz sicher ist man eigentlich nur mit dem „Glutenfrei“-Symbol der DZG:

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Glutenfrei-Siegel DZG

Doch nicht jeder Lebensmittelhersteller kann oder will sich das Siegel leisten.

Daher heißt es wie bei der Histaminintoleranz erst einmal „Das Kleingdruckte lesen“ und am besten so viel selbst machen wie möglich und auf Fertigprodukte verzichten.

Apropos selber machen, auch heute habe ich wieder ein schnelles Rezept. Da Avocado und Zitronensaft enthalten sind, markiere ich es aber als

*** nicht histaminarm ***

Guacamole

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ein Glas:

  • 1 reife Avocado
  • 1 fein gehackte Zehe Knoblauch
  • 1 TL Zitronensaft
  • Gewürze, z.B. Kreuzkümmel, Curcuma
  • Salz & Pfeffer

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Zubereitung:

Die Avocado schälen und das Fruchtfleisch in eine Schüssel schneiden. Mit einer Gabel die Masse zerdrücken und mit dem Knoblauch, den Gewürzen und Zitronensaft mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tip:

Es ist manchmal ein bisschen eine Glückssache eine Avocado zu erwischen, die genau reif ist. Mein Tip: Reife Avocados sind dunkler, fast ein bisschen bräunlich außen und auch schon ein bisschen weich (geben leicht nach, wenn man mit dem Finger gegen die Schale drückt).

Wenn man das „Nubsi“ am oberen Ende abmacht, sollte es darunter grün sein, nicht braun. Sonst ist die Avocado zu reif. Hier sieht man, was ich meine.

Solltet Ihr eine Avocado erwischt haben, die noch nicht ganz reif ist und daher noch zu hart ist, kann man sie zur Not auch in Streifen auf ein Brot schneiden. Bisher ist es mir einmal passiert, dass ich eine harte „Nuss“ erwischt habe.

Das bisschen Zitronensaft ist übrigens nicht nur für den Geschmack da, sondern dient vor allem dazu, dass der Avocadoaufstrich nicht braun wird. Das gleiche Prinzip funktioniert auch bei Apfelscheiben, die nicht so schnell braun werden sollen – ein paar Tropfen Zitronensaft drauf.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Falafel…

*** nicht histaminarm ***

OK, eigentlich ist das Rezept gar nicht wirklich histaminlastig. Ich habe es dennoch in diese Kategorie getan, weil viele Probleme mit Hülsenfrüchten (Linsen und Kichererbsen hier im konkreten Fall) haben. Wenn Ihr das aber vertragt, könnt Ihr das Rezept ausprobieren.

OK, die Tomaten, die man auf den Bildern sieht, könnt Ihr aber sicher weglassen 😉

Falafel (aus dem Backofen) mit Mandelmus an schwarzem Reis

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 10 Stück/ 1-2 Personen:

handvoll trockene Kichererbsen
2 EL trockene rote Linsen
1 EL Mandelmus
etwas schwarzer Reis (gibt’s im Bioladen, Reformhaus oder gut sortierten Supermarkt) und genug Wasser zum Kochen
3 EL Öl
Salz & Pfeffer
Curcuma, Kreuzkümmel, (Curry)
2 geh. EL Mehl (ich habe Dinkelmehl verwendet)
1 geh. EL Kokosmehl (es kann auch nur Kokosmehl verwendet werden – für die glutenfreie Variante)
1 geh. TL Sesamsamen
1 El Tahini

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Zubereitung:

Linsen und Kichererbsen mindestens 12 Stunden, am besten 24 Stunden, in Wasser einweichen. Zwischendrin 1-2 Mal das Wasser wechseln.

Beides mit Wasser abduschen (am besten in ein Nudelsieb dazu füllen). Tahini hinzugeben und pürieren.

Alle anderen Zutaten hinzugeben und mit den Händen vermengen. Sowas wie Kugeln aus dem Teig formen – der Teig klebt etwas.

Im Backofen bei 220°C ca. 25 Minuten backen. Mit Salat, Mandelmus und frisch gekochtem Reis servieren.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Wie im Film…

Bei Becky’s Diner dreht sich gerade alles um Kochen im Film. Mit ihrem filmischen Blogevent sucht sie nicht nur Lieblingsfilme, sondern auch Leibspeisen, die darin vorkommen.

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Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mich für einen Film zu entscheiden. Letztendlich habe ich mich für einen meiner All-time-favourites entschieden, auch wenn ein Großteil der Gerichte in diesem Film wohl nicht als histamintauglich durchgehen würde.

Denn in „Chocolat“ dreht sich alles – wie kann es anders sein? – um Schokolade.

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An und für sich enthält Schokolade selbst ja kaum Histamin, aber eben andere biogene Amine wie z.B. Theobromin (was übrigens für Katzen in schon kleinen Mengen tödlich giftig ist) und gilt daher als Histaminliberator. Emulgatoren wie SOJAlecithin tragen auch nicht unbedingt zur Verträglichkeit bei 😉 Daher stelle ich Euch gleich meine Lieblingsschokolade vor, die ohne Sojalecithin auskommt und die ich verwende, wenn ich Schoki nicht gerade selber mache. Mir geht’s dabei nicht um Werbung (ich krieg auch nichts dafür, dass ich das schreibe), sondern um gute Alternativen. Ich habe nämlich lange gebraucht eine Schokolade ohne Sojalecithin zu finden.

Grundsätzlich gilt die Faustregel, je heller desto besser, wenn es um Histamin und Schokolade geht. Selbstgemacht, ohne Soja, ist auch eine gute Idee für alle, die auf Schoki nicht verzichten wollen.

Daher gibt es passend zum Event das eher nicht histamintaugliche Originalrezept und eine Variante für Euch, die histamintechnisch OK ist.

Heiße dunkle Schokolade mit Chili-Pfeffer (nach Chocolat) und heiße weiße Schokolade


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So sieht’s im Original aus

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Und so wird’s im Original genossen

 

Zubereitungszeit:

ca. 5-10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 2 Tassen (eine hell und eine dunkel):

2 1/2 Stück weiße Vanille-Schokolade (Vivani) und 5 Stück Vollmilchschokolade (Vivani, Tafel ist anders aufgeteilt als die weiße)

etwas (ca. 1 EL) Schlagsahne/Schlagobers (selbst aufgeschlagen) – optional

ca. 300-400 ml Milch

eine Prise Chili-Pfeffer für die dunkle Variante

(eine Prise Zimt), optional

 

Zubereitung:

Die Milch in einem Topf auf kleiner Flamme erwärmen, aber nicht kochen! Die Schokolade hineingeben und langsam schmelzen lassen. Stetig umrühren, am besten mit einem kleinen Schneebesen.

Währenddessen die Sahne/das Obers steif schlagen und mit etwas selbst gemachtem Vanillezucker verfeinern.

Wenn sich die ganze Schokolade aufgelöst hat, vom Herd nehmen. In Tassen füllen.

Eine Prise Chili-Pfeffer hineinstreuen und vorsichtig umrühren. Einen gehäuften Esslöffel Sahne/Obers auf jede Tasse Schokolade setzen oder mit dem Spritzbeutel sprühen, damit’s noch hübscher ausschaut.

Wenn Ihr Euch nun auch nach einer Filmszene sehnt, wo die Schokolade vorkommt: tadaa. Armande trinkt hier zum ersten Mal Viannes Schokolade und ist – auf ihre Weise – begeistert.

 

Wer eine histaminfreundliche „Heiße Weiße (Schoki)“ genießen möchte, kann auch weiße Schoki verwenden und statt mit Chili mit Vanille würzen. So wie bei uns, da gab es auch beide Varianten.

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Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat