Vergiss Tofu…


Beim Küchenatlas Blog dreht sich gerade alles um die Gemüsesorten der kalten Jahreszeit. Offen gestanden bin ich kein großer Kohlfan. Vor allem Rosenkohl schmeckt mir gar nicht. Allein Rotkohl mag ich ganz gerne.

KüchenAtlas-Blogparade: Wintergemüse

Aber zum Glück bietet die kalte Jahreszeit noch einiges mehr als nur Kohl. Zum Beispiel: Pastinaken, Karotten, Petersilienwurzeln, Kürbis, Fenchel und Esskastanien.

Und um letztere soll es sich heute drehen. Die Kastanien spielen dabei ein wunderbares Solo auf. Na gut, ein paar Mandeln sind auch mit von der Partie 😉

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Esskastanien habe ich als neue Alleskönner für mich entdeckt. Die gehen immer. Egal, ob als Kuchenfüllung, als Süßigkeit, in Keksen, im Brot oder wie heute als Fleischersatz.

Wie Ihr wisst, gibt es hier kein Soja und dementsprechend auch kein Tofu, aber es geht doch seit einiger Zeit alles vegetarisch zu. Und manchmal, ja, manchmal, habe ich Appetit auf Fleisch. Geschmacklich sind Esskastanien nun meine neue Alternative. Ohne Witz, diese Bratlinge schmecken tatsächlich etwas „fleischig“, sind aber viel gesünder. In Esskastanien ist z.B. eine gute Menge Vitamin C enthalten, außerdem Kalium und Calcium, ein bisschen Eiweiß und auch Fett (und noch einiges mehr). Damit sind sie so ein richtiges „Powergemüse“ der kalten Jahreszeit.

Maronibratlinge an Maronisauce mit Mandelreis

(inklusive schneller Mandelmilch) –

vegan, glutenfrei, laktosefrei, histaminarm

 

Zubereitungszeit:

ca. 1-1,5 Stunden

Schwierigkeit:

normal

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Zutaten für 2-3 Personen:

500g Esskastanien
2 Hände voll Mandeln
etwas heißes Wasser
Salz, Pfeffer
Curcuma, Kreuzkümmel, Oregano, (Hauch Zimt – wenn das vertragen wird), Kümmel
etwas Kokosöl
1-2 EL Chiamehl
1/2 Tasse Reis und genug Wasser zum Kochen (ca. 2 Tassen)
1-2 geh. TL Dinkelmehl
1-2 Zehen Knoblauch

Zubereitung:

Die Maroni kreuzförmig einritzen und bei 180-200°C ca. 20-25 Minuten rösten.

Die Mandeln blanchieren, d.h. mit heißem Wasser übergießen und einen Moment im heißen Wasser stehen lassen (ich habe einen Topf dazu verwendet). Dann abseihen und mit kaltem Wasser abschrecken. Schälen. In eine Schüssel geben und mit Wasser großzügig bedecken und dann pürieren. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb (ich habe ein Teesieb verwendet) streichen. Das Feste – also die Mandelüberreste – in einer Schüssel separat sammeln, das brauchen wir noch. Fertig ist die Mandelmilch.

Die Maroni aus dem Ofen nehmen und schälen. 10 Maroni beiseite legen. Die brauchen wir später für die Sauce.

Den Rest mit 1 EL Kokosöl und 2-3 EL Wasser, mit der Hälfte der Mandelmasse, Salz, Pfeffer, Curcuma, Kreuzkümmel, Oregano, (Zimt) pürieren. Mit 1-2 EL Chiamehl mischen und aus dieser Masse Bratlinge formen.

Reis aufsetzen. Mit Salz und Kümmel würzen. Sobald der Reis einmal aufgekocht ist, auf kleine Flamme schalten und die andere Hälfte der Mandelüberreste beimengen. Kurz vor Ende, bei Bedarf einen 1/2 TL Kokosöl unterrühren.

Die zuvor beiseite gelegten Maroni hacken. Knoblauch schälen und hacken. In Öl den Knoblauch kurz anschwitzen und Mehl hinzugeben und eine Mehlschwitze ansetzen. Mit Mandelmilch ablöschen. Nach und nach die Mandelmilch zugeben, sobald die Sauce etwas angedickt ist. Die gehackten Maroni hinzugeben und wenige Minuten ziehen lassen. Dann pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Andere Gewürze nach Geschmack. (Für die glutenfreie Variante entweder Maisstärke zum Andicken nehmen statt der Mehlschwitze oder mehr Maroni)

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Bratlinge von beiden Seiten braten.

Mit Reis und Sauce die Bratlinge servieren.

Tip:

Wer mag, kann beim nächsten Mal auch etwas Knoblauch in die Bratlinge selbst geben. Das schmeckt auch sehr gut.

Guten Appetit!

(c) Histamin-Pirat

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5 Gedanken zu “Vergiss Tofu…

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