Eisgekühlt genießen…


Eistee – Leckere Erfrischung an heißen Tagen

Der Sommer ist, zumindest was die Temperaturen anbelangt, mittlerweile über uns hereingebrochen. Es gab auch schon die ersten Hitzegewitter, die zum Glück wieder etwas Abkühlung brachten.

Die Übergangszeit zwischen den Jahreszeiten, die mittlerweile immer knapper wird, ist hier oft problematisch, v.a. wenn es von kühl auf warm wechselt. Und auch dieses Jahr kam der Sommer mit einem Schlag. Ich sehe das immer an meinem „Krebspatienten“ Shaolin, unserer Katze, die hier mit Nierentumor in Pflege ist und mittlerweile allen Tierärzten Falten auf die Stirn wirft – und manchen die Zunge rausstreckt, denn sie ist immer noch da 😉 Sie war November 2013 quasi für nicht mehr zu retten erklärt worden. Es würde den Tierarzt überraschen, wenn sie noch lange macht, man solle ihr noch eine schöne letzte Zeit machen.

Sie kam aus dem Tierheim und im Tierheim sterben ist ja doof. Genauso wie im Krankenhaus sterben einfach doof ist.

Ein anderer Tierarzt drückte es drastischer aus, das war der, der die bildgebene Diagnose gemacht hat und auch herausfand, dass das Problem weder Leukose noch Fip, noch irgendwas, sondern ein Tumor war. Wenn sie es bis zum Ende der Woche noch schaffe, das würde ihn sehr überraschen.

Wenn Shaolin bis November noch dem Krebs die Stirn bietet, sind es 2 Jahre!

Aber im Mai sah es richtig düster aus, denn, um zurück aufs Thema zu kommen, es wurde Sommer. Peng! Heiß! Peng! Hochdruckwetter! Sie aß weniger und dehydrierte, ohne dass wir es gleich merkten, rapide. Nachdem der Tierarzt fast 5 Monate nicht hier war, musste er mal wieder kommen. Und diesmal sah dieser Tierarzt die Sache düster. Shaolin, die sonst sehr gesprächig ist – keine andere Katze mauzt so viel und mit der Inbrunst wie sie es tut – aber Mitte Mai war sie ganz still. Sie bekam über mehrere Tage Flüssigkeiteit subkutan gespritzt und wer hätte es gedacht, sie erholte sich wieder. Der Tierarzt meinte im Scherz, es sei fast so, als müsse man sie einfach regelmäßig wieder aufladen.

Denn alle 3-5 Monate braucht sie eine Infusion, ansonsten kamen wir aber ohne Medikamente aus (nur Hanfsamen- und Lachsöl jeden Tag).

Gleichzeitig ging es auf menschlicher Seite mit Migräne los. Hochdruckwetter ist hier also doppelt böse. Der „Histaminer“ und auch Shaolin sind, was das angeht, beide sehr wetterfühlig. Ich bin dann immer froh, wenn der Sommer endlich angekommen ist und sich alles wieder normalisiert. Zwischendrin gibt es Phasen, wenn zum Beispiel ein Gewitter aufzieht, das sich dann aber doch nicht entlädt – aber das ist ja meist nicht so häufig.

Das momentan anhaltende Tropenwetter, wo die Temperaturen selbst nachts nicht unter die 20-Grad-Marke fallen, macht aber dennoch zu schaffen. Man schwitzt ja die ganze Zeit und verliert Flüssigkeit. Auch Shaolin verträgt diese ganz heißen Temperaturen gerade sehr schlecht. Sie muss täglich infudiert werden und ob sie es bis November schafft, steht gerade sehr in der Schwebe…

Wie ist es bei Euch? Seid Ihr auch temperaturempfindlich bzw. wetterfühlig, wenn das Wetter umschwingt?

An heißen Tagen braucht man dennoch gute Abkühlung und wer nicht die ganze Zeit nur stilles oder Leitungswasser trinken mag, kann es ja mal mit Tee probieren. Tee? – fragt Ihr vielleicht – ist der nicht histaminreich?

Naja, es gibt Kräutertee, Früchtetee, schwarzen Tee, grünen Tee, weißen Tee und Rotbuschtee – das sind zumindest die, die mir jetzt einfallen und nicht alle sind gute Ideen bei Histaminintoleranz. Ich habe das Thema schon mal hier angerissen.

Man muss ein bissl seine Limits und sich selber kennen. Denn so klare Jas und Neins gibt es da nicht. Allen voran ist aromatisierter Früchtetee nichts, muss ich sagen, aber natürlicher Früchtetee geht mitunter. Die Frage ist dann: Welche Früchte sind drin und vertrage ich die? Hier funktionieren Erdbeeren, Himbeeren, Hagebutte und Hibiskus nicht und so fällt das meiste weg. Aber vielleicht sieht es bei Euch anders aus. Kräutertee ist hier die bessere Wahl, v.a. reine Sorten. Salbeitee ist hier sehr beliebt, aber auch andere Sorten gehen. Schwarzer Tee ist so eine Sache, nicht nur, dass der Koffein enthält, sondern auch noch, dass er fermentiert ist – beides „Don’ts“ bei Histaminintoleranz. Aber wenn er nur kurz zieht, also max. 2 Minuten, geht es mitunter, so meine Erfahrung. Rotbuschtee enthält kein Koffein, ist aber fermentiert und gilt daher meist als bessere Wahl, aber auch hier: nicht zu lange ziehen lassen. Während man den Teebeutel oder das Teeei im Kräutertee einfach drin lassen kann, sollte man ihn bzw. es bei Rotbusch- oder Schwarztee bald entfernen. Sowohl schwarzer als auch weißer und grüner Tee werden von der gleichen Pflanze gewonnen, aber anders verarbeitet. Von diesem „klassischen“ Tee ist weißer Tee die beste Wahl, dicht gefolgt von grünem Tee. Warum sehe ich das so? Beide enthalten zwar Koffein, sind aber nicht fermentiert. Und Fermentation (enthält direkt Histamin) ist schlimmer als Koffein (Liberator) – so verhält es sich hier zumindest. Außerdem: Koffein muss ja auch erst gelöst werden – daher stets mein Hinweis bei „klassischem Tee“ nicht zu lange ziehen lassen.

Das hilft.

So und daher also heute nach langer Rede mein Sommer-Eistee-Rezept:

Eistee aus grünem oder weißem Tee

Zubereitungszeit:

ca. 10 Minuten

Schwierigkeit:

einfach

Zutaten für 1 große Kanne (ca. 1,5-2l):

  • 1 oder 2 Teebeutel/2 kleine oder 1 großes Teeei mit weißem oder grünem Tee (am besten bio)
  • 1 geh. TL Honig (oder mehr wer mag) (Rohrohrzucker oder Ahornsirup geht auch, wenn’s vegan sein soll)
  • 1,5-2l heißes Wasser (soll bei grünem und weißem Tee nicht sprudelnd kochen, ca. 70-80 Grad)

Zubereitung:

Wasser aufsetzen. Teebeutel oder -ei in eine Kanne hängen und mit heißem Wasser aufgießen. Kurzzeitwecker stellen: nach spätestens 5 Minuten den Teebeutel oder das Teeei entfernen. Nach Belieben Süße einrühren. Ich nehme gerne etwas Honig.

Abkühlen lassen auf Zimmertemperatur und ab in den Kühlschrank damit. Wer mag, kann Eiswürfel reingeben. Ich komme aber ohne aus.

Meistens koche ich am Abend eine Kanne, die dann über Nacht in den Kühlschrank kommt und so hat man am nächsten Tag leckeren Eistee.

PS: Das Ganze ist a) gesünder als gekaufter Eistee (ohne Zusatzstoffe, weniger Zucker bzw. gar kein Zucker, sondern Honig) und b) man hat volle Kontrolle über die Ziehzeit und eben was reinkommt (Grüntee oder weißer Tee statt Schwarztee, welche Art von Süße, usw.). Also macht Euren Eistee das nächste Mal doch einfach selbst.

PPS: Wer aber faul ist, dem kann ich den Grüntee-Eistee von der Spar-Bio-Eigenmarke „Natur Pur“ empfehlen. Da werden Biozutaten verwendet und es ist kein Invertzucker (Fruktose-Glukose-Sirup) oder Süßstoff drin, aber normaler Zucker. Von allen Eistees, die es zu kaufen gibt, ist das hier der einzige, verträgliche.

Gute Abkühlung!

(c) Histamin-Pirat

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4 Gedanken zu “Eisgekühlt genießen…

  1. oh. viel liebe und durchhaltewillen wünsche ich shaolin!
    ich bin auch sehr wetterfühlig. obwohl es irgendwie besser geworden ist in den letzten jahren.
    tee gibts hier aus kräutern. frisch aus dem garten.
    ich hab annanas-salbei. den mag ich sehr sehr gern mit himbeerblättern. den trinke ich auch kannenweise kalt.
    bei großer hitze aber lieber heiß.
    ein schönes und entspanntes wochenende euch.

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Eva,
    auch hier wird sehr gern Tee getrunken. Am liebsten Pfefferminz , Lindenblüte und Zitronenverbene. Allesamt sind hier sehr gut verträglich.
    Ab und zu gibt auch mal Holundersirup, meistens schmeckt das stille Wasser aber Lecker genug. Ich habe übrigens eine Weile gesucht, um stilles Wasser in Glasflaschen zu finden, das auch noch meine Ansprüche an Mineralgehalte erfüllt.
    Ich wünsche Euch einen schönen Sommer, alles alles Gute für Shaolin und freue mich auf neue Beiträge von Dir.
    Liebe Grüße Sitaanni

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Sitaanni,

      danke für Dein Feedback. Und natürlich danke für die lieben Wünsche für die kleine Patientin, Shaolin. Demnächst gibt es mal wieder was zum Backen. Ich hoffe, ich komme am Wochenende dazu was für den Blog zu schreiben.

      Ganz liebe Grüße,
      Eva

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