Über Histaminintoleranz


Allgemeines zu Histaminintoleranz

Histamin

Histamin – so heißt der Stoff, der bei Histaminose und Mastzellerkrankungen nicht richtig vertragen wird. Doch was genau ist das eigentlich?

Definition

Histamin ist ein biogenes Amin, das im Körper als Gewebshormon und Neurotransmitter aktiv ist. Die Substanz spielt bei vielen physiologischen und pathophysiologischen Vorgängen eine zentrale Rolle und ist unter anderem ein wichtiger Mediator bei Entzündungsreaktionen.

Chemie

Die Summenformel von Histamin lautet C5H9N3. Alternative chemische Bezeichnungen für Histamin sind 2-(4-Imidazolyl)ethylamin, 2-(1H-Imidazol-4-yl)ethanamin oder 4-(2′-Aminoäthyl)-Imidazol. Die Strukturformel ist:

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Vorkommen

Histamin findet sich im menschlichen Körper fast ubiquitär, u.a. in der Haut, in der Lunge, in der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts und im Hypothalamus. Auch Lebensmittel enthalten relevante Histaminkonzentrationen. Von einigen Pflanzen wird Histamin als Abwehrsubstanz produziert (z.B. von Brennnesseln).

Stoffwechsel

Histamin entsteht im menschlichen Körper durch Decarboxylierung aus der Aminosäure Histidin. Die Umwandlung wird durch das Enzym Histidindecarboxylase (HDC) katalysiert. Histamin wird durch die Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) zu N-Methylhistamin metabolisiert oder durch die Diaminooxidase (DAO) in Imidazolessigsäure umgewandelt.

In Zellen, die größere Mengen Histamin enthalten (z.B. Mastzellen) wird Histamin intrazellulär in Vesikeln gespeichert, in denen es an Heparin gebunden ist.

Funktionen und Rezeptoren

Histamin ist ein potenter Mediator, der im Organismus eine Fülle von Folgereaktionen auslöst. Es entfaltet seine Wirkungen durch Bindung an membrangebundenen Histamin-Rezeptoren. Man unterscheidet dabei H1-, H2-, H3– und H4-Rezeptoren. Die wichtigsten pharmakologischen Effekte, die in verschiedenen Geweben durch Ansprechen dieser Rezeptoren entstehen, sind im Folgenden aufgeführt.

H1-Rezeptor

Der H1-Rezeptor ist z.B. für die allergietypischen Symptome wie Hautrötungen, Ausschlag und Husten verantwortlich. Da bei einer allergischen Reaktion auch Histamin ausgeschüttet wird, nennt man die Histaminintoleranz übrigens auch „Pseudoallergie“. Die Symptome sind mitunter ähnlich, jedoch werden bei einer Pseudoallergie im Unterschied zur Allergie keine spezifischen IgE-Antikörper gebildet.
Histamin sorgt  durch Bindung an den H1-Rezeptor für die Erweiterung der Blutgefäße und die Erhöhung der Gefäßpermeabilität, also eine erhöhte Durchlässigkeit. Durch die Gefäßerweiterung kommt es zu einer Senkung des arteriellen Blutdruckes und zu einer verstärkten Bildung von Adrenalin. Die erhöhte Gefäßpermeabilität führt mitunter zu einer Bildung von Ödemen der Haut und Schleimhaut. Typische Veränderungen der Haut durch zu viel Histamin sind Schwellungen, wie Blasen oder Quaddeln, Rötungen und Juckreiz. Auch bei der Entstehung von Migräne oder anderen Kopfschmerzen kann die gefäßerweiternde Wirkung des Histamins eine Rolle spielen.
An den Bronchien führt Histamin, ebenfalls durch Ansprechen des H1-Rezeptors, zu Bronchokonstriktion, einer Verengung der Luftwege innerhalb der Lunge. Husten, asthma-ähnliche Symptome oder Atemnot sind mögliche Folgen. Histamin ist daher auch von besonderer Bedeutung beim durch Allergien ausgelösten Asthma bronchiale. Über den H1-Rezeptor wird auch der Tag-Nacht-Rhythmus reguliert, also wann der Mensch müde wird oder sich wach und fit fühlt. Zu viel Histamin kann zudem über den H1-Rezeptor Brechreiz auslösen.

H2-Rezeptor

Histamin löst durch Bindung an den H2-Rezeptor der Parietalzellen der Magenschleimhaut eine erhöhte Sekretion von Magensäure aus. Auch „Herzrasen“ kann durch zu viel Histamin über den H2-Rezeptor verursacht werden. Dann kommt es zur so genannten Reflextachykardie, der Beschleunigung des Herzschlags, um einem Blutdruckabfall durch vermehrte Herztätigkeit entgegenzuwirken.

H3-Rezeptor

Im zentralen Nervensystem (ZNS) wirkt Histamin als Neurotransmitter und beeinflusst über den H3-Rezeptor auch die Ausschüttung anderer Neurotransmitter, z.B. die von Noradrenalin, Serotonin, Dopamin und Glutaminsäure (Glutamat). Histamin beeinflusst das Schmerzempfinden. H3-Rezeptoren findet man auch in Zellen des Verdauungsapparats. Histamin wirkt hier beispielsweise auf die Sekretion vom Hormon Somatostatin ein. Somatostatin selbst beeinflusst einige andere Hormone sowie die Magensäuresekretion.

H4-Rezeptor

Die unterschiedlichen Histamin-Rezeptoren wurden in der Reihenfolge ihrer Entdeckung benannt. Die Existenz des H4-Rezeptors wurde erst im Jahr 2000 in einer Studie bestätigt. Nach wie vor wird an den verschiedenen Wirkungen von Histamin geforscht. Dabei werden immer neue Zusammenhänge zwischen Abläufen im Körper entdeckt, auf die Histamin einen Einfluss hat. Zudem wird Histamin mit immer mehr Krankheiten in Verbindung gebracht – dazu später mehr. Histamin wirkt durch Bindung an den H4-Rezeptor u.a. auf Vorgänge des Immunsystems. Histamin ist dadurch nicht nur an allergischen Prozessen beteiligt, sondern spielt auch bei Entzündungsprozessen eine entscheidende Rolle.

 

Histaminintoleranz

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Definition: Als Histaminose wird generell der Zustand bezeichnet, wenn zu viel oder zu wenig Histamin im vorliegt, denn beides kann Probleme verursachen. Dadurch bezeichnet der Begriff Histaminose keine spezifische Krankheit, sondern ist stattdessen als Überbegriff zu verstehen, unter den Krankheiten wie Histaminintoleranz (zuweilen auch: Histaminunverträglichkeit) und Mastzellaktivierungserkrankungen fallen.

Anders bei einer Allergie handelt es sich bei der Histaminintoleranz um eine enzymatische Abbaustörung. Histamin wird vom Körper schlechter abgebaut und daher treten Symptome auf. Es sind keine Antikörper, die gebildet werden, im Spiel.

Bei Mastzellaktivierungserkrankungen verfügt der Körper häufig über aktive Enzyme zum Histaminabbau. Dennoch treten massive Symptome auf, die denen der Histaminintoleranz ähneln können, da der Körper selbst zu viel Histamin ausschüttet.

Mit dem Begriff der Histaminintoleranz, in Anlehnung an z.B. Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit infolge eines Mangels an spaltendem Enzym, der Laktase), meint man meist eine enzymatische Histaminabbaustörung, im Sinne eines DAO-Defizits.

Mittlerweile ist jedoch bekannt, dass neben der DAO (Diaminoxidase) auch die HNMT (Histamin-N-Methyltransferase), ein anderes Enzym, eine entscheidende Rolle beim Histaminabbau spielt.

Wie die folgende Grafik zeigt, spielen auch die MAO (Monoaminooxidasen) eine Nebenrolle beim Histaminabbau.

Da verschiedene Enzyme – und das auch noch an verschiedenen Orten im Körper – für den Histaminabbau verantwortlich sind, ist es oft schwierig die mannigfaltigen Symptome korrekt als Ausdruck einer der Mastzellaktivierungserkrankungen oder der Histaminintoleranz zu identifizieren. Man unterscheidet zudem verschiedene Formen der Histaminintoleranz.

Formen und mögliche Ursachen einer Histaminintoleranz

Bisher sind die genauen Ursachen der Histaminintoleranz noch umstritten, zumal es verschiedene Ausprägungen der Erkrankung gibt: Einerseits kategorisiert danach, welcher Histamin-Rezeptor betroffen ist (mehr dazu s.o.), andererseits ob es sich um eine angeborene Histaminintoleranz handelt oder nicht. In jedem Fall liegt eine Störung beim Histaminhaushalt vor.

Eine Histaminintoleranz kann, wenn sie angeboren ist (Gendefekt: angeborener DAO-, HNMT- oder MAO-Mangel), ein Leben lang andauern. In diesem Fall ist man aufgefordert sich sein Leben lang histaminarm zu ernähren. In der Form ist Histaminintoleranz nur therapierbar, aber nicht heilbar.

Eine Störung der HNMT kann aber auch durch chemische Einflüsse verursacht werden und ist dann nur vorübergehend und dementsprechend heilbar.

Ursache für einen DAO-Mangel ist häufig eine Darmdysbiose. Durch verschiedene Einflüsse kann die natürliche Darmflora gestört sein, wodurch das Verhältnis von „guten“ zu „schlechten“ Bakterien im Darm aus dem Gleichgewicht gerät.


Die meisten Zellen produzieren sowohl DAO wie auch HNMT. Allerdings unterscheiden sich die Mengen je nach Organ bzw. Zelltyp beträchtlich. Im Zentralnervensystem (ZNS), in der Bronchialschleimhaut und in der Haut ist die HNMT der Hauptabbauweg. Bei einer Funktionsminderung der HNMT sind deshalb diese Organe, insbesondere das Gehirn, tendenziell besonders stark betroffen. (Hierbei sollte auch bedacht werden, dass in diesen Organen auch besonders viele Mastzellen vorhanden sind. Mastzellerkrankungen müssen deshalb ebenfalls als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden, wenn sich die Symptome vor allem in diesen Organen manifestieren.)

Bei einer Funktionsminderung der DAO werden hingegen kaum Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem erwartet. Die DAO ist ein exkretorisches (= nach außen abgegebenes) Enzym, das hauptsächlich von den Darmschleimhautzellen produziert und ausgeschieden wird. Es baut bereits außerhalb der Körperzellen das Histamin im Nahrungsbrei ab, um zu verhindern, dass es in zu großen Mengen in den Körper gelangt. Die HNMT hingegen ist im Innern der Körperzellen, besonders in der Leber und der Niere (Entgiftungsorgane), maßgeblich am Histaminabbau beteiligt.

Wegen der oben geschilderten räumlichen und funktionellen Trennung (in unterschiedlichen Organen gebildet, inner- / außerhalb der Zellen) kann beim Ausfall eines dieser Enzyme vermutlich kein anderes dessen Funktion vollumfänglich übernehmen.

Unter anderem werden Vorerkrankungen, v.a. mit bakterieller Beteiligung und Belastungen mit z.B. Schwermetall, als mögliche Ursachen für eine Histaminintoleranz angesehen. Wird der Körper entsprechend entgiftet bzw. die Vorerkrankung entsprechend behandelt und ernährt man sich strikt histaminarm, kann die Histaminintoleranz überwunden werden. Eine solche Vorerkrankung oder Vergiftung kann man gelegentlich im Mund lokalisieren. Alte Amalgam-Füllungen können z.B. die Ursache für die Vergiftung sein, wenn diese dann auch noch mit Karies unterlegt sind, kommt die bakterielle Belastung noch hinzu.

Andere Einflüsse können z.B. Antibiotika sein, die die Darmflora stören bzw. gestört haben. Spezielle Probiotika können nach und nach helfen, eine gesunde Darmflora wieder aufzubauen.

Auch ein aus dem Gleichgewicht geratener Hormonhaushalt kann Histaminprobleme verursachen oder begünstigen. Die größte Rolle spielt hier vermutlich das Östrogen (weibliches Sexualhormon), wobei nicht die absolute Östrogenmenge, sondern das Verhältnis von Östrogen relativ zu bestimmten anderen Hormonen (Progesteron, Testosteron) entscheidend ist. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer.

Zu den Störfaktoren im Hormonhaushalt gehören:

  • Weiblicher Zyklus (Menstruation)
  • Hormonelle Empfängnisverhütung (Antikonzeptiva, Antibabypille)
  • Wechseljahre (Klimakterium)
  • Pubertät
  • Östrogendominanz (bzw. Progesteron- oder Testosteronmangel)
  • Hormone und hormonähnliche Stoffe in natürlichen Lebensmitteln (z.B. Östrogen in Hopfen und Bier)
  • Hormonaktive Umweltschadstoffe: Stoffe mit (unbeabsichtigter) hormonähnlicher Wirkung in Alltagsprodukten wie Kunststoffen, Sonnencrèmen etc.
  • (Evtl. Hormone als Leistungsförderer in der Tierproduktion?)

Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Histamin und Hormonen:

Von HIT sind deutlich mehr Frauen als Männer betroffen und die Krankheit tritt oft mit dem Beginn der Wechseljahre auf.

Die Intensität der Histaminprobleme ist vom weiblichen Zyklus abhängig (Regelschmerzen als Histaminsymptom).

Die Beschwerden histaminsensibler Personen können sich bei Einnahme der Pille (hormonelle Empfängnisverhütungsmittel) je nach individuellem Hormonstatus verschlechtern oder auch verbessern.

Während der Schwangerschaft steigt der DAO-Spiegel um das ca. dreihundertfache an, um die Gebärmutter bzw. den Embryo vor Histamin zu schützen. Das hat zur Folge, dass während einer Schwangerschaft Allergien und andere Histaminprobleme meistens vorübergehend verschwinden.

Die komplizierten Wechselwirkungen werden noch nicht genügend verstanden. Ein Mechanismus könnte sein: Für den Abbau von Östrogen wird Vitamin B6 benötigt. Wenn zu viel überschüssiges Östrogen abgebaut werden muss, steht der Diaminoxidase (DAO) nicht mehr genügend Vitamin B6 für den Histaminabbau zur Verfügung. Umgekehrt scheint aber auch der Histaminspiegel den Hormonhaushalt zu beeinflussen. Möglicherweise sind neben der DAO noch andere Stellen im Histaminstoffwechsel hormonell beeinflusst.

Das Problem mit der Pseudoallergie

Durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, wird Histamin einerseits aus körpereigenen Speichern (v.a. Mastzellen) freigesetzt und andererseits über die Nahrung zugeführt. Der Körper eines Gesunden ist dazu befähigt, dieses Histamin schnell genug abzubauen, so dass dies im Normalfall nicht zu Problemen führt. Übersteigt nun – aus welchen Gründen auch immer – die Summe aller Histaminquellen die Fähigkeit des Körpers, Histamin abzubauen, dann steigt der Histaminspiegel zu stark an. Wenn die individuelle Toleranzschwelle überschritten wird, kommt es zu einer breiten Palette von „Vergiftungssymptomen“. Hierzu zählen Ausschlag, wie bei einer Allergie, aber auch Kopfschmerzen als hätte man einen schweren Kater. Daher spricht man auch von der Pseudoallergie.

Im Unterschied zu einer Allergie werden bei der Pseudoallergie keine spez. IgE-Antikörper gebildet. 

Die Reaktion sieht jedoch meist ähnlich aus. Gerade das macht es auch so schwer eine Histaminintoleranz zu diagnostizieren. Betroffene leiden oft über Jahre oder Monate ohne Abhilfe zu bekommen, werden teilweise wie Hypochonder behandelt oder die Symptome (s. Auflistung unten) werden als psychosomatisch abgetan. Die Symptome können denen einer Pollenallergie oder anderer Lebensmittelunverträglichkeiten ähneln:

  • Anschwellende Nasenschleimhaut, laufende Nase, Niesen, Auswurf, Hustenreiz, Atembeschwerden
  • Verdauungsprobleme: Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen
  • Juckreiz, Hautausschlag, Hautrötungen, Erröten (Flush im Gesicht)
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche, gestörtes Temperaturempfinden
  • Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, Blutdruckabfall
  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
  • Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ödeme (Schwellungen, Wasseransammlungen, z.B. geschwollene Augenlider)

(s. http://www.histaminintoleranz.ch/symptome.html)

Histamin ist nun aber nicht irgendein Gift, sondern ein körpereigener Botenstoff mit zahlreichen Funktionen, wie oben beschrieben wurde. In einem mit Histamin überschwemmten Körper ist die Regulation dieser Vorgänge gestört.

Es gibt also verschiedene Ursachen für eine Histaminunverträglichkeit. Außerdem spielt der Typ, HNMT und/oder DAO – eine entscheidende Rolle beim Krankheitsbild und den individuellen Symptomen. Oft geht die Diagnose einer Histaminunverträglichkeit mit dem Ratschlag der Ernährungsumstellung einher. Für diesen Therapieansatz möchte diese Internetseite Hilfe, Ideen und Austausch ermöglichen. Hauptanliegen ist es gute und schmackhafte Rezepte zu versammeln, die möglichst histaminarm sind.

Ernährung allgemein

 

Vielen Betroffenen wird nach der Diagnose einer Histaminintoleranz geraten auf histaminreiche Lebensmittel zu verzichten.

Hier fängt meistens das Problem erst an. Bei einer regulären Allergie verzichtet man auf das betroffene Lebensmittel. So verzichtet man z.B. bei einer Nussallergie auf Produkte mit der Aufschrift „Kann Spuren von Nüssen enthalten“.

Auch Vegetarier haben mittlerweile das Leben etwas leichter. So steht doch auf vielen Produkten gleich die Deklaration „vegetarisch“ oder gar „vegan“.

Bei Histaminintoleranz handelt es sicher aber um keine Allergie oder einen freiwilligen Ernährungstrend, darüber hinaus ist nicht nur ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelgruppe (wie z.B. bei der Laktoseintoleranz) betroffen, sondern mehrere Lebensmittel, die jeweils Histamin enthalten, welches im Falle einer Histaminintoleranz nur schwerlich bis gar nicht abgebaut werden kann.

Zudem stellt der Körper Histamin auch selbst her – es ist nämlich für einige Vorgänge, wie z.B. den Schlaf-Wach-Rhythmus, verantwortlich. Anders als bei einer klassischen Allergie werden auch keine spez. IgE-Antikörper gebildet, man spricht daher von einer Pseudoallergie.

 

Wie erkennt man den Histamingehalt von Lebensmitteln?

Woher weiß man nun, ob Histamin in einem Lebensmittel enthalten ist? Nur wenige Nahrungsmittel sind absolut frei von Histamin (z.B. reine Stoffe wie Wasser, Kochsalz oder weißer Kristallzucker). Ansonsten ist Histamin in sehr vielen Nahrungsmitteln enthalten – mal mehr, mal weniger. Es gibt aber auch einige Nahrungsmittel, die von sich aus relativ viel Histamin enthalten (histaminreiche Lebensmittel) und auch welche, die die Histaminausschüttung im Körper anregen (Histaminliberatoren). Histaminliberatoren enthalten oft gar nicht viel Histamin, sind aber insbesondere bei Betroffenen, wo die HNMT das Problem darstellt und bei Mastzellaktivierungserkrankungen, bedenklich. Hierzu zählen z.B. Lauch, Kaffee, Kakao, viele Zitrusfrüchte…

Außerdem gibt es sogenannte DAO-Blocker. Hierzu zählt z.B. die Substanz Nikotin. Zigarettenrauchen bei Histaminintoleranz ist daher auch immer problematisch.

Bei der Detektivarbeit – den problematischen Lebensmitteln auf der Spur – können bereits erstellte Lebensmittellisten helfen, z.B. von SIGHI, die Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel getestet haben und ein Barometer von 0, 1 bis 2 bzw. grün, orange und rot zur Orientierung herausgegeben haben.

Je nach Lagerung und Herstellungsweise kann der Histamingehalt aber in Produkten schwanken. Daher wird Betroffenen empfohlen weder lang gereiften Käse, noch wieder Aufgewärmtes, schnell Verderbliches (z.B. Fisch) oder Überreifes (v.a. Obst) zu essen – zumindest in der Anfangszeit.

Neben den Histamin-Lebensmittel-Listen können auch Übersichten von Produkten nach Histidingehalt hilfreich sein (s. z.B. hier). Denn Histidin dient als Vorstufe für die Bildung von Histamin. Histamin wird unter Wirkung der unspezifischen L-Aminosäure-Decarboxylase bzw. einer in den meisten Geweben vorhandenen spezifischen Histidin-Decarboxylase aus Histidin gebildet.

Fisch, der einen hohen Eiweißgehalt hat und viel Histidin enthält, kann bei unsachgemäßer Lagerung sehr schnell hohe Histaminwerte entwickeln.
Histamin entsteht auch in den Lebensmitteln, an deren Entstehung und Reifung Mikroorganismen/Bakterien beteiligt sind z.B. Sauerkraut, Joghurt und Käse.

(Vgl. http://flexikon.doccheck.com/de/Histidin und vgl. http://www.dr-walraph.de/histamin.htm)

Beim Histamingehalt von Lebensmitteln spielt der Faktor Frische eine entscheidende Rolle. Histamin ist ein Verderbnisprodukt. Es entsteht besonders dann in sehr großen Mengen, wenn verderbliche Nahrungsmittel, die reich an der Aminosäure Histidin sind (z.B. Fisch), von Bakterien oder Hefen besiedelt und zersetzt werden. Neben dem Verderb entsteht es aber auch bei gewollten Gärungs-, Fermentations- und Reifungsprozessen. Diese dienen eigentlich der Veredelung eines Produktes, indem sie es aromatischer oder haltbarer machen sollen (z.B. Salami, Käse, Sauerkraut, Wein, Bier, Most). Auch während langer Lagerung kann der Histamingehalt zunehmen (Konserven).

Je nach individueller Empfindlichkeit treten vielleicht erst dann Symptome auf, wenn man mehrere besonders stark histaminhaltige Nahrungsmittel miteinander kombiniert (z.B. Rotwein mit Käse). Auch gesunde Personen können je nach Dosis mit Symptomen reagieren. Der Gehalt von biogenen Aminen in Lebensmitteln wird daher auch als Faktor für die Lebensmittelsicherheit herangezogen. Fast jeder kennt wohl das Gefühl nach dem Konsum eines schlechten Kopfwehweins. Vielfach sind es gar nicht direkt die Bakterien, die den Darm plagen, sondern die von den Bakterien als Verderbnisprodukte ausgeschiedenen biogenen Amine. Für deren Abbau von anderen biogenen Aminen ist teilweise ebenfalls die DAO – aber auch die MAO (daher indirekte Nebenrolle) – zuständig. Biogene Amine stellen deshalb ein mit Histamin konkurrierendes Substrat dar. Schlimmer noch: Die DAO bevorzugt sogar andere Amine gegenüber dem Histamin. Sprich, werden Lebensmittel mit viel anderen biogenen Aminen konsumiert, erfolgt der Abbau von Histamin wesentlich langsamer, weil die DAO bereits anderweitig beschäftigt ist und es kann ab einem gewissen Level zu Symptomen kommen.

(Vgl. http://www.histaminintoleranz.ch/histaminose.html#abbaustoerungen)

Neben der Umstellung auf möglichst histaminarme Kost gilt es ein paar Dinge beim Kauf und der Zubereitung, Lagerung der Lebensmittel zu beachten. Nicht nur, dass möglichst histaminarme Lebensmittel gekauft werden sollten, sie sollten, so die Faustregel, auch frisch sein. Doch auch da gibt es Ausnahmen wie beispielsweise Rohmilch.

Bei Tiefkühlkost sollte die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Langsames Auftauen, z.B. im Kühlschrank, gilt es zu vermeiden, da sich hierbei Histamin bildet.

Kaufen Sie keine Fertigprodukte oder Halbfertigprodukte (Aufbackwaren). Die enthaltenen Konservierungsstoffe können unverträglich sein. Die durchgehende Kühlkette ist oft nicht gewährleistet.

Achten Sie auf bestimmte E-Stoffe. Hinter den kryptischen Zahlen verbirgt sich oft Alkohol, Essig, etc. zur längeren Haltbarkeit.

Wenn Sie Fleisch, Gemüse und Obst (auch aus dem eigenen Garten) zubereiten, waschen Sie es vor dem Verzehr bzw. der Verarbeitung gründlich mit Wasser ab. Histamin ist temperaturbeständig. Es lässt sich nicht durch Einfrieren oder starkes Erhitzen beseitigen. Es ist aber wasserlöslich. Daher ist es auch ratsam zur Mahlzeit ausreichend (stilles oder Leitungs-)Wasser zu trinken.

Verwenden Sie keine eingelegte Nahrung (saure Gurken etc.) oder Konserven.

Wärmen Sie Speisen aus dem Kühlschrank nicht wieder auf. In der Zwischenzeit kann sich Histamin gebildet haben. Tipp: Wenn Sie einen Teil der Mahlzeit zu einem anderen Zeitpunkt essen wollen, frieren Sie die Speisen möglichst rasch ein. Erst wenn die Gerichte eine Weile an der Luft stehen, bildet sich Histamin.

Versuchen Sie Nahrungsmittel mit Histaminpotential zu meiden (insbesondere am Anfang):

  • Histaminreiche Nahrungsmittel
  • Histaminliberatoren
  • Andere biogene Amine
  • (DAO-)Abbauhemmer

Die individuelle Toleranzschwelle unterliegt oft großen Schwankungen, da sie von vielen Faktoren beeinflusst wird:

  • Was man zuvor, dazu und danach sonst noch alles isst und trinkt (trinken Sie ausreichend Wasser zu den Speisen)
  • Stress (z.B. bessere Verträglichkeit während der Ferien als bei hohem Leistungsdruck, Stress als Histaminliberator)
  • Momentane Vitamin- und Mineralstoffversorgung
  • Große körperliche Anstrengung
  • Luftschadstoffe (Smog, Ozon, Feinstaub), Nikotinkonsum, Passivrauchen
  • Bei Allergikern: Allergenkontakt und Kreuzreaktionen
  • Schlafdauer und -qualität, Schlafrhythmus (Jetlag)
  • Wetterwechsel (besonders Kaltfronten und windiges Wetter)
  • etc.

Als besondere Schwierigkeit kommt hinzu, dass auch der Histamingehalt in den Lebensmitteln stark schwankt, je nach Lagerung und Herstellungsweise. Die Symptome können beim gleichen Gericht einmal auftreten und ein anderes Mal nicht.

Tückisch: Einigen Histaminliberatoren und biogenen Aminen ist es sehr schwer anzumerken, dass man sie nicht verträgt, weil sie zeitlich verzögert wirken.

Unter der Diät nimmt die Empfindlichkeit meist langsam ab. Bestimmte Nahrungsmittel können zu Beginn der Diät erst mäßig, später aber bereits besser vertragen werden. Deshalb kann man einmal als unverträglich ermittelte Nahrungsmittel nach einigen Monaten erneut austesten. Nur durch das strikte Meiden von Lebensmitteln ist keine Heilung zu erwarten. Im Gegenteil, womöglich kommt es zu Nährstoffmängel, die sich im Übrigen ähnlich wie Symptome der Histaminintoleranz äußern können.

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung bzw. nehmen Sie eine Ernährungsberatung in Anspruch!

Lebensmittel

 

Es ist ratsam nach Diagnose einer Histaminintoleranz eine Eliminationsdiät mit persönlichem Ernährungstagebuch zu beginnen. Hier finden Sie Informationen dazu, wie man am besten vorgeht.

Nach einer strikten Eliminationsdiät und nachdem man sich für einige Zeit nach seiner persönlichen Lebensmittelliste ernährt hat, kann man durchaus darüber nachdenken, insbesondere nahrhafte Lebensmittel in kleinen Mengen erneut zu probieren. Ist der individuelle Histaminpegel erst einmal unten und konnte sich der Körper von der erhöhten Histaminbelastung erholen, werden manche Lebensmittel wieder vertragen, die während der Eliminationsdiät noch Probleme verursacht haben.

Nachfolgend finden Sie meine persönliche Lebensmittelliste, nach der ich mich für die Rezepte zu Hause richte – teils mit Erklärungen. Gerne wird von Betroffenen auch die Liste von www.histaminintoleranz.ch verwendet. Hier können Sie das PDF-Dokument der SIGHI-Lebensmittelliste downloaden. Meine Liste ähnelt der SIGHI-Liste (mit ein paar Unterschieden). Sie können sich von beiden inspirieren lassen.

Meine Liste

 

Zu meiden:

Fleisch: Wurstwaren (insbes. Salami, Gepökeltes, Geräuchertes), Innereien, Schweinefleisch (von Natur aus hoher Histamingehalt), vormariniertes Fleisch, Schnitzel (da mit Weizen paniert)

Fisch: Thunfisch, Makrele, Hering, Sardinen, Sardellen, Pangasius, Mahi Mahi, da sie einen hohen Histamingehalt aufweisen, Fischstäbchen (da mit Weizen paniert), außerdem viele Schalen- und Krustentiere wie z.B. Muscheln, Shrimps, da sie schnell verderben (gehen jedoch, wenn ganz frisch/Kühlkette eingehalten wurde)

Milchprodukte und Käse: Hartkäse wie Parmesan, lang gereifter Käse erkennbar u.a. am Geruch und/oder großen Löchern im Käse (u.a. Harzer, Emmentaler, Camembert, Cheddar). Grundsätzlich jungen Käse bevorzugen und Milchprodukte ohne Bakterienstämme bevorzugen, d.h. Sauerrahm, Buttermilch und viele Joghurts sind zu meiden. Hinweis: Probiotika sind wichtig für eine gesunde Darmflora, jedoch setzen einige Bakterienstämme Histamin frei.

Getreide und Backwaren: weizenhaltige Produkte (auch Couscous, Ebly und Bulgur) und hefehaltige Produkte sind zu meiden, Roggen kann problematisch sein, Vollkorn heißt nicht ohne Weizen (Vollkorn bezeichnet eine Herstellungsart – keine Getreidesorte), die Pseudogetreidesorten Amaranth und Buchweizen werden oft nicht vertragen

Gemüse: Sauerkraut, Oliven, Kapern (da eingelegt), Spinat, Tomaten (auch Ketchup, Tomatenmark), Aubergine, Avocado, Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen, Kichererbsen (auch Humus), Soja, Kidneybohnen), Pilze, v.a. Champignons, Amaranth, Sellerie, Kohlrabi nur in kleinen Mengen, Porree/Lauch wird nicht immer vertragen, Rosenkohl, Rettich und Meerrettich/Kren gelten als Histaminliberator, Zwiebeln sind Histaminliberatoren und wirken blähend, angebraten werden sie manchmal in kleinen Mengen vertragen, in kleinen Mengen werden Jungzwiebeln meist besser vertragen, Rucola nur in geringen Mengen, da auch er ein Histaminliberator ist

Obst: Erdbeeren (eigentlich eine Nuss) und Zitrusfrüchte (Histaminliberatoren), Himbeeren, Hagebutte, Mango, Pflaume, Wassermelone, gelbe/braune Bananen (sehr reif), Ananas, Kiwi, Guave, Papaya, Maracuja, auch kein Multivitaminsaft oder andere Säfte, wo diese Früchte enthalten sind, Achtung bei Smoothies, Marmelade nur in kleinen Mengen, da konserviert, keine Trockenfrüchte (Rosinen, Datteln, Feigen etc.)

Nüsse und Kerne: Erdnüsse (eigentlich eine Hülsenfrucht), Cashewkerne, Walnüsse, Pinienkerne, Pekannuss, Mohn geht in kleinen Mengen, Mandeln (eigentlich eine Steinfrucht) werden manchmal vertragen

Gewürze/Kräuter: Geschmacksverstärker wie Glutamat, Sojasauce/Teriyakisauce, Senf, Dill, Klee, Schnittlauch, Curry, Chili ist so scharf, dass es den Magen zusätzlich belasten kann und sollte daher gemieden werden, oft Zimt (starkes Allergen), Muskatnuss, Ingwer nur in kleinen Mengen nehmen (scharf, aber entzündungshemmend)

Süßigkeiten: jede Schokolade, in der das Bindemittel Sojalecithin enthalten ist, oft wird Vollmichschokolade und weiße Schokolade aber in bestimmten Mengen vertragen, meiden Sie vor allem Bitter- und Zartbitterschokolade, sowie sehr dunkle Schokolade, Kakao

Alkohol und andere Getränke: Alkohol ist grundsätzlich zu meiden, da bei der Gärung Histamin entsteht, insbes. sind zu meiden Rotwein, Whiskey, Schaumweine/Sekt, Hefeweizen, Essig, schwarzer Tee, Filterkaffee, Energy-Drinks, Mate-Tee und Limonaden

Sojaprodukte: auch Tofu und Sojamilch und manche Aufstriche sind zu meiden (oft auch in Margarine), Teriyaki-Sauce, Soja-Sauce

Weizenprodukte: in vielen Produkten steckt auch Weizen, ohne dass man es gleich erkennt: Nudeln und andere Teigwaren wie Lasagneplatten, Couscous, Cornflakes und viele Müslis (lesen Sie das Kleingedruckte auf der Packung)

Öl: Erdnussöl, Sonnenblumenöl, auch Pesto Genovese ist zu meiden, da es Olivenöl und meist auch Parmesan und Pinienkerne enthält

Histaminarme Alternativen:

Fleisch: (frisch oder tiefgekühlt) Rindfleisch, Lamm, Geflügel, teilw. Wild, Tiefkühlware gleich verarbeiten und nicht langsam im Kühlschrank auftauen lassen

Fisch: (frisch oder tiefgekühlt) Dorsch/Kabeljau, Forelle, Seelachs/Köhler, Lachs, Scholle und viele andere Sorten, Tiefkühlware gleich verarbeiten und nicht langsam im Kühlschrank auftauen lassen, einige Sorten Sushi und Maki vom Asiaten Ihres Vertrauens (muss frisch sein!)

Milchprodukte und Käse: Mozzarella (ohne Citronensäure – Zusammensetzung lesen), Feta, Frischkäse, Vollmilch (keine Rohmilch), Naturjoghurt, Hüttenkäse, Quark/Topfen, Sahne/Obers, Butterkäse, junger Gouda, Butter

Getreide und Backwaren: bevorzugen Sie Dinkelprodukte (besser glattes Mehl, als Vollkorn), Sie können Brot auch selbst backen mit Backpulver statt mit Hefe, Hirse-, Reis-, Mais-, Hanf-, Kokos- und Dinkelmehl, Dinkelnudeln (Achtung: auch in Vollkornnudeln ist oft Weizen), Haferflocken, Teff bzw. Zwerghirse

Gemüse: frisches Gemüse wie grüner Salat, Feldsalat/Vogerlsalat, Kohlsorten (Achtung: kein eingelegter Rotkohl/Rotkraut, kein Rosenkohl), Karfiol/Blumenkohl, Brokkoli, Kürbis (v.a. Sorte Butternuss), Rapunzelsalat, Paprika (oft ein guter Tomatenersatz), Karotten, Kartoffeln, Reis, Gurke, Zucchini, Mais (wenn’s geht nicht aus der Dose), Spargel (wenn frisch, nicht aus dem Glas), Knoblauch in kleinen Mengen (wie alle Lauchgewächse als Histaminliberator eingestuft), Rhabarber in kleinen Mengen, Artischocken (nicht aus dem Glas), Fenchel, Chicorée, Pastinaken

Obst: Brombeere, Apfel, Pfirsich, Aprikose/Marille, Kirsche, Heidelbeere/Blaubeere, Preiselbeere (besser nicht aus dem Glas), Stachelbeere, Johannisbeere/Ribisel/Cassis, Kokosnuss, Sanddorn (nicht bei Sorbitunverträglichkeit), helle Weintrauben, Achtung bei überreifem Obst!

Nüsse und Kerne: grundsätzlich keine Nüsse, aber oft lassen sich Nüsse durch z.B. Kürbiskerne oder Sesam ersetzen, in geringen Mengen werden manchmal auch Sonnenblumenkerne vertragen (gelten aber als Histaminliberator), Macadamia-Nüsse werden hier vertrage, Chia-Samen, Hanfsamen, Schwarzkümmel!!! (senkt Histamin)

Gewürze/Kräuter: Knoblauch in kleinen Mengen (frisch o. Pulver), Küchenkräuter (viele lassen sich leicht auf der Fensterbank züchten, z.B. Kresse), Kochsalz, Eberraute, Thymian, Rosmarin, Basilikum, Oregano, Majoran, Kümmel, Schwarzkümmel, Petersilie, Bohnenkraut, Salbei, Baikal-Helmkraut, Bischofskraut, Melisse, Minze, Bärlauch, Wacholder…

Süßigkeiten: Vollmilchschokolade dunkler und Bitterschokolade vorziehen, weiße Schokolade wird noch besser als Vollmilchschokolade vertragen (jeweils ohne Soja-Lecithin und ohne Sonnenblumen-Lecithin)

Alkohol und andere Getränke: grundsätzlich kein Alkohol, teilweise werden klare Schnäpse und untergärige Biersorten vertragen, Weißwein Rotwein vorziehen, trinken Sie stattdessen viel (stilles) Wasser/Heilwasser zu den Speisen oder Kräutertees, Rooibostee, Espresso bzw. Milchkaffee mit Espresso wird besser vertragen als Filterkaffee, da er weniger Bitterstoffe und weniger Koffein enthält, Grüntee (nur kurz ziehen lassen)

Öl: zum Braten eignen sich Öle wie reines Olivenöl, Distelöl, Rapsöl und Hanföl. Sonnenblumen gelten als Histaminliberator. Daher geht Sonnenblumenöl nur bedingt. Zu Salaten geht auch Kürbiskernöl. Für Süßes: Kokosöl/-fett

Sonstiges: Müslis mit Hafer, stellen Sie Backwaren im Haushalt auf Dinkelprodukte um, wenn Sie selbst backen, dann mit Dinkelmehl oder den anderen angegeben Mehlsorten (s.o.), panieren Sie Speisen nicht mit fertig gekauften Semmelbröseln (Weizen) sondern z.B. mit Haferflocken oder Sesam

Regelmäßig veröffentliche ich Tipps zu Spezialthemen, wie z.B. Kräuter, Getränke, vegetarisch essen, Nahrungsmittelkategorien etc. Unten auf der Seite können Sie die Kategorie „Tipps“ auswählen und alle bisherigen Beiträge dieser Kategorie werden angezeigt. Wiederkommen lohnt sich. Es kommen stets neue Tipps hinzu.

 

E-Stoffe (noch unvollständig)

 

Farbstoffe: Tartrazin (E102), Chinolingelb (E- 102), Gelborange S (E110), Azorubin (E122), Amaranth (E123), Cochenillerot (E124), Erythrosin (E127)

Konservierungsstoffe: Sorbinsäure und Salze (E200-203), Benzoesäure und Salze (E210-213), PHB-Ester (E220-227), Diphenyl und Orthaphenyl (E231-232), Thrabenrudazol (E223)

Sonstige: Nirtrate (E251-252), Glutamate (E620-625)

Säureregulatoren: Di-, Tri- und Polyphosphate

Antioxidatien: Butylhydroxianisol (BHA), -droxitoluol (BHT)

Medikamente und beim Arzt

 

zu meiden:

Schmerzmittel (nach Wirkstoffen): Meclofenaminsäure, Mefenaminsäure, Metamizol, Diclofenac und Acetylsalicylsäure

Diaminoxidase (DAO) blockierende Medikamentenwirkstoffe: Acetylcystein, Ambroxol, Aminophyllin und Theophyllin (Antiasthmatika), Antibiotika, Metamizol, Metoclopramid, Verapamil, Propafenon, Cycloserin, Pentamidin, Distigmine, Dobutamin, Clomethiazol, Salazosulfapyridine, Diltiazem (früher als Dilzem vermarktet), Guanethidine,

Histaminfreisetzende Medikamentenwirkstoffe: Mefenaminsäure, Diclofenac, Naproxen, Aspirin, Röntgenkontrastmittel, Opiate

Röntgenkontrastmittel: Iopamidol, Amidotrizoesäure, Iopodat, etc.

Narkosemittel: Methohexital, Thiopental

Chemotherapeutika: Chloroquin, Resochin, Stilbamidin, Malariaprophylaxe

Muskelrelaxantien: Tubocurarin, Suxamethonium, Pancuronium

Geben Sie bei Ihrem Arzt (Operationen, Röntgen, MRT, etc.) und bei Ihrem Apotheker (beim Medikamentenkauf) stets an, dass Sie eine Histaminintoleranz haben!

Verträgliche Alternativen:

Schmerzmittel (nach Wirkstoffen): Fenbufen, Levamisol und Ibuprofen

Geeignete Medikamente (allgemein): z.B. Mexalen, Seractil (Verwenden Sie Schmerzmittel nur im Notfall), Vorsicht bei nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR wie z.B. Voltaren), gut verträgliches Antibiotikum wie Erythromycin/Erythrocin, Vorsicht bei Augmentan 

Mittel bei Beschwerden aufgrund der Histaminintoleranz (Antihistaminika): Cetirizin, Daosin (nur im Notfall)

Natürliche Antihistaminika: Vitamin B6, Vitamin C – auch als Nahrungsmittelergänzung erhältlich

Hausmittel

 

Vorbeugend kann ein Tee aus Bischofkraut (botanischer Name: Ammi Visnaga) sein. Samen und Blätter enthalten unterschiedlich große Mengen des Wirkstoffs Khellin. Bischofskraut wirkt mastzellstabilisierend. Die Blumen können Sie entweder selbst ziehen (Samen erhalten Sie bei gutsortierten Kräuterfachhandlungen) oder Sie erwerben die Blätter, Samen oder Essenzen, z.B. im Reformhaus oder in der Apotheke.

Tee aus Baikal-Helmkraut kann die Ausschüttung von Histamin blocken. Baikal-Helmkraut gilt daher als natürliches Antihistaminikum. Auch Basilikum (insbes. Tulsi) und Oregano gelten als Antihistaminika. Achten Sie bei Kräuteranwendungen jedoch auf eventuelle Allergien und mögliche Kreuzreaktionen.

Magenstärkende Kräuter sind oft bekömmlich zu den Mahlzeiten und helfen, dass der Magen nicht aus dem Gleichgewicht gerät bzw. übersäuert. Als magenstärkend gelten z.B. Eberraute (botanischer Name: artemisia abrotanum), das ein gutes Fleischgewürz ist, und Kümmel (carum carvi), der an viele Speisen, z.B. auch an Reis gegeben werden kann.
Kommt es zu einem Histaminüberschuss bzw. -schock sind käuflich zu erwerbende Medikamente oft eine letzte Rettung. Beim histaminunverträglichkeit-typischen Schüttelfrost mit Fieber und Schwitzen hilft zunächst auch vorsichtiges kaltes Abtupfen mit Wasser, vor allem auf der Stirn und im Nackenbereich.
Der Duft von Gewürznelken kann schmerzlindernd wirken und den Brechreiz beruhigen.

Bitte teilen Sie mir Ihre Erfahrungen im Kommentarfeld mit. Was hilft Ihnen? Ich werde versuchen die Internetseite stets mit hilfreichen Tipps zu ergänzen.

Zuletzt aktualisiert am 19.03.2017

151 Gedanken zu “Über Histaminintoleranz

  1. Meine Güte macht ihr euch das kompliziert mit den Intoleranzen und Allergien, dabei liegt die Lösung doch wie immer im Gift. Mal abgesehen von der Zellerkrankung. Aber sofern die Ursache im Darmtrakt liegt, was in der Regel der Fall ist, muss man einfach jene Gärprodukte zu sich nehmen, die man so verteufelt. Wichtig dabei ist nur, sie selbst herzustellen. Also nehmen wir mal Sauerkraut. Im selbstgemachten Sauerkraut befinden sich nämlich die Bakterien, die der Darmtrakt braucht um Histamin abzubauen. Nennt man auch Bifidobakterien. Da gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder schmeisst man vorher ne DAO Pille ein oder man fängt einfach ganz klein an und tastet sich mengenmäßig so hinauf. Und das gilt für jede Art von gegärtem Gemüse. Wie macht man das? Man nimmt ein Einmachglas, schneidet das Gemüse klein und stampft es so lange bis es im eigenen Saft schwimmt. Dann schließt man es und lässt 2-3 Tage in Raumtemperatur stehen. Und dann is der ganze Zinober innerhalb eines Monats bereits Geschichte. Bei den anderen Intoleranzen ist es dasselbe. Und Allergien auch, da diese ja mit Histamin auch zusammenhängen. Sind alles Darmflorastörungen… anstatt mit biochemischen Theorien um sich zu werfen, wärs vllt ned schlecht sich mal der Mikrobiologie zuzuwenden. Da lernt man wesentlich mehr darüber. ^^

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    • Nachdem ich selbstgemachtes Sauerkraut (1 Löffel) gegessen habe, bin ich 1 Woche lang mit Erbrechen und den schlimmsten Magenschmerzen meines Lebens im Bett gegegen, ohne die ersten Tage über auch nur einen Schluck Flüssigkeit zu vertragen. Damit ist nicht zu spaßen und es ist keine Lösung! Das kann tötlich sein, keine Übertreibung.
      (abgesehen davon bin ich Mikrobiologin und Lebensmitteltechnologin. Tut aber nichts zur Sache.)

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      • Beim Selberfermentieren hat man auch kaum Kontrolle darüber, welche Bakterienstämme involviert sind. Viele Darmbakterien setzen auch selbst Histamin frei und die ganze Aktion kann daher höchst kontraproduktiv sein. Grundsätzlich gibt es bessere Lösungen, den Darm mit Probiotika zu sanieren. Hierzu sind spezielle Produkte mit speziellen Bakterienstämmen nötig und das Ganze muss ganz sachte angegegangen werden. Zusätzlich viel trinken! Ich werde dazu demnächst eh noch mal was verzapfen, deshalb hatte ich bisher nicht auf den Kommentar von Daniel geantwortet.

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  2. Ich finde diesen Blog sehr hilfreich und ausgesprochen gut geschrieben. Vor ca. vier Jahren fielen mir die ersten Anzeichen wie Herzrasen/stolpern in Verbindung mit Benommenheit und Schwindel auf. Nach langer Zeit bei Ärzten brachte mich ein spezieller Bluttest auf die Lösung des Problems. Seit der Ernährungsumstellung (auch durch Selbsttests, die nicht zu vermeiden sind), wusste ich nun, was ich vertrage und was mich in eine Schieflage bringen würde könnte. Von daher bin ich von dieser Arbeit hier sehr beeindruckt und werde diesen Blog gerne weiterempfehlen.

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      • Tolle Seite-wirklich hilfreich.
        Da ihr schon einem Schritt weiter seid-vielleicht kann jemand helfen und jemand mal erzählen bei welchem Arzt man eine Histaminintoleranz am Besten Nachweisen lässt. Denn kein Arzt ist zuständig oder kann helfen:
        Mein Leidensweg: Vor ca. 6Jahren begann alles mit eitrigen Pickeln nach Schweinefleischverzehr, gefolgt von Reaktionen auf Carageen (Rotalgentypen zur Verdickung in zB Joghurt) mit Krämpfen und Durchfall, dann während der Schwangerschaft Reaktion mit Übelkeit auf den Schwangerschaftstee welcher Brennnesseln enthielt, nunmehr Reaktion mit Krämpfen und Durchfall bei Verzehr von Fisch/Teilweise Fleisch/Verzehr von Himbeeren auf Kuchen, Verzehr von Rotwein und Pflaumen führt zu Erbrechen.
        Dann dieses unerklärliche Ausbleiben der Periode damals-auf Grund dessen wir damals in die Kinderwunschtherapie geschickt wurden. Während Schwangerschaft bei Milchverzehr extreme Ödeme/brennende Füße/Schlafstörungen. Was nach Entbindung untersucht wurde ein längerer unerklärlicher Progesteronwert“abfall“. Eine Zeit die Hitzewallungen und Schweißausbrüche.
        Was mir zudem extrem aufgefallen ist-während der Pillenennahmepause/Periodenzeit: starke bis wehenartige Unterleibskrämpfe gepaart mit Durchfall bei Verzehr von Histaminhaltigen Lebensmitteln.
        Zu dem Zeitpunkt macht es mir echt zu schaffen, welche Lebensmittel verzehrt werden.
        Gemäß der Literatur deuten viele der hier beschriebenen Anzeichen auf eine Histaminintoleranz (Schweißausbrüche/Hitzewalkungen/Krämpfe/Durchfall/Zyklusprobleme.
        Berechtigter Verdacht oder was meint ihr?

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      • Hallo Katrin,

        klingt nach einem berechtigten Verdacht, aber natürlich brauchst Du eine vernünftige Diagnose und wirst dann hoffentlich von einem kompetenten Ernährungsberater begleitet. Grundsätzlich gibt es bei Histaminintoleranz verschiedene Anlaufstellen und auch Diagnosemöglichkeiten. In der Regel müssen mehrere Dinge zusammengedacht werden. Ein Immunologe, Allergologe oder Gastroenterologe würde sich darum kümmern. Man kann die DAO-Aktivität mittels Bluttest messen, ist jedoch sehr fehleranfällig. Daneben gibt es den von Dr. Kofler entwickelten 50-Skin-Prick-Test. Man kann Histaminwerte (bzw. Abbauprodukte)im Stuhl untersuchen lassen. Am meisten wird nach wie vor mit Auslassdiät und anschließender Provokation einzelner Lebensmittel getestet. Das ist dann im Grunde auch schon der Wegbereiter für die Therapie. Ich würde das Thema mal Deinem Hausarzt unterbreiten. Der soll Dich zu einem Allergiezentrum überweisen oder eben zum Gastroenterologen schicken. Manchmal erwischt man auch einen kompetenten Dermatologen/Hautarzt, weil viele Hautgeschichten auch auf Histamin zuzrückzuführen sind, Stichwort: Nesselsucht. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der „Detektivarbeit“. Hoffentlich gibt es bald Klarheit und es geht Dir dann wieder besser.

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    • Marcus
      Was für einen Bluttest hast du denn machen lassen wenn ich fragen darf ?und was war die genaue Diagnose ? Ich habe genau diese Probleme die du beschrieben hast und ich bekomme des öfteren Panik davon. Ich hoffe du magst antworten oder dich anderweitig mit mir in Kontakt setzen

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    • Hallo, um welchen speziellen Bluttest handelt es sich denn hierbei?
      Ich war die ganze Zeit der Meinung, dass man eine Histaminunverträglichkeit nicht testen kann.
      Also nur über eine Eliminationsdiät…? Ich versuche mich nur seit 3 Wochen weitestgehend Histamin arm zu ernähren und habe trotzdem täglich noch Symptome wie einen Blähbauch, Durchfall, extreme Müdigkeit, Migräne und Kopfschmerzen. Ich weiß garnicht so recht, ob ich noch 3 Woche durchhalte, wenn ich kaum Verbesserungen verspüre. Ein Bluttest würde mir wirklich weiterhelfen.
      Vielen lieben Dank!

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      • Hallo Nad,

        wie oben beschrieben, kann man mittels Blutuntersuchung die DAO-Aktivität bestimmen. Bestimmte Labore führen diese Untersuchung durch. Der Test ist insofern fehleranfällig, als dass die DAO sehr temperaturanfällig ist und hier schnelle Verarbeitung ohne lange Lagerung wichtig ist. Ansonsten erhält man unzuverlässige Aussagen. Hinzukommt, dass die DAO nicht das einzige Enzym für den Histaminabbau ist, sondern eben auch HNMT und teilweise die MAO eine Rolle spielen. Die Eliminationsdiät mit anschließender Provokation unter Führung eines Tagebuchs halte ich immer noch für eine der aussagekräfigsten Methoden. Daneben gilt der relativ neue 50-Skin-Pricktest nach Kofler als recht aussagekräftig. Hier muss man jedoch erst einmal einen Arzt finden, der sich mit dieser Methode auskennt.Wenn Du trotz Diät weiter so stark reagierst, würde ich Nährstoffmängel als Ursache in Betracht ziehen. Verschiedene Stoffe sind direkt oder indirekt für den Histaminstoffwechsel relevant, darunter Zink, Vitamin D, Magnesium, Vitamin B6 usw. Wenn Du den Verdacht hast, dass Du an einer HIT leidest, würde ich damit zum Hausarzt gehen. Der kann Dich kann zum Facharzt z.B. Gastroenterologen, Allergologen/Immunologen etc. überweisen. Wenn Du die ganze Zeit reagierst, kommst Du ja auch mit der Auslassdiät nicht weiter. Außerdem müssen gegebenenfalls andere Intoleranzen sowie Allergien abgeklärt werden.

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  3. Hi danke für all dein wissen! Wirklich sehr hilf und aufschlussreich 🤘
    Ich denke ich habe histamin Intoleranz seit Geburt aber die lieben Ärtzte nannten es immer neurodermitis und Asthma 😣
    Mir wird einiges klar nachdem ich dein blog gelesen habe jetzt nochmal meine frage, es gibt keine heilung wenn man histamin Intoleranz bzw diesen gen defekt seit geburt hat?
    Hast du erfahrungen mit bioresonance therapy?
    Grüsse aus Mexico

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    • Hallo Cadabra, erstmal ich bin ja keine Ärztin und auch mein Blog ersetzt natürlich keinen Arzt. Es kann sein, dass Du HIT hast, das sollte aber ein Arzt bestätigen. Wenn die HIT genetisch bedingt ist, gibt es derzeit, soweit ich weiß, keine Heilung, aber man kann die Krankheit durchaus therapieren. Mit Bioresonanztherapie habe ich keine Erfahrung. Viele Grüße von Österreich nach Mexiko

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  4. Hallo ihr Lieben,hab den Artikel mit großem Interesse gelesen.Und wie immer ist es so die Dosis macht das Gift.Schlage mich seit 4 Jahren mit HIT herum und bin echt schon meisterlicher Vermeider geworden.Also es ist sehr verschieden einer verträgt das der nächste eben nicht im allgemeinen gilt einfach:nix aus der Konserve ,nix aus der Tüte(z.B.Maggi;knorr usw.)alle E_Stoffe meiden keine Citronensäure,keine Konservierungsstoffe,also wirklich versuchen frisch mit natürlichen Zutaten zu kochen .Mache sehr viel selber z.B. Marmelade sammle meine Heilkräuter selbst un dverzichte auch auf die meisten Kosmetika .Was mir mittlerweile sehr gut hilft sind Schwarzkümmelölkapseln hat sehr lange gedauert bevor sich eine Besserung eingestellt hat (ca.4-5 Monate)aber ich bemerke mittlerweile eine Linderung meiner Beschwerden.Und vorallem positiv denken hört sich blöd an aber ist wirklich so

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    • Danke, Christina, für Deinen Erfahrungsbericht. Schwarzkümmel(öl) zählt hier auch zu meinen „Essentials“. Die Samen gehen hervorragend in Pizzateig und Brot. Das Öl am besten roh, z.B. zum Salat oder in Dips. Mit Kapseln habe ich aber keine Erfahrungen. Schöne Feiertage!

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      • Hallo Eva,danke für deine Antwort.Ja mit dem Öl mache ich auch sehr viel,der Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig aber egal wenn es hilft macht man ja viel.Wollte auch noch erwähnen das jeder anders auf bestimmte Lebensmittel reagiert man muß es eben ausprobieren.Immer vorsichtig und mit kleinen Mengen anfangen,und wenn es doch mal wieder zuviel war helfen mir sehr gut Radieschen da sie den HIT-Spiegel senken.Ja sind so kleine Tricks die man im Laufe der Zeit so lernt.Habe auch sehr gute Erfahrung mit homöopathischen Mitteln gemacht,aber da muß man auch aufpassen das man jemanden findet der nicht nur Kapital aus der Verzweiflung schlägt,ich habe da echt Glück mit meinem Heilpraktiker.Dann alles Gute und guten Rutsch

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  5. Hallo, bin auf dieser Seite heute gelandet, nachdem ich gestern nach dem Genuß von Teriyakinudeln und einem Glas Rotwein in einem Restaurant wirklich die ganze Nacht mit Herzklopfen hellwach im Bett gelegen habe und kein Auge zu bekam. Schlafprobleme habe ich oft, aber dieses Hellwachsein die ganze Nacht, war mir fremd.
    Jetzt habe ich ein bischen gegoogelt und finde diese Seite sehr informativ. Ich bin 67 Jahre alt und vor zwei Jahren ist bei mir allergisches Asthma festgestellt worden. Könnte das eine HIT sein?
    Gruß

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    • Hallo Ruth, ich bin ja keine Ärztin, aber Deiner Schilderung nach, kann es nicht schaden, dem mal genauer auf den Grund zu gehen. Schließlich hängt ja auch allergisches Asthma mit HIT zusammen. Bei der Histaminintoleranz kann es ebenso zu Atembeschwerden kommen. Leider ist die Diagnose schwierig, da es nicht den EINEN Test gibt. Man muss einiges zusammendenken. Führe doch mal ein Ernährungstagebuch, um zu verfolgen, wie es Dir mit bestimmten Lebensmitteln geht. Die SIGHI-Liste kann hier als Inspiration herangezogen werden. HIT hat mitunter auch einen Hormonzusammenhang. Das sowie der Nährstoffhaushalt sollte mal gecheckt werden. Ansonsten bieten spezialisierte Kliniken und Labore die HIT-Diagnose an. Neu ist der 50-Skin-Prick-Test als Diagnosemethode, doch nur wenige Ärzte kennen sich damit aus. Alles Gute für Dich!

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  6. Hi, vielen Dank für deine Arbeit! Ich habe 30 Jahre in Frankreich gelebt, dort kennt niemand Histaminintoleranz und ich wurde oft als verrückt erklärt…Aber das nur nebenbei.Hast du einen Tipp , was ich gegen zuviel Magensäure nehmen kann, etwas ohne Zusatzstoffe?
    Ich hab ständig einen sauren Geschmack im Mund, dabei halte ich mich sehr an die Diät.
    Danke für deinen (euren) Rat!

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    • Hallo Irene, was Du beschreibst, klingt nach Sodbrennen. Über den H2-Rezeptor wird bei zu viel Histamin Magensäure produziert, wodurch man sich übersäuert fühlen kann. Von entsprechenden Blockern (Protonpumpeninihibitoren/H2-Antagonisten) würde ich aber eher absehen. Schließlich ist das nur eine symptomatische Behandlung, die Dich am Ende wahrscheinlich noch mehr Probleme haben lassen wird (z.B. Vit.12-Mangel). Wichtig ist es, das zugrundeliegende Problem zu finden. Leider gibt es hier viele Stellschrauben, die man in Betracht ziehen muss, um eventuell dran zu drehen. Trotz histaminarmer Ernährung (externer Zufuhr von Histamin), kann Dein Körper intern selbst Histamin herstellen und so Probleme verursachen. Hier denke ich aber nicht nur an das in Mastzellen gespeicherte Histamin, dass bei Entzündungsprozessen/Krankheit und Allergie freigesetzt wird, sondern auch an „böse“ Darmbakterien. Vielleicht solltest Du mal einen Darmflora-Check beim Arzt machen lassen. Eine Fehlbesiedlung kann ebenfalls solche Beschwerden auslösen und da nützt eine histaminarme Ernährung dann wenig. Ich hoffe, Du findest gemeinsam mit Deinen Ärzten den „Übeltäter“, so dass der saure Geschmack weggeht. Denke vielleicht auch an mögliche Nährstoffmängel, die HIT-ähnliche Symptome auslösen können.
      Viele Grüße, Eva

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  7. Hallo,
    ich finde deine Seite wirklich super. Ich habe vermutlich seit Jahren HIT aber diagnostiziert wurde es vor 1,5 Jahren.
    Ich habe erst gestern wieder einen HIT Schock gehabt mit starkem Herzrasen und Schüttelfrost. Mit hilft schlafen am Besten. Aber was mache ich, wenn es auf der Arbeit passiert? Hättest du ein Hilfsmittel für mich welches ich immer dabei haben könnte?
    Viele Grüße Elena

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    • Hallo Elena,
      HIT ist leider komplizierter als andere Intoleranzen, da Histamin nicht nur mit der Nahrung zugeführt wird, sondern der Körper selbst auch Histamin braucht und synthetisiert. Daher gibt es auch verschiedene Abbauwege für Histamin. Idealerweise werden also mehrere Dinge zusammengedacht, um sich vor einer „Überdosis“ zu schützen. Man unterscheidet Histaminrezeptorblocker (Antihistaminika), welche Symptome lindern, Enzymersatztherapeutika wie z.B. Daosin, um den Abbau zu fördern, indem dem Körper künstlich eins der relevanten Abbauenzyme zugeführt wird (hier bin ich allerdings recht kritisch und vermute, dass sich der Körper daran gewöhnen könnte, was bei einem möglicherweise schon vorhandenen DAO-Mangel nicht gut wäre), man kann DAO-Cofaktoren wie Zink oder Vitamin C zuführen, um die körpereigene DAO-Synthese zu unterstützen sowie Mastzellstabilisatoren wie Quercetin einnehmen, um den Körper an der Histaminausschüttung zu hindern. Du siehst, das Ganze ist recht kompliziert. Da ich kein Freund von Pillen und Tabletten bin, würde ich versuchen, die relevanten Stoffe mit der Nahrung einzunehmen. So empfiehlt sich Baikal-Helmkraut-Tee (Mastzellstabilisator), den kannst Du auch auf Arbeit bunkern. Daneben wirkt Salbeitee entzündungshemmend und wahrscheinlich auch mastzellstabilisierend. Zink ist zum Beispiel in größeren Mengen in Chia-Samen enthalten. Die bitte aber nur mit ausreichend Flüssigkeit genießen, weil Chia-Samen Wasser binden. Der Körper benötigt Wasser – v.a. bei HIT, denn Histamin ist wasserlöslich. „Abwarten und Tee trinken“ ist also echt eine Strategie. Stilles Mineralwasser oder Heilwasser sollte auch zur Hand stehen. Also trinken nicht vergessen! Frische Kräuter sowie Obst (hier musst Du sehen, was Du verträgst) wie zum Beispiel Heidelbeeren oder Brombeeren sind gute Vitamin-C-Quellen. Einige HIT-Betroffene nutzen Acerola-Pulver. Abschließend sei noch die Bemerkung erlaubt: HIT kann verschiedene Ursachen haben, wie oben beschrieben. Eine gestörte Darmflora bedeutet meist zu viele „böse“ Darmbakterien, die Histamin freisetzen. Mit entsprechender Behandlung können die Symptome gelindert werden, wenn das die Ursache ist. Außerdem haben viele HIT-Betroffene Nährstoffmängel. Es kann daher sinnvoll sein, mal zu schauen, ob ein Vitamin-D-Mangel, Zink-Mangel, Vitamin-B6-Mangel, etc. vorliegt. Das sollte man mit dem behandelnden Arzt einmal besprechen. Ich hoffe, das hilft Dir weiter. Viele Grüße, Eva

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  8. Vielen Dank für dieses Blog. Eine Frage: Seit Ende 2015 (Ursache könnten die Wechseljahre sein) habe ich unterschiedliche Histaminosesymptome, die ich erst Ende 2016 richtig deuten konnte. (Nesselsucht kam nämlich dazu). Blut: Eosinophilie und grenzwertigen Daosinwert. Seit 50 Tage ernähre ich mich histaminarm, möchte gerne die Antihistaminika absetzen (ertrage leider nur Fenistil, 4/täglich). Bekomme aber beim ausschleichen sofort wieder Nesselsucht. Wie lange dauert es im Durchschnitt bevor der Histaminspiegel so niedrig ist, dass man ohne Medikamente und nur mit Diät auskommt?

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    • Hallo Susan,

      grundsätzlich ist die histaminarme Ernährung ein sinnvoller Anfang und wird häufig auch mittels anschließender Provokation als Diagnosemittel eingesetzt. Für viele reicht das aber vor allem zu Beginn nicht aus. Histamin hat viele Funktionen im Körper und so auch mehrere Abbauwege. Es geht also nicht nur darum, das mit der Nahrung aufgenommene Histamin zu „zügeln“ (Achtung: Bei zu strenger Diät sind Nährstoffmängel nicht ausgeschlossen, am besten in Zusammenarbeit mit einem Ernährungsberater durchführen), sondern auch die körpereigene Histaminausschüttung zu kontrollieren. Eosinophilie kann auch ein Hinweis auf Parasiten sein. Verschiedene Hormonstörungen (Östrogendominanz) sowie Pilzerkrankungen, aber auch Parasiten oder eine Fehlbesiedlung des Darms, etc. können eine HIT auslösen. Um die jeweilige HIT richtig behandeln zu können, ist es oftmals notwendig, das Problem an der Wurzel zu packen. Wenn die „Ursache“ wie eine Darmdysbiose oder ein hormonelles Ungleichgewicht behandelt wird, ebben häufig auch die Symptome ab. Vielleicht wird mit dem behandelnden Arzt noch in diese Richtung überlegt, ob es solche Ursachen geben könnte? Daneben empfehlen sich natürliche Mastzellstabilisatoren wie Helmkraut-Tee oder Nahrungsmittel wie Chia-Samen, die DAO-Co-Faktoren wie Zink enthalten, um die Diät in Bezug auf „Histaminkontrolle“ zu vervollständigen. Durch solche Maßnahmen kann der Körper beim Histaminabbau unterstützt werden bzw. wird so verhindert, dass zu viel Histamin vom Körper ausgeschüttet wird. Dann kann man meist auch schneller auf Medikamente verzichten. Grundsätzlich ist HIT-Therapie je nach Ursache aber doch meist ein recht langwieriger Prozess. Da kann es gut und gerne ein paar Wochen dauern (oder länger), bis Besserung eintritt.

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  9. Danke für deine Antwort. 😙 Ich nehme Kieselerde (Zink/Kupfer) Vitamin D, B6 und C, und Probiotika. Meine Allergologin wollte erst ein halbes Jahr abwarten bevor sie weitersucht. IGE war normal. Aber eine Stuhluntersuchung auf Pilze wäre vielleicht angebracht. Bis jetzt nur Blutbild. Helmkraut-Tee kann ich probieren. Apotheke oder Reformhaus?

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    • Ui, da schlägst Du aber richtig zu. Klar, sind all die genannten Nährstoffe bei HIT relevant, jedoch würde ich die nicht einfach auf Gutdünken zusätzlich zuführen. Während man Vitamin C quasi nicht überdosieren kann, kann vor allem Vitamin B6, sofern kein Mangel vorhanden ist, problematisch werden. Daher meine Frage: Nimmst Du die Nährstoffergänzung, weil ein Mangel festgestellt wurde? Wenn die HIT mit den Wechseljahren aufgetreten ist, könnte das für eine Hormongeschichte sprechen. Wenn Du nach dem Absetzen der Antihistaminika trotz Diät eine Sofortreaktion hast, muss noch irgendwas anderes „im Argen“ sein, würde ich vermuten. Da solltest Du gemeinsam mit der Ärztin noch Detektiv spielen, würde ich sagen 😉 Helmkraut-Tee: Apotheke oder Pflanzenversan (Syringa).

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  10. Ergänzung.
    Ich habe auch aufgehört DAO-Blocker wie Mate Tee, Schwarztee, Sencha, und Pu Erl Tee zu trinken. Das habe ich fast Literweise getrunken. Könnte auch eine Ursache sein?

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    • Sorry, Du hast jetzt aufgehört das zu trinken und trotzdem noch Probleme und ob das langfristig Probleme machen könnte? Verstehe ich die Frage so richtig? Nun bin ich ja keine Ärztin, würde aber vermuten, dass die Getränke ziemlich rasch nach dem Absetzen ihre Wirkung als DAO-Blocker verlieren. Sencha-Grüntee (weil Koffein) gehört zwar in die Liste, ist aber übrigens auch ein Mastzellstabilisator. Das geht also in beide Richtungen, wenn man so will. Hier wird Sencha zum Beispiel ganz gut vertragen, wenn er nicht ewig lang zieht. Hat man bei Dir sonst mal Allergien getestet? Die sind ja auch ein „Prime-Candidate“ für Nesselsucht.

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  11. Danke Eva. Die Nahrungsergänzung wollte ich einfach mal ausprobieren. Kieselerde tut mir irgendwie gut, schadet auch nicht, genau wie Vitamin D (keine Überdosis) Bei Vit. B bin ich sehr vorsichtig. Aber ich könnte tatsächlich mal mit meiner Frauenärztin reden. Leider kennt sie sich nich aus mit Histaminose.
    Es gibt noch nich so viele Ärzte die sich damit auskennen. Meine Allergologin meinte die Ursache ist meist sehr vielschichtig, viele Komponente die zusammenkommen und da keine Allergie oder Entzündung vorliegt sollte ich erst mal ein halbes Jahr abwarten. Aber mal gucken was meine Frauenärztin sagt.

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  12. Hallo Eva.
    Danke für die schnelle Antwort.
    Die Hausärztin hatte mich schon zum Neurologen und zum Endikrinologen geschickt. Verdacht Hypophysenadenom. Die könnten nichts feststellen.
    Bin nun im Kontakt mit dem Frauenarzt, da ich seit (ungelogen 1,5 Jahren-der Entbindung) Blutungen und Zwischenblutungen habe. Ist schon echt belastend wenn man nur blutet. Die Hausärztin meinte hin auf den Hintaminintoleranzhinweis-wäre nicht schlimm.
    Versuche jetzt über den Frauenarzt weiter zu kommen. Mit deinen Tipps kann man da doch schon weiter drauf hinarbeiten, eine solche Überweisung zu erhalten.
    Dankeschön.

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  13. Gibt es „Zufälle“? – Ja, die gibt es, sonst wäre mir diese Seite nicht „zugefallen“. Und ich bin sehr erfreut darüber, denn so wie hier habe ich Berichte über HI noch nirgends gefunden.
    Als vor vielen Jahren die HI bei mir in einer Klinik festgestellt wurde, hat niemand mich darauf aufmerksam gemacht, was ich selbst hätte tun können, um die Folgen zu mildern. Selbst von Symptomen, die darauf hinweisen können, hat niemand gesprochen. Ich bin damals wegen Hautproblemen zum Testen gegangen.
    Jetzt wird mir z.B. auch klar, weshalb ich so oft Herzrasen, Hitzewallungen u.v.mehr habe. Von der Menopause bin ich schon weit entfernt.
    Liebe Eva, danke für Deine Ausführungen, sie haben mir jetzt sehr geholfen. Dass Brennesseln Histamin enthalten, wußte ich, ich habe früher im Garten liebend gerne die Brennesseln gesammelt für Tee, bis ich es erfuhr. Jetzt habe ich dazu noch eine Frage: im Garten wächst tonnenweise Giersch, den ich sehr liebe, für Salat, für Tee. Weißt Du, ob auch er Histamin enthält?
    Danke – ich habe jetzt vieles erfahren dürfen – Danke.

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    • Hallo Christinamaria, tatsächlich ist die Sache mit den Brennesseln ein zweischneidiges Schwert. Ja, u.a. sorgt das enthaltene Histamin für die typische Quaddelbildung, wenn man die Pflanzen berührt. Der botanische Name Urtica war zudem namensgebend für Urticaria (Nesselsucht), welche auch zu den Symptomen der HIT zählt. Doch was vielleicht überrascht: Einige Betroffene nutzen Brennesseltee sogar GEGEN Histamin. Hä, wie das? Bestandteile in der Pflanze wirken offenbar mastzellstabilisierend und können so auf der anderen Seite sogar die körpereigene Histaminausschüttung verhindern. Mehr dazu hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19140159. Sinn scheint die Brennessel aber daher eher bei Mastzellaktivierungserkrankungen wie Mastozytose, nicht unbedingt bei HIT zu machen.

      Aber zu Deiner eigentlichen Frage: Giersch scheint meines Erachtens nach harmlos, wenn nicht sogar hilfreich zu sein. Wie viele Wildkräuter und anderes Grünzeug enthält auch Giersch recht viel Vitamin C. Alternativ und etwas konventioneller kann ich aus dem gleichen Grund Petersilie sehr empfehlen! Daneben ist recht viel Calcium enthalten – das gilt ja auch für Grünes fast allgemein, s. Brokkoli. Daneben ist etwas Magnesium enthalten. Das kann auch quasi nie schaden bei HIT. Ich betrachte Magnesium sogar als kleine Geheimwaffe gegen HIT an. Giersch soll entzündungshemmend wirken usw. Zu viel auf einmal soll offenbar Durchfall verursachen. Daher würde ich es zunächst einfach mal mit kleinen Mengen versuchen und schauen, wie es Dir damit geht.

      Viele Grüße,
      Eva

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      • Danke, liebe Eva, für Deine Antwort.
        Ich freue mich schon wieder, wenn die ersten Giersch-Spitzen aus dem Boden lugen. Petersilie möchte ich auch wieder anbauen, ich liebe sie auch sehr. Leider wird sie bei mir immer ziemlich mickrig. Und sie möchte allein stehen.
        Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir, obwohl heute erst Mittwoch ist. Jedoch es ist so viel zu bearbeiten an Emails – ich weiß nicht, ob ich so schnell wieder in den Blog komme.
        Liebe Grüße – Christinamaria

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  14. Noch einige weitere Fragen:
    – Was ist mit Cumin und anderen orientalischen Gewürzen?
    – Kann man Essen wirklich nicht wieder aufwärmen? Ich koche immer am Vorabend für die kommende Mittagspause, also wärme täglich mein Essen auf.
    – Was ist mit Gummibärchen oder Kaugummis?
    Und auch hier noch mal die Frage:
    – Gibt es wirklich einen Bluttest, mit dem man eine HIT feststellen könnte? Ich ziehe die Eliminationsdiät jetzt noch 2 Wochen durch und dann würde ich langsam austesten, ob es sich bei mir wirklich um eine HIT handelt. Jedoch passiert das in Eigenregie, ich habe keinen Arzt dazu befragt.

    Vielen Dank für eine Antwort! Dieser Blog ist wirklich sehr hilfreich und toll gestaltet!
    Nad

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    • Cumin ist ein Bestandteil von Curcuma und gilt als Mastzellstabilisator. Reines Curcuma-Gewürz ist daher sogar gut bei HIT und Mastzellaktivierungserkrankungen. Die Gewürzmischung „Curry“ enthält häufig jedoch Glutamat und wird eher schlecht vertragen. Scharfe Gewürze wie Chili können reizend wirken, werden in Maßen aber meist gut vertragen. Bei Kräutern und Gewürzen wird es problematisch, wenn Du neben der Histaminunverträglichkeit auch auf Salicylate reagierst.
      Man kann Essen zum Teil wieder aufwärmen, wenn man weiß, wie. Grundsätzlich würde ich schnell verderbliche Speisen nicht wieder aufwärmen, darunter fallen Reis, Pilze, Fisch usw. Rein vegetarische Speisen lassen sich meist ganz gut wieder aufwärmen, sofern sie direkt nach Runterkühlen auf Zimmertemperatur ordentlich eingekühlt werden. Am besten ist die Aufbewahrung in der Gefriertruhe. Im Kühlschrank bildet sich bei den Temperaturen mit der Zeit trotzdem Histamin. Also max. 1 Tag im Kühlschrank! Wer sehr empfindlich reagiert, bekommt jedoch auch dann zuweilen Probleme. Außerdem würde ich Speisen nicht zuletzt aufgrund des Nährstoffverlusts nicht in der Mikrowelle aufwärmen. Wie wärmst Du denn auf?
      Kaugummis enthalten in der Regel Sorbit. Das wird bei Sorbitintoleranz eh nicht vertragen, klar. Doch auch Betroffene von Hit reagieren meist auf den Zuckeralkohol Sorbit. Kaugummis sind auch deshalb ein Problem, weil sie dem Körper vorgaukeln, er bekäme Essen und dann kommt aber nix. Das kann den Magen übersäuern. Gummibärchen sind ziemliche Zuckerbomben und jetzt eh nicht gesund. Hinzukommt, dass oft Sachen wie Gelatine drin sind. Da isst man nur „leere Kalorien“. Ich würde lieber was anderes snacken, was dem Körper außer Kohlenhydraten (Zucker) auch Nährstoffe gibt.

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      • Danke für die super schnelle Antwort!
        Seit ich mich an der Eliminationsdiät versuche, hab ich auf einmal echt Lust auf Süßigkeiten. Normal bin ich eher der deftige Typ. Aber Leberwurst und Salami sind ja leider gerade nicht drin…
        Ich versuche mich an Hermann-Dinkel-Zopf und Kuchen, das war vorher eher nicht mein Fall.
        Aber tausend Dank für die Rückmeldung!

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      • Also, wir haben hier auf der Arbeit nur eine Mikrowelle, mit der ich die Speisen wieder aufwärmen kann. Ist leider nicht gerade eine sehr alltagsfreundliche Sache diese HIT. Aber ich werde versuchen, Essen max. 1 Tag im Kühlschrank aufzubewahren. Und Fisch & Fleisch nur direkt zu verarbeiten. Krass über was man da anfängt nachzudenken. Also ich nehme trotzdem glaube ich genug Vitamine und Nährstoffe zu mir, aber ich werde mal einen Bluttest machen lassen, um einen Nährstoffmangel ausschließen zu können. Vielen Dank für die vielen tollen und vor allen Dingen so schnellen Tipps und Antworten!

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      • Ja, gerade am Anfang ist es manchmal echt ein bisschen viel, aber sobald man sich mal auf bestimmte Dinge eingestellt hat, wird es leichter. Mit der Zeit entwickelt man ganz eigene Tricks, wie zum Beispiel Saucen in Eiswürfelformen einzufrieren, um sie stets portioniert parat zu haben.

        Es gibt ja so kleine mobile Kochplatten (für Camping und so), vielleicht legt man sich sowas für die Arbeit zu? Vielleicht besteht ja auch von Kollegen Interesse?

        Alles Gute weiterhin!

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  15. Hi Eva,
    ich bin glaube ich der einzige Man in der Runde.
    Ich hatte bis zu meinem 50 Lebensjahr nie Probleme mit Allergenen oder Lebensmittel Unverträglichkeiten. Jetzt kämpfe seit drei Jahren mit HIT. Allerdings habe ich ausser Nesselsucht und Verstopfungen keine Probleme. Nach unterschiedlichen Ärzten bin ich jetzt beim Heilpraktiker gelandet. Der Bluttest soll eine Darmentzündung als Ursache ergeben haben. Jetzt nehme ich seit zwei Monaten alle die hier genannten Vitamine ein und zusätzlich Toxaprevent, sobald ich aber von meiner Verzichtsliste abweiche, bekomme ich sofort wieder Pusteln. Meine Frage: Wenn sich keine Besserung einstellt, könnte es auch eine Fehldiagnose sein? Können diese Mengen an Vitaminen mir auch irgendwie schaden?
    Vielleicht hast du ja einen Tipp.

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    • Hallo Kersten,

      Du bist nicht der einzige Mann, der sich hierher „verirrt“ hat, aber es stimmt schon: Männer sind in Sachen Histaminintoleranz eher in der Minderheit. Aber auch ich hab ja die Seite aufgrund meines „Histaminers“ begonnen.

      Toxaprevent ist ja im Grunde Zeolith und soll Giftstoffe binden und dadurch den Magen/Darm „entgiften“. Das wird meist mit anschließender Behandlung mit Pro- oder Präbiotika zur Darmsanierung gegeben. Im Grunde ist es gut, dass dazu auch Vitalstoffe gegeben werden, denn Zeolith „saugt“ nicht nur Giftstoffe, sondern eben auch bestimmte Nährstoffe auf, sofern das Mittel in kurzer zeitlicher Distanz zum Essen eingenommen wird. Allerdings bin ich kein Fan von solchen „Pauschal-“ oder „Trendkuren“. Obwohl ich natürlich mich jetzt auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will oder kann. Ich bin keine Ärztin oder Heilpraktikerin und gebe mir auch nicht den Anschein. Wir können aber gerne zusammen mal überlegen.

      Daher mal meine Frage: Wurden neben der Blutuntersuchung (welche Werte wurden da getestet?) noch weitere Tests durchgeführt? Schließlich muss man da erstmal Detektiv spielen. HIT kann durch verschiedenste Dinge ausgelöst werden bzw. diverse andere Krankheiten und Probleme spielen da mit rein. Wenn das Problem wirklich im Darm liegt, wäre ein Darmflora-Test sinnvoll, um zu sehen, welche Bakterien vielleicht zu stark oder zu wenig vertreten sind. Eventuell findet man dadurch auch andere Pathogene und kommt so der HIT auf die Spur. Ein anderer Ansatz wären Nährstoffmängel. Die muss man leider gezielt testen und selber zahlen, an Zink, Vitamin D und B-Vitamine wäre da zum Beispiel zu denken. Aufgrund Deines Alters und dem „schwupps, plötzlich war die HIT da“-Phänomen käme aber auch ein Hormonzusammenhang infrage. Da machen sich meist jedoch noch weitere Symptome bemerkbar wie zum Beispiel Kopfschmerzen/Migräne, Ödeme/Wassereinlagerung oder das Gefühl von „Aufgedunsensein“.

      Wenn Du derzeit „nur“ Toxaprevent und Vitalstoffe bekommst, wird der Darm dadurch allein nicht saniert. Das muss man erstmal eine Weile nehmen, aber dann müssen auch wieder passende Probiotika zugeführt werden bzw. die „guten“ Darmbakterien mit Präbiotika „gefüttert“ werden. Gerade Präbiotika sind meist schonender und einfacher (das sind bestimmte Ballaststoffe wie Flohsamenschalen oder Haferflocken), weil einige Bakterien auch Histamin freisetzen können. So pauschal machen Probiotika keinen Sinn. Dazu muss die Darmflora bestimmt werden, wie gesagt.

      Abschließend: Ich weiß nicht, welche Vitalstoffe Du genau einnimmst, aber natürlich sind auch die als Medikamente anzusehen und keine Smarties. Nahrungsergänzungspräparate sollten auf einen Mangel hin gegeben werden und dazu muss man vorher testen, was „fehlt“. Wenn Dir das jetzt alles etwas viel auf einmal ist oder Du nicht Deine gesamte „Krankengeschichte“ hier ausbreiten möchtest, kannst Du mir auch einfach mailen.

      Liebe Grüße,
      Eva

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  16. Zunächst mal lieben Dank für die tolle Website, liebe Eva! Ich leide seit 2000 an HIT und sie macht sich bemerkbar, indem es zu akuten Hautausschlägen kommt (Urticaria), überall am Körper und sehr heftig. Also auch Zunge, Ohren, Nacken, Bauch, Beine, Fußsohlen etc. In Minutenschnelle ist der Körper rot und von Nesseln überzogen, die wie kleine Nadelstiche wirken und jucken. Gegen diesen Schub wehrt sich mein Körper und aktiviert eine Gegenreaktion, damit die Nesselausschläge in Schach gehalten werden. Damit bekämpft also ein körperliches Symptom ein anderes. Man kann auch sagen, der Körper kämpft gegen sich selbst. In Folge kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen, weil der Kreislauf bei diesem Kampf überfordert ist und schlapp macht. Das ist das eigentlich gefährliche. Gar nicht mal die HIT, sondern der anaphylaktische Schock. Schon einige Male ging es dann mit Tatütataa ins nächste Krankenheit zur Stabilisierung. Bislang ist es gut gegangen, aber es kann auch rasch schief gehen. Ein anaphylaktischer Schock ist immer auch lebensgefährlich.
    Bedeutet für mich: Ohne schickes Notfalltäschen mit Celestamin, Antihistamin und Adrenalinspritze gehe ich nicht aus dem Haus.
    Ernährungstechnisch verzichte ich auf Schweinefleisch, alten Käse, Wein, Erdbeeren, die bekannten sehr histaminhaltigen Fische wie Hering, Sardinen etc und koche täglich frisch mit viel Gemüse. Alles, was ich bio kriegen kann, ist bio. Ich würde nicht sagen, dass ich eine Diät lebe, aber ich achte schon darauf, was ich esse und was ich lieber nicht essen sollte.
    Für alle Raucher unter den HIT-Betroffenen ist dies vielleicht interessant: Ich habe vor 3 Monaten aufgehört, Zigaretten zu rauchen und bin umgestiegen auf E-Zigaretten mit Liquid. Das war keine gute Idee. Vor den E-Zigaretten war ich 1 Jahr lang beschwerdefrei. Danach hatte ich drei Schübe innerhalb von 6 Wochen. Also: Die E-Zig kommt wieder weg und ich rauche wieder Zigaretten, wenn auch wenige. Verantwortlich für die negative Auswirkung von E-Zigaretten ist das meines Erachtens das reine Nikotin und das Glycerin in den Liquids. Enthalten sind auch Aromastoffe, die sind natürlich auch schlecht, aber auch in normalen Zigaretten enthalten. Wie gesagt, dies ist meine Interpretation, keinesfalls validiert.

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    • Hallo Jona,

      wie die etymologische Herkunft von „Diät“ bereits suggeriert (von griech. „diaita“, was so viel wie Lebensstil, Lebensweise bedeutet), meint man mit Diät nicht unbedingt eine Einschränkung (etwa zum Abnehmen), wenngleich das Wort meist so verwendet wird. Diät heißt schlichtweg Ernährungsweise.

      Übrigens nicht zu verwechseln mit den Politikerdiäten, die sich vom lateinischen „dies“ für Tag und in späterer Folge Tagelohn ableiten 😉 Aber das nur am Rande.

      Zum Rauchen, ja, ist ein schwieriges Thema, da Nikotin ein bekannter DAO-Blocker ist. Somit sind auch bekannte Entwöhninstrumente wie Pflaster oder eben E-Zigaretten nicht zu empfehlen. E-Zigaretten sind medial mittlerweile generell in Verruf geraten. Du hast die Aromastoffe und andere Dämpfe bereits angesprochen. Umso bedenklicher ist/war es, dass diese Teile anfangs als „gesünder“ beworben wurden.

      Ich denke, es würde Dir noch besser gehen, wenn Du ganz aufhörst, aber das ist natürlich nicht einfach. Mein Vater hat es damals mit Unterstützung meiner Mutter und reichlich Kaugummis als Ersatz geschafft, wobei auch Kaugummis (Stichworte wie Sorbit etc.) bei HIT nicht zu empfehlen sind.

      Als Raucher braucht man einfach einen Ersatz, um die Finger und Lippen zu „beschäftigen“ – so meine Erfahrung mit Leuten, die aufhören wollen, da geht es gar nicht mal unbedingt darum, weiter Nikotin in geringen Dosen zuzuführen. Vielleicht suchst Du Dir ein Hobby wie Malen (da kann man dann auch auf Stiften rumkauen, haha).

      Am Ende entscheidet Willensstärke und wie stark der Leidensdruck wirklich ist, ob es klappt. Mein Vater hat jedenfalls kurz vor meiner Geburt aufgehört und seitdem keine Kippe mehr angerührt. Mein großer Bruder und ich bzw. unsere Gesundheit waren da sicher Teil der Motivation.

      Alles Liebe, Eva

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