Happy Histamin-Frei-Day (Blogevent)

Daniela’s Foodblog hat die wunderbare Aktion Histamin-Frei-Day als Blogevent ins Leben gerufen. Foodies sind aufgerufen jeden letzten Freitag im Monat histaminarme Rezepte beizusteuern. Dabei ist es ganz gleich, ob Ihr selbst HIT habt (wie Daniela) oder Freunde bzw. Verwandte betroffen sind (wie bei mir) oder Ihr einfach mal was anderes auf den Teller bringen wollt, macht mit! Schließlich können Histamingeplagte immer neue Ideen brauchen.

Von mir gibt es

Gefüllte Dinkelstrudelteigtaschen

Zubereitungszeit:

ca. 1 Stunde + ca. 25 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

aufwändig

Zutaten:

  • fertiger Dinkelstrudelteig aus dem Kühlregal (Supermarkt)
  • Butter oder Öl
  • Frischkäse
  • Sauce/Dip nach Wahl
  • Füllung nach Wunsch, z.B. gekochter Blumenkohl

Außerdem:

  • feuchte Tücher/Küchenpapier

Zubereitung:

Den Dinkelstrudelteig auf feuchten Tüchern ausbreiten und mit einem Pizza-/Keksroller oder Messer in ca. 10 x 10 cm große Quadrate schneiden. Einen Klecks Frischkäse auf jedes Quadrat geben und dann die gewünschte Füllung platzieren.

Ideen für die Füllung:

  • gebratene Hähnchenbruststückchen mit Mozzarella
  • gekochte Blumenkohlstückchen mit Mozzarella
  • Polenta-Gemüse-Mix nach Wunsch (z.B. mit Karotten und Brokkoli)
  • Hirse-Gemüse-Mix nach Wunsch
  • usw.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich finde gekochte Blumenkohlröschen mit Mozzi super. Aber probiert Euch ruhig aus.

Vorsichtig die Taschen zusammenfalten und anschließend mit geschmolzener Butter oder Öl bestreichen.

Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ca. 20-25 Minuten bei 190 °C backen bis die Dinkelstrudelteigtaschen golden und knusprig sind.

Mit einem Dip oder einer Sauce servieren. Dazu passt außerdem knackiger Blattsalat. Wir mögen süß-sauer Sauce. Davon gehen aber leider nur geringe Mengen (Stichwort: Ananas).

Mit einem Haps sind die im Mund. Mmmh.

(c) Histamin-Pirat

Matcha: Was ist das eigentlich und geht das überhaupt bei HIT?

Darf ich das mit Matcha machen?

Bei Histaminintoleranz stehen Betroffene immer wieder vor der Frage: Darf ich das eigentlich? So sehr wir uns stets genaue Aussagen wünschen würden, gibt es die nur selten. Die Verträglichkeit von Nahrungsmitteln kann ganz individuell ausfallen. Nämlich genau so individuell, wie die Histaminintoleranz selbst.

Da sind zum einen diejenigen, die aufgrund einer ärztlichen Fehlmedikamentation, einer andauernden Antibiotikabehandlung oder aus anderen Gründen eine gestörte Darmflora mitsamt HIT entwickelt haben. Zum anderen gibt es diejenigen, die schon immer mit zu viel Histamin zu kämpfen hatten. Sorgt ein Gendefekt für einen HNMT-Mangel oder sind gar die Mastzellen zu aktiv? Zweiteres wäre dann schon keine Histaminintoleranz mehr, sondern eine Mastzellaktivierungserkrankung. Trotzdem haben die Betroffenen genauso mit zu viel Histamin im Körper zu kämpfen und müssen ganz genau schauen, was auf den Teller kommt. Möglichst histaminarm und im Fall von Mastzellaktivierungserkrankungen gilt zudem möglichst ohne andere biogene Amine und andere Auslöser, die als Liberatoren wirken. Uff!

Das klingt nach Verzicht, muss es aber nicht sein. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören, die eigene Toleranzschwelle zu kennen UND: clever zu kombinieren. Denn viele Lebensmittel enthalten

  • DAO-Co-Faktoren
  • antihistamin wirkende Stoffe/Histaminrezeptorblocker
  • mastzellstabilisierende Substanzen

Man muss sie nur finden! Zum Beispiel:

Wir schätzen Schwarzkümmel in Öl- und Samenform besonders als Antihistaminikum (ganz ohne lästige Nebenwirkungen wie Müdigkeit).

Wir mögen Chia-Samen, weil sie unter anderem Zink und andere DAO-Co-Faktoren enthalten, aber mit viel Wasser genossen werden müssen.

Und wir mögen Grüntee, weil er mastzellstabilisierend wirkt. Aber Moment mal, ist Grüntee nicht „böse“?

Grüntee als Mastzellstabilisator

Ich habe mich hier schon einmal mit Tee, Kaffee und Kakao auseinandergesetzt. In diesem Artikel steht bereits, dass Grüntee Schwarztee vorzuziehen ist und zwar weil grüner Tee (und auch weißer Tee) meist wenig bis gar nicht fermentiert ist. Dadurch ist quasi kein Histamin enthalten. Ein Problem bleibt aber: Teein/Kaffein. Das führt dazu, dass Grüntee in der SIGHI-Liste mit „1“ und „B“ für DAO-Blocker markiert wird. Dann ist der ja eigentlich doch nicht so toll, oder?

Grüntee kann jedoch noch mehr als wach machen und die DAO blockieren. Vor allem, wenn er nur kurz zieht (max. 2 Minuten). Grüntee enthält nämlich auch das Antioxidans Epigallocatechingallat, welches mastzellstabilisierend wirkt – also verhindert, dass der Körper selbst Histamin ausschüttet. Darüber hinaus ist die Aminosäure Theanin enthalten, die ebenso mastzellstabilisierend wirkt!

Aufgrund des Kaffeins sollte Grüntee niemals zu stark histaminhaltigen Speisen getrunken werden, kann aber ansonsten sehr wohltuend sein und getrost getrunken werden, vor allem wenn Ihr den Teebeutel bzw. das Teeei nach 2 Minuten aus der Tasse nehmt.

Und wie ist das nun mit Matcha?

Matcha ist gemahlener Grüntee. Was also für Grüntee gilt (von der Ziehzeit mal abgesehen), trifft also auch für Matcha zu. Ihr solltet es nicht übertreiben, aber hin und wieder dürft Ihr auch zu dieser Trendzutat greifen.

Ursprünglich wurde das heute zum Trend-Drink avancierte Grünteegetränk von buddhistischen Mönchen als Meditationsgetränk erfunden und getrunken. Heute gelten Drinks mit der schäumenden Matchazutat als Jungbrunnen und Superfood. „Matcha“ heißt tatsächlich nicht mehr als „gemahlener Tee“ wie wir im Buch „Gesund und schlank mit Matcha-Tee“ erfahren. Traditionell wird Grüntee übrigens nicht fermentiert. Die Blätter derPflanze Camellia sinensis werden gedämpft und getrocknet. Für Oolong werden sie halbfermentiert, für Schwarztee fermentiert.

Guter Matcha-Tee soll mild, süßlich und intensiv umami (jap. „herzhaft“) schmecken. Am Ende soll ein Hauch Nussaroma zurückbleiben. Verantwortlich für den süßlichen Geschmack ist übrigens das für uns interessante Theanin. Schlechter Matcha hingegen ist säuerlich, bitter und hat mehr von Brokkoli, Kohl und Algen als das vollmundig süße Aroma des japanischen Traditionsgetränks.

Neben den bereits genannten Inhaltsstoffen kann Matcha mit Ballaststoffen, Eisen, Folsäure und anderen B-Vitaminen sowie mit Vitamin C und anderen antioxidativ wirkenden Vitaminen punkten.

Theanin ist für das Gefühl von „ruhiger Wachsamkeit“ des Tees verantwortlich, das Matcha womöglich zum Meditationsgetränk hat werden lassen.

Vielleicht möchtet Ihr demnächst mal etwas mit Matcha ausprobieren. Passend zur Weihnachtszeit könnt Ihr mit diesem grünen Matcha-Joghurt-Smoothie und diesem Kuchen ein bisschen „grinchig“ werden. Manchmal hat man das Weihnachtsgetue schließlich auch mal über und möchte einfach nur den Grinch rauslassen. Und hier kommt er:

Matcha-Joghurt-Smoothie (ohne Kuhmilcheiweiß)

Zubereitungszeit:

ca. 5 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ein Glas:

  • 125 ml Schafmilchjoghurt
  • 1/2 Tasse Eiswürfel oder 1/2 Tasse kalte Pflanzendrink (z.B. Mandel-, Hanf- oder Kokosmilch)
  • 2 EL Honig
  • 1 TL Matcha

Zubereitung:

Alle Zutaten im Standmixer oder mit dem Pürierstab glatt verrühren. Fertig.

Matcha-Sandkuchen (laktosefrei, ohne Kuhmilcheiweiß, vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 15 Minuten + ca. 45 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für eine Mini-Kastenform:

  • 65 ml Kokosöl
  • 210 g Zucker
  • 2 Eier (wer empfindlich ist, nimmt nur das Eigelb)
  • 125 ml Pflanzendrink
  • 120 g Dinkelmehl
  • 1 EL Matcha
  • 1 TL Weinstein-Backpulver
  • Pr. Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 160° C vorheizen. Mini-Kastenform fetten.

Mit dem Handrührgerät Zucker und Öl verrühren. Eier und Pflanzendrink dazugeben und verrühren.

In einer separaten Schüssel alle trockenen Zutaten vermengen.

Den Feuchte-Zutaten-Mix hinzugeben und glatt rühren. In die Kastenform füllen und für ca. 45 Minuten bei Umluft/Heißluft backen.

Auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Weitere Rezepte und Infos rund um Matcha gibt es in diesem Buch:

Zusammenfassung:

  • „Gesund und schlank mit Matcha-Tee“ von Petra Hirscher
  • 95 Seiten, Taschenbuch
  • Informationen rund um Matcha
  • mit zahlreichen Rezepten von herzhaft bis süß, zum Trinken, Essen und Naschen
  • 7,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

(c) Histamin-Pirat

Herbstzeit ist Kürbiszeit …

Kürbis könnte ich immer essen. Insbesondere Butternusskürbis! Gleich hinter Maroni ist der Kürbis ein absolutes Muss im Herbst. Die vielseitige Beerenfrucht – ja, Kürbis ist eine sogenannte „Panzerbeere“, botanisch gesehen – passt zu fast allem und in nahezu alles. Heute kam der Kürbis in die Waffel. Das Rezept kommt übrigens ganz ohne Milch und Backpulver aus.

Waffeln sind auch stets perfekt für eine Party. Warum also nicht zu Bastis erstem Geburtstag Waffeln mitbringen? Da der Kleine sich wahrscheinlich später nicht mehr so richtig an die Party und die mitgebrachten Leckereien erinnern wird, gibt es für ihn von seiner Mama, die den Blog „Das Kocherl“ betreibt, ein Rezeptebuch in der Zeitkapsel. Pünktlich zum 18. Geburtstag kann er noch mal feiern, wenn man so will. Und weil Waffeln kinderleicht gehen, sind sie super für angehende Studentenköche. Mal sehen, ob Basti in 17 Jahren die Kürbiswaffeln genauso gut schmecken wie uns jetzt schon 🙂

Kürbiswaffeln (vegetarisch, laktosefrei)

Zubereitungszeit:

ca. 50 Minuten im Backofen +  ca. 1 h Zubereitung

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 15-20 Waffeln:

  • 650 g glattes Dinkelmehl
  • 170 g Butter oder Kokosöl (für die laktosefreie Variante)
  • 2 Eier (ganz Empfindliche nehmen stattdessen 3 Eigelb)
  • kl. Butternusskürbis bzw. 230 g Kürbismus
  • 600 ml Mineralwasser, prickelnd
  • 1 Pr. Salz

Zubereitung:

Zunächst den kleinen Butternusskürbis halbieren und im Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze ca. 50 Minuten backen. Die Hälften so in den Backofen geben, dass das Kürbisfleisch nach oben zeigt.

Anschließend leicht auskühlen lassen. Dann die Kerne herausschaben und das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel rauskratzen und in eine Schüssel geben. Ich bin mit dem Pürierstab noch mal durch das Kürbisfleisch gegangen. Dann wird der Teig richtig schön glatt.

Nun alle Zutaten mit einem elektrischen Handrührgerät vermischen. Wenn noch Kürbismus übrig bleibt, macht das nix. Das Mus kann vielfältig weiterverwendet werden: zum Beispiel um ein herbstliches Brot zu backen oder eine Suppe zu verfeinern, etc. Notfalls einfach in kleinen Portionen einfrieren und bei Bedarf auftauen!

Tipp: Wer zu viel Mus gemacht hat und die Waffeln gerne etwas weicher statt knuspriger mag, kann auch mehr Mus in den Teig geben und dafür etwas Mineralwasser weglassen. So bekommt ihr außerdem die volle „Kürbisdröhnung“ 😉

Das Waffeleisen vorheizen und Waffeln backen, bis der Teig aufgebraucht ist.

Tipp: Bei ca. 50 bis 70°C bleiben die Waffeln im Backofen schön warm. Einfach einen Teller in den Backofen stellen und sukzessive einen Waffelturm bauen 😉

Zu den Waffeln passt: Frischkäse, Mozzarella, Salat wie Rucola oder Feldsalat, selbst gemachter Apfelmus, Nuss-Nugat-Creme, etc. Da kein Zucker im Teig ist, können die Waffeln sowohl deftig als auch süß belegt werden. Ich esse meine Kürbiswaffeln am liebsten mit Apfelmus oder mit Kürbishumus. Letzterer ist jedoch nicht wirklich histaminarm.

Was schmeckt Euch zu Waffeln?

(c) Histamin-Pirat

Rezept für Kochfaule (glutenfrei)…

Zugegebenermaßen habe ich im Herbst und Winter wesentlich mehr Freude am Kochen und vor allem am Backen als in den warmen Jahreszeiten, aber manchmal soll es doch schnell gehen. Vielleicht hat man abends noch was vor – und wenn nur ein gemütlicher Filmeabend wartet. Da will ich jedenfalls nicht ewig in der Küche stehen. Kurzum mache ich dann Sachen, die sich wie von selber kochen. Ofenkartoffeln zum Beispiel 🙂

Ofenkartoffeln mit Schnittlauchcreme (vegetarisch, glutenfrei)

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + 60 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten:

  • so viele Kartoffeln, wie Du essen möchtest
  • 1 Pck. Frischkäse natur (Achtung: ohne Bindemittel wie Carrageen oder Guarkernmehl und ohne Citronensäure)
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 1/3 TL Salz oder weniger
  • 1-2 EL Milch

Zubereitung:

Kartoffeln gründlich abspülen. Jede Kartoffel in Alufolie wickeln und dann alle Kartoffeln zusammen in den Ofen geben und bei 200°C Heißluft ca. 60 Minuten garen.

In der Zwischenzeit die Schnittlauchcreme vorbereiten: In einer Schüssel den Frischkäse mit gehacktem Schnittlauch, etwas Salz und einem Schluck Milch zu einer geschmeidigen Creme verrühren.

Die Kartoffeln aus der Folie wickeln und schälen.

Zusammen mit der Schnittlauchcreme servieren und genießen.

(c) Histamin-Pirat

Belegte Brote ohne Brot? Glutenfreies Fingerfood – EM-tauglich (Buchrezension)…

Gesunde Snacks und Fingerfood

Die EM 2016 steht vor der Tür. Zeit, über gesunde Snacks und Fingerfood nachzudenken. Statt Bratwurst und Bier kann es zum Fest des runden Leders auch einmal gesund hergehen. Die Low-Carb-Küche bietet sich an, denn erstens ist das meiste, was Low Carb ist auch glutenfrei und so manches sogar histaminarm. Für alle, die Low Carb zum ersten Mal hören, es geht um die Einteilung von „guten“ und „schlechten“ Kohlenhydraten (carb = kurz für carbohydrates). Grundsätzlich gibt es verschiedene Low-Carb-Diäten, die allesamt das Ziel der Gewichtsreduktion verfolgen. Dabei sollen die Kohlenhydrate mit starker glykämischer Last, als jene, welche den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen lassen, reduziert werden. Getreide, Zucker und stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln werden daher großteils vom Speiseplan gestrichen. Uff, was bleibt denn dann noch über? Klar, wer Brot, Kuchen und reguläre Beilagen wie Kartoffeln gewohnt ist, muss erst einmal umdenken. Aber es gibt jede Menge gesunde Alternativen und der Low-Carb-Ansatz lässt nicht nur Pfunde purzeln, sondern wirkt sich unter anderem auch positiv auf die Herzgesundheit aus. Speziell für gesunde Snacks ist mir dieses Buch kürzlich in die Hände gefallen:

Und was gibt es so Leckeres in diesem gesunden Kochbuch zu entdecken? Viel Vegetarisches und einiges mit Fisch oder Fleisch – dabei geht es stets glutenfrei zu. Einiges wird überbacken, anderes wird gerollt. Gerollt? Ja, die gegrillten Zucchiniröllchen mit Feta-Füllung auf S. 75 zum Beispiel oder die Gurkenröllchen mit Ziegenfrischkäse und Garnelen auf S. 66. Beides ist, sofern die Zutaten frisch sind, sogar histaminarm. Wenn es nicht histaminarm sein muss, bieten sich auch andere „Sushi“-Gerichte an: Gurkenröllchen mit Avocadocremefüllung (S. 65) oder gefüllte Hähnchenbrust im Parmaschinkenröllchen (S. 69).

Da läuft einem doch jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Schließlich sind mit dem Sparschäler schnell einmal Streifen von der Gurke oder Zucchini runtergeschnitten. Dann muss nur noch die Füllung nach Wahl her und es wird gerollt. Mit einem Haps sind die leckeren Röllchen dann im Mund.

Und was bietet das Buch sonst so:

  • marinierter Mini-Mozzarella auf Basilikumblättern (S. 61)
  • gefüllte Gurkenschiffchen (S. 49)
  • belegte Zucchini- und Gurkenscheiben, z.B. mit Hüttenkäse, Olive und frischen Kräutern (S. 34)
  • Zucchinischeiben gestapelt mit Quarkschichten dazwischen (S. 33)
  • gefüllter Grillkäse/Halloumi (S. 21) oder Halloumi statt Toastbrot mit Pesto (S. 19)

Und was möchte ich Euch mit auf den Weg geben? Die leckere Knabberei von S. 84: Mandelbiscuits. Die kann man pur vernaschen oder mit Aufstrich, Kräutern & Co belegen.

Mandelbiscuits

Zubereitungszeit:

ca. 30 Minuten + 2 Stunden im Kühlschrank

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für ca. 35 Stück:

  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 125 g weiche Butter in Flöckchen oder Kokosöl
  • 75 g Mandelmehl
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

Die gemahlenen Mandeln gleichmäßig mit der Butter verkneten. Mandelmehl, Backpulver, Ei und Salz dazugeben und rasch zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Eine ca. 4 cm dicke Rolle formen, fest in Klarsichtfolie einrollen und für 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Teigrolle auspacken und mit einem scharfen Messer ca. 5 mm dicke Scheiben abschneiden. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und für ca. 15 Minuten goldgelb backen. Vor dem Naschen vollständig auskühlen lassen. Nach Belieben belegen oder pur verspeisen. Die Kekse halten sich luftdicht verschlossen ca. 4 Wochen. Tipp: Weil die mürben Biscuits so leicht zerbröseln, eignen sie sich auch als Semmelbröselersatz. Hinweis: Mit 7 Gramm Fett pro Stück sind die Biscuits jedoch nicht ganz ohne.

Zusammenfassung

  • 96 Seiten, Paperback
  • Low-Carb-Kochbuch für Snacks und Speisen für den kleinen Hunger
  • glutenfrei
  • teils vegetarisch, vieles paläotauglich, manches histaminarm
  • 12,99 Euro, erschienen im Riva-Verlag

Ich bedanke mich beim Riva-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch vom Autor oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Endlich wieder Kekse…

Vegane Kürbiskern-Schoko-Kekse (nicht wirklich histaminarm)

Adventszeit! Das ist Keks-Zeit, bei uns zumindest. Daher sind Kekse definitiv meine kulinarischen Winterhighlights. Das folgende Rezept passt daher perfekt zu Jessis Blogevent.

Auf meinem Blog gibt es schon einige Keks- und Plätzchenrezepte. Der Großteil ist histaminarm, einige sind glutenfrei und manche sind vegan. Die Kekse heute sind vegan und damit auch laktosefrei. Da Schokotropfen enthalten sind, ist das Rezept aber nicht wirklich histamintauglich. Wer sehr empfindlich auf Schokolade reagiert, lässt sie entweder ganz weg, tauscht sie durch Kürbiskernbruch aus und verwendet etwas mehr Zucker oder nutzt weiße Schokotropfen. So, nun aber ab in die Weihnachtsbackstube!

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten + ca. 15 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Blech:

  • 175 g Dinkelmehl
  • 40 g Kürbiskernmehl
  • Msp. Kardamom
  • Pr. Salz
  • ca. 50 g backfeste Schokotropfen
  • 90 g Kokosöl
  • 1 gestr. EL Backpulver
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 1 EL Chia-Samen-Mehl + 3 EL Wasser = Chia-Samen-Gel als Ei-Ersatz
  • (evtl. 1 EL pflanzliche Milch oder Wasser)

Zubereitung:

Zunächst wird der Ei-Ersatz aus Chia-Samen-Mehl angesetzt. Den Mix ca. 5 bis 10 Minuten quellen lassen. Nun alle anderen Zutaten mit dem Ei-Ersatz vermengen und gut durchkneten. Wenn der Teig sehr bröselt, etwas Wasser oder Pflanzen-Drink hinzugeben.

Mit den Händen kleine Kügelchen formen und flach drücken. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Bei 185 °C Heißluft ca. 15 Minuten backen.

Vor dem Genießen auskühlen lassen.

Was aus den Bildern nicht so deutlich hervorgeht, aufgrund der künstlichen Beleuchtung: die Kekse nehmen durch das Kürbiskernmehl einen leichten Grünschimmer an und passen damit perfekt zum Adventskranz oder Weihnachtsbaum. Dieses Rezept ist perfekt für alle, die Kekse lieben und mal etwas anderes ausprobieren wollen und nicht immer Plätzchen ausstechen wollen 😉

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Mach ich mit Matcha und vegan (Buchrezension)…

Auf dieses Buch habe ich mich schon eine Weile gefreut – und ich wurde nicht enttäuscht. Die Rede ist von „Gesund backen mit VeganPassion“ von Stina Spiegelberg. Stina ist gemissermaßen „Blogkollegin“, denn sie hat auch einen FoodBlog, den Ihr hier finden könnt. Die Bloggerin und Autorin war lange Vegetarierin und lebt seit 2008 vegan. Stina hat bereits vegane Kochbücher veröffentlicht. Heute soll es um ihr neuestes Werk, „Gesund backen“, gehen.

Wie immer – der erste Eindruck und der ist freilich optischer und haptischer Natur: Das Buch wurde als Hardcover publiziert, was ich grundsätzlich bevorzuge, denn gebundene Bücher sind langlebiger und liegen einfach stabiler in der Hand. Dass ich keine E-Books mag, wisst Ihr ja – da geht nämlich das ganze „Buchgefühl“ verloren (Wie, ich kann da nur wischen und klicken und nicht umblättern?!).

Das Buch kommt mit farbigen und ansprechenden Fotografien daher. Soweit ich gesehen habe, gibt es zu jedem Rezept auch ein Bild und das macht eigentlich immer Appetit. Also nicht auf leeren Magen bzw. bei leerem Kühlschrank drin blättern, denn Ihr müsst dann backen! Ist so. Ich hab den Fehler nämlich gemacht – was daraus geworden ist, dazu später mehr.

So, zum Inhaltlichen: Den Rezepten wurde eine kleine Warenkunde vorangestellt. Stina gibt allerlei Tipps wie man Weißmehl, raffinierten Haushaltszucker, Butter und Eier gegen gesunde, vegane Alternativen austauschen kann. Einzig meine so geliebten Chia-Samen habe ich hier vergebens als Ei-Alternative gesucht. Stina ist, anders als ich, eine begeisterte Dekor-Küchenfee. Ich bin ja eher der Kandidat von der Sorte „Hauptsache schmecken muss es“. Aber ihre Tipps zum Thema „Wie tausche ich Zuckerstreusel und Milchschokolade gegen Veganes aus“, sind dennoch interessant – auch für mich.

Ohne allzu viel Vorrede geht’s dann gleich ans Backen. Los geht’s mit Keksen, darauf folgt Kleingebäck wie Muffins bis wir zur Königsklasse Torten und Kuchen kommen. Darauf folgen dann noch zwei spezielle Kapitel, nämlich eins zum Thema rohköstlich Backen und schließlich Herzhaftes, also Hauptspeisen, die aus dem Backofen kommen.

Stinas Rezepte sind alle laktosefrei – weil vegan und ganz ohne Tier- und Tiernebenprodukte. Einige Rezepte sind von Haus aus auch glutenfrei, aber nicht alle. Sie gibt gelegentlich Tipps, wie man dies und das glutenfrei zubereiten kann. Auf Histaminintoleranz geht sie nicht speziell ein. Ich wurde dennoch fündig in ihrem Buch. Kleine Änderungen muss man aber einplanen. Ich kann Euch verraten, dass mir die Entscheidung für ein Rezept schwer gefallen ist, weil es so vieles Leckeres im Buch gibt, auch für meinen Histaminerhaushalt hier.

Noch auf meiner To-Do-Liste sind die Schoko-Bananen-Cookies (mit nicht zu reifen Bananen und weißer Schoki in meiner Variante), Hanf-Cookies, der Strudel im Apfel, der Karotten-Apfelkuchen, die Zucchini-Brownies (für einen Tag, wo wir mal mit Schokolade sündigen), die Schokoladen-Kürbistarte (s. vorher), der Maulbeer-Honigkuchen, das Zucchini-Brot und so viel mehr…

Meine erste Wahl fiel aber auf die Matcha-Kekse, schlicht und einfach, weil ich schon längst mal was mit Matcha machen wollte. Matcha ist Grünteepulver. Um den ging es ja schon im letzten Beitrag zum Thema Eistee. Heute wird Grüntee gegessen, nicht getrunken. Matcha-Pulver kann man im Bioladen oder Reformhaus kaufen oder selber machen, indem man Grüntee zermahlt. Wer übrigens nicht mit Matcha backen will, aber den tollen Grün-Effekt haben will, kann übrigens auch mit Kürbiskernmehl arbeiten – das so als mein Tip ganz nebenbei.

Matcha-Mandel-Swirls nach Vegan Passion (Buchrezension)

Zubereitungszeit:

ca. 25 Minuten + ca. 10-12 Minuten im Backofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für ca. 1 Blech:

  • 400g Dinkelmehl Typ 630
  • 50 g Mandeln, blanchiert und gemahlen
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 1 Pr. Salz
  • 1/4 TL Vanille, gemahlen (eine Vanilleschote auskratzen)
  • 200g vegane Margarine (bei mir war’s Kokosöl), zimmerwarm
  • 50 ml Pflanzendrink (Mandel, Hafer… – nicht Soja)
  • 2 geh. TL Matcha-Pulver
  • 1 EL Rohrohrzucker

Zubereitung:

Ich mache die Pflanzenmilch meist selbst. Am besten macht Ihr also die Mandelmilch mit blanchierten Mandeln und heißem Wasser selbst. Die Überbleibsel könnt Ihr dann statt der 50g Mandeln verwenden – das so als mein Tip zu Stinas Rezept.

In einer Rührschüssel Mehl, Mandelmatsch (mein Ausdruck, nicht Stinas), Zucker, Salz und Vanille mischen. Die Margarine (oder Kokosöl) und den Pflanzendrink zugeben. Mit dem Knethaken eines Rührgeräts (ich hab die Hände verwendet) zu einem gleichmäßigen Teig kneten. Die Hälfte des Teigs mit Matcha und Zucker versehen und gleichmäßig einarbeiten.

Auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche jeweils die Hälfte des hellen und grünen Teigs auf 10 x 25 cm ausrollen. Beide Teige aufeinander legen und einrollen. Das funktioniert am besten, wenn der grüne Teig unten liegt. Von der Rolle etwa 1 cm dicke Stücke abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei 180° C Ober-/Unterhitze 10 bis 12 Minuten backen. Wer mag, kann die kleinen Kringel noch mit (weißer) Kuvertüre versehen.

OK, bei mir sind die zwei Schichten ein bisschen in einander verlaufen, aber dennoch: lecker war’s!

Weiter oben habe ich gesagt: Nicht hungrig und bei leerem Kühlschrank durch das Buch blättern, was ich natürlich gemacht habe. Und dann sind der Histaminer und ich bei der Schoko-Kokostorte hängen geblieben. Ohje… Der Histaminer mag Schokolaaaaade! Da führt kein Weg dran vorbei – histaminarm hin oder her. Ab und an muss es einfach Schokolade sein. Also: „Kannst Du DAS machen?“, fragt er. „Klar!“, sag ich mal so geradeaus und stehe dann in der Küche und für den Teig ist nicht genug Dinkelmehl da und naja Sojajoghurt wurde flugs ersetzt – im Endeffekt entstand ein Tortenteig, der schwer improvisiert war. Fragt mich nicht, was ich alles gemixt habe, um 500 g Dinkelmehl zu ersetzen (knapp 100 g hatte ich noch). Also drin war: Teffmehl, Haferflocken, Kokosmehl und -flocken, Hanfsamenmehl, Kürbiskernmehl und und und – war aber lecker, so viel gleich vorweg. Das eigentliche Highlight war aber nicht der Teig, der ohne Schoko auskam, sondern die SCHOKOLADENGLASURCREME!!! Statt Cashewnüsse habe ich Mandelblättchen genommen. Agavendicksaft wurde Ahornsirup, statt Datteln kam halt Honig rein (obwohl nicht vegan) und dann alles durchpüriert. Hier in der Übersicht:

  • 100 g Mandelblättchen
  • 120 g Kokosöl oder -mus (Mus ist besser!!!)
  • 100 g Süßes (Ahornsirup, Rohrohrzucker und Honig hab ich bunt gemischt)
  • 200 ml Pflanzenmilch (hab einen Haferflocken-Mandelmix gemacht)
  • 60 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 1 Banane

Dann ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen und dann nicht alles wegschleckern, bevor der Kuchen mit Schoki „eingepackt“ ist – und ich sage Euch, die Gefahr ist groß! Kurzum, der kleine Improkuchen war dermaßen lecker, dass ich mich ärgere nicht mitgeschrieben zu haben, aber das Highlight war wohl eh die Glasur. Der Histaminer hat das Mixgefäß schließlich fast so sauber gekriegt wie ein Geschirrspüler… Die Creme ist super lecker, aber nicht unbedingt histaminarm, muss ja auch nicht immer sein. Gut, wer also mit Zutaten improvisieren kann, kann auch auf leeren Kühlschrank loslegen, aber ich übernehme keine Garantie. Zumindest diese Glasurzutaten muss ich nun immer im Haus haben und solltet Ihr vielleicht auch 😉

Fazit

Das Buch wird seinem Titel „Gesund backen“ gerecht und bietet dabei viele leckere, vegane Backideen von süß bis deftig. Da die Rezepte vegan sind, sind sie auch laktosefrei. Daneben sind einige Rezepte glutenfrei. Auch für Histaminintoleranzgeplagte gibt es einige Rezepte, die nach kleinen Änderungen gut umsetzbar sind.

Zusammenfassung

  • 216 Seiten, Hardcover mit farbigen Fotografien
  • zahlreiche vegane Rezepte (einige glutenfrei, alle laktosefrei, einige „histamintauglich“)
  • sowohl süße Leckereien als auch deftige Backwaren, die sich als Hauptspeisen eignen
  • Verzicht auf tierische Produkte, kein Kristallzucker, viele Tips zum Austauschen (gesunde Alternativen)
  • 19,95 Euro, erschienen im Neun-Zehn-Verlag

Ich bedanke mich beim Neun-Zehn-Verlag für das gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar. Die gemachten Angaben sind weder vom Verlag, noch von der Autorin oder anderen beeinflusst worden und entsprechen meinen eigenen Ansichten.

Zusammenfassung: Chia-Samen-Blogevent (und die Gewinnerinnen)

Zusammenfassung: Blogevent

„Kleine Alleskörner – Das Chia-Samen-Blogevent“

Hier habe ich alle Beiträge zum Blogevent/Gewinnspiel gesammelt. Eigentlich schade, dass es nur zwei Teilnehmerinnen gab. Hiermit stehen dann auch die Gewinnerinnen fest. Sie wurden bereits per E-Mail verständigt.


 

  • Die erste Einsendung stammt von einer Leserin. Eileen hat leckere Kokos-Chia-Kekse gebacken. Kekse finde ich immer klasse.

Und so geht’s:

Zutaten:

  • 100 g Dinkelmehl
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 74   g Kokosraspeln
  • 70   g Palmöl (als Notlösung geht auch Alsana Bio-Margarine=Palmfett)
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Vanilleschote
  • 2 EL Chia-Samen
  • 1 kleines Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Zubereitung:

Zucker und Fett schaumig rühren (3-5 Minuten lang). Vanille+Salz dazu; umrühren. Mehl mit Backpulver mischen und dazu geben. Zum Schluss die Kokosraspeln hinzugeben und das Ei.
Es sollte eine feste Masse entstehen, die man mit zwei Teelöffeln gut zu kleinen Keksen formen kann (klebt fast nicht am Löffel). Auf das Backblech damit und  bei 180 Grad ca. 15 Minuten backen (Umluft) – nicht zu braun werden lassen!

  • Maria von Widerstand ist zweckmäßig ist auch mit von der Partie. Maria hat das Chia-Büchlein, das ich u.a. verlose, schon. Sie macht aber trotzdem bei der Blogparade zum Thema Chia-Samen mit. Hier gewährt sie Euch einen kleinen Einblick in das Büchlein. Schaut doch richtig lecker aus, oder?


 

Danke für Eure Einsendungen 🙂

Alles Liebe!

(c) Histamin-Pirat

Urlaubsfeeling inklusive…

Heute gibt es schon mal einen Vorgeschmack – im wahrsten Sinne des Wortes – auf den Sommer, Urlaubsfeeling inklusive. Ich wollte schon immer mal Biskuitrollen machen und habe mich jetzt daran gewagt. Diese Biskuitrolle ist vegetarisch (kommt ohne Gelatine aus), aber ist vielleicht nicht wirklich hundertprozentig „histamintauglich“, denn es sind Bananen drin. Und Bananen sind immer so eine Sache bei HIT. Meine Erfahrung, was Bananen angeht, ist die, dass Bananen a) in geringen Mengen ab und an schon gehen und das vor allem b) wenn sie noch nicht hundertprozentig reif sind, also noch ein bissl grün oben am Ansatz sind. Im Zweifelsfall lasst Ihr die Biskuitrolle doch aus und träumt Euch so an den Strand bzw. Ihr reduziert auf lediglich eine Banane in der Füllung. Es ist eben doch individuell zu beurteilen, was Euch bekommt. Vorher gut gekühlt, eignet sich diese Rolle auch für ein leckeres Picknick im Freien, vor allem jetzt, wo es noch nicht ganz so heiß ist. Deshalb bringe ich diese frühlingsfrische Biskuitrolle mit Sommervorgeschmack mit zur Geburtstags-Frühlingssause von Natascha. Ihr Blog feiert nämlich einjähriges Bestehen und das soll gebührend gefeiert werden. Fruehjahrssause_gr Diese leckere Biskuitrolle bringt einen gaumentechnisch direkt an den Strand, in die Sonne, ja, ich kann das Meer förmlich schon rauschen hören und eine salzige Brise weht mir um die Nase… Daher passt die Biskuitrolle perfekt zu Michaels Blogevent auf LAPATIsserie: „Urlaub als Foodie„.

Bananen-Kokos-Chia-Biskuitrolle (vegetarisch)

Zubereitungszeit:

ca. 50 Minuten Arbeitszeit & 2 Stunden Auskühlzeit

Schwierigkeit:

normal

Zutaten für 1 Rolle:

Biskuit:

  • 80g Kokosraspeln
  • 4 Eier
  • 100g Rohrohrzucker
  • 1 Pr. Salz
  • 3 EL Dinkelmehl
  • 2 EL Speisestärke, ich habe Maisstärke verwendet
  • (ca. 2 EL Rohrohrzucker für das Geschirrtuch)

Füllung:

  • 1 gestr. TL Agar-Agar
  • 400g Vanillejoghurt (ich habe einen Heumilchjoghurt verwendet, der ohne Bindemittel wie Carrageen, Pektin oder so auskommt)
  • 1-2 Bananen
  • 1 gr. Dose Kokosmilch (400ml), unbedingt ohne Bindemittel kaufen, z.B. von Dr. Goerg oder Alnatura
  • 2 EL Staub- bzw. Puderzucker (gibt’s auch von Rohrohrzucker)
  • 2-3 EL Chiasamen

Zubereitung:

  1. Am Tag vorher: Die Kokosmilchdose in den Kühlschrank stellen.
  2. Am Tag der Zubereitung: Die Kokosraspeln ohne Fett kurz in der Pfanne anbrutzeln bis sie leicht duften (1-3 Minuten auf kleiner Flamme).
  3. Den Backofen auf 200°C vorheizen.
  4. Die Eier trennen. Die Eigelbe mit Zucker schaumig rühren (mit dem elektrischen Handrührgerät), die Eiweiße mit der Prise Salz steif schlagen (auch mit dem elektrischen Handrührgerät).
  5. Vorsichtig alle Zutaten für den Biskuitteig mit dem Schneebesen (von Hand) vermengen.
  6. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und für ca. 15 Minuten backen.
  7. Sofort aus dem Ofen nehmen. Auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen, das Backpapier abziehen und den Teig mit dem Geschirrtuch aufrollen. So auskühlen lassen.
  8. Die Kokosmilchdose öffnen. Das Feste abnehmen und in einer Schüssel sammeln. Mit dem elektrischen Handrührgerät steif schlagen, so wie man es mit Schlagsahne bzw. Schlagobers tun würde. Tip: Dieses Feste kann man tatsächlich so aufgeschlagen mit etwas Zucker als veganen Schlagsahne- bzw. Schlagobers-Ersatz nutzen – nur so als Idee fürs nächste Mal 🙂
  9. Die Banane(n) schälen, halbieren und in schmale Scheiben schneiden.
  10. Ca. 3-4 EL vom Kokossaft nehmen und das Agar-Agar darin einrühren. In einem kleinen Topf zum Kochen bringen (dauert nur ca. 2-3 Minuten).
  11. Das Agar-Agar sofort mit der Kokossahne, dem Vanillejoghurt, Puder-/Staubzucker, Chia-Samen und den Bananenstücken vermengen. Kalt stellen.
  12. Die ausgekühlte Biskuitteigrolle abrollen und großzügig mit der Joghurt-Creme-Füllung bestreichen und wieder aufrollen. Kalt stellen bis zum Servieren.
  13. Nach Belieben z.B. mit Kokosraspeln verzieren.

Tip:

Nach Fertigstellen die Biskuitrolle am besten noch zugedeckt ca. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Sie ist dann noch saftiger und homogener. Sie lässt sich dann auch besser schneiden.

Die restliche Kokosmilch kann in Smoothies, Suppen, Saucen, Currys, Risottos/Hirsottos, etc. verwendet werden.

Nicht vergessen: Bis zum 20.5. habt Ihr noch Gelegenheit bei meinem Chia-Event mitzumachen. img_6105

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

Backrezepte veganisieren (Zitronenblechkuchen)

vegane-info

Gebäck veganisieren & Rezept

Heute gibt es einen ersten Vorgeschmack auf mein Vegan-Special. Ich werde ein paar einfache Anleitungen zum Veganisieren von Backwaren vorstellen – die auch „histamintauglich“ sind. Das mitgelieferte Rezept (weiter unten) ist aufgrund der enthaltenen Zitrone aber wohl nicht für jeden bzw. jede Betroffene etwas.

Neben den paar Vegan-Kniffen kommt noch mein Beitrag zur Aktion „Kochbuch-Wichteln“ vom Küchenatlas-Blog.

KüchenAtlas-Blogparade: Weiß wie der Schnee

Die liebe Karin von Tatort Küche war meine Wichtelpartnerin bei der Aktion vom Küchenatlas-Blog.

Karin hat mir selbst gemachtes Chili-Salz geschickt, das wirklich ordentlich scharf ist und wohl eher nur was für mich ist, da ich ja selbst keine Histaminintoleranz habe – anders als der Mann an meiner Seite. Überhaupt macht Karin auch vieles gerne selbst und so war sie eine wirklich passende Wichtelpartnerin. Schaut doch mal bei ihr vorbei. Ich bin ganz froh bei der Aktion mitgemacht zu haben. Es war eine gute Gelegenheit einen neuen, spannenden Blog zu entdecken, den ich noch nicht kannte.

Dazu gab es ein dickes Zitronenkochbuch.

Nun ja, auch Zitronen sind so eine Sache bei HIT. Viele vertragen sie nicht oder nur in kleinen Mengen. Sie gelten als Liberator, enthalten aber viel Vitamin C – aber eben auch viel Säure. Ob bzw. wieviel Zitronen Ihr vertragt, müsst Ihr individuell abwägen.

Ich habe mich aber über das Buch gefreut, nicht nur, weil ein total leckeres Zitronenblechkuchenrezept, sondern auch viele Infos rund um Zitronen enthalten sind. Wie immer, bei Zitrusfrüchten aber im Besonderen, gilt es bio zu kaufen – eh klar. Aber dann gibt es da noch „unbehandelte“ Zitronen. Und was heißt das eigentlich? Eva Gründel erklärt im Buch, dass Zitronen zur Haltbarmachung meist mit einer dünnen Wachsschicht überzogen werden. Diese behandelten Zitronen sind nur für die Saftgewinnung, also zum Auspressen geeignet. Wer aber die Schale auch verwenden will, muss bio und unbehandelt kaufen.

Wusstet Ihr, dass man ein bissl zu viel Zitrone gut mit Gurken neutralisieren kann? Die Autorin spricht sich definitiv gegen den Griff in die Zuckerdose aus, um zu viel Zitrone auszugleichen.

In dem Buch geht es wie der Titel verlautbaren lässt, um Zitronen. In allen Variationen werden Zitronen in Saucen, Dips, Vorspeisen, Hauptspeisen und Süßspeisen verarbeitet.

Ich habe direkt ein Auge auf Seite 116 geworfen. Denn hier gibt es Zitronenblechkuchen – eine absolute Kindheitserinnerung meinerseits. Meine Oma hat zu Geburtstagen und sonstigen Feierlichkeiten quasi obligatorisch ihren Zitronenblechkuchen mitgebracht, d.h. mitbringen müssen. Ich hab den geliebt, aber irgendwie hab ich selbst nie Zitronenblechkuchen gemacht. Zeit das zu ändern. Und mit meinem Vegan-Special im Hinterkopf dachte ich mir, mache ich doch eine Art „veganisierte Nostalgiebackaktion“. Omas Kuchen auf vegan sozusagen. Daher passt der Kuchen auch prima zu Kasselfoods Aktion „Nostalgieküche„.
Nostalgie

Und mindestens genauso gut auf Lixies Geburtstagstisch.

Lixie schreibt den Blog Photolixieous. Bei ihr gibt es übrigens auch leckere histaminarme Rezepte – und viel tollere Photos als bei mir 😉 Schaut also mal vorbei. Ihr Blog feiert gerade seinen 1. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

*** nicht histaminarm ***

Das folgende Rezept enthält Zitronen, welche als Histaminliberatoren gelten. Je nach dem, wie sensibel Ihr reagiert, solltet Ihr diesen Kuchen lieber auslassen. Manch eine/r verträgt vielleicht doch ein Stück, aber Ihr seid vorgewarnt und so heißt es: Vorsicht.

Zitronenblechkuchen (vegan)

zitronenblech

Zubereitungszeit:

ca. 20 Minuten Arbeitszeit & ca. 20-25 Minuten im Ofen

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 Blech:

Teig:

  • 400g Dinkelmehl
  • 100g Braunhirsemehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 10g selbst gemachter Vanillezucker
  • 150g Kokosblüten- oder Rohrohrzucker
  • (Pr. Kardamom)
  • Abrieb einer Zitrone
  • 200ml Hafermilch oder pflanzliche Milch nach Wahl/Verträglichkeit
  • 250g Kokosöl
  • 4 gestr. EL Chiasamen & 12 EL Wasser
  • Spritzer Zitronensaft
  • Pr. Salz

Zuckerguss:

  • ca. 150 bis 200g Rohrohrpuderzucker
  • 3-4 EL Zitronensaft
  • 1 EL heißes Wasser

Zubereitung:

  1. Den Eiersatz aus Chiasamen und Wasser ansetzen und für ca. 10 Minuten beiseite stellen zum Quellen.
  2. Das Öl fein schlagen und Zucker einrühren.
  3. Zitronenabrieb, Vanillezucker, Pr. Salz, (Pr. Kardamom), Spritzer Zitronensaft und schließlich den Eiersatz hinzufügen und cremig schlagen.
  4. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und portionsweise abwechselnd mit der „Milch“ in die cremige Masse geben. So lange rühren bis ein glatter Teig entsteht.
  5. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig auf dem Blech verteilen, glatt streichen.
  6. Auf mittlerer Schiene 20-25 Minuten goldbraun backen. Kuchen aus dem Ofen nehmen.
  7. Für den Guss Rohrohrpuderzucker sieben und in einer Schüssel mit dem Zitronensaft und heißem Wasser glatt rühren. Die Masse sollte streichfähig, aber nicht flüssig sein.
  8. Den noch warmen Kuchen mit dem Guss bestreichen und trocknen lassen. Zum Servieren z.B. in Rauten oder Quadrate schneiden (mit einem Pizzaroller geht das auch).

Tip:

Der Kuchen schmeckt noch besser, wenn er einen Tag ruhen kann.

Tips – Backwaren veganisieren:

Im Originalrezept wird mehr Zucker (200g statt 150g) verwendet und hier reduziere ich immer ganz gerne.

Außerdem sind im Originalrezept 4 Eier angegeben. Pro Ei kann man einfach einen gestrichenen EL Chiasamen & 3 EL Wasser rechnen. Das rührt man an und lässt es ca. 10 Minuten quellen. Dann entsteht eine pudding-artige bzw. gelige Masse, mit der man Eier in Backwaren ersetzen kann, denn dieser Chiamix bindet genauso gut wie Eier. Das habe ich Euch schon im Glutenfrei-Spezial vor kurzem verraten.

In Backwaren tausche ich Butter (auch im Originalrezept angegeben) immer 1:1 mit Kokosöl aus.

Das Gleiche gilt für Milch. Vegane und histaminarme Alternativen sind z.B. Kokos-, Hafer-, Reis- und Mandelmilch. Pflanzliche Milchalternativen kann man auch einfach selbst machen. Für Kokosmilch und Reismilch gibt es bei mir schon Rezepte.

Wenn Ihr aber pflanzliche Milch kauft, achtet darauf, dass noch kein Zucker (und vor allem kein Agavendicksaft) drin ist und dass keine Bindemittel wie Guarkernmehl drin sind.

Weil Chiagel nicht ganz so fluffig ist wie sonst Eier, habe ich 100g des Mehls (insgesamt 500g) ausgetauscht gegen Braunhirsemehl. Braunhirsemehl ist leichter als Dinkelmehl und macht so den Teig fluffiger.

Mit den Tips könnt Ihr viele Backrezepte veganisieren, die ohne Schlagsahne/Schlagobers bzw. Eischnee auskommen. Zu diesen 2 Fällen komme ich noch an anderer Stelle. Aber Kekse, Marmorkuchen, Blechkuchen & Co werden so ganz leicht vegan.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat