Körper, Geist und Seele…


Tips

zum Thema Yoga

 

Warum Yoga und 

was ist das eigentlich?

Yoga und auch vielen anderen Körper-, Atem- und Meditationstechniken wird eine starke, positive Wirkung auf das menschliche Wohlbefinden zugeschrieben – und das zu recht! Nicht umsonst ist Yoga zum neuen Gesundheitstrend geworden. In jeder europäischen Großstadt findet man mittlerweile mehrere Yoga-Studios. Angeboten wird alles von Kinder- über Seniorenyoga, hin zu Bikram-, Anusara-, Ashtanga-Yoga und noch mehr.

Aber was genau ist Yoga nun eigentlich und warum kann es bei Histaminintoleranz hilfreich sein?

Der Begriff „Yoga“ umspannt eine Jahrtausende alte Tradition, deren Wurzeln in Indien liegen. Das heute praktizierte Yoga mit seinen vielen Stilen ist auch verschiedensten Zweigen uralter Yogaformen entwachsen. Hauptsächlich hat jedoch das traditionelle Hatha-Yoga, das moderne Yoga – vor allem in Europa und Amerika – geprägt. In der Übersetzung sind aber, wenn man so will, wichtige Elemente untergegangen. Hatha-Yoga, das ursprünglich dazu diente, den Körper auf andere Yoga-Formen vorzubereiten, wie z.B. auf langwrigige Meditation, wird heute oft als das Yoga schlechthin dargestellt. Im Westen ist Hatha-Yoga oft dafür bekannt, dass es einem physisch sehr viel abverlangt. Der Focus liegt hier nun mehr auf rein körperlicher Arbeit, weniger auf spiritueller oder meditativer Arbeit.

Das traditionelle Hatha-Yoga ging aber über reine Körperarbeit und Posen (Asanas) hinaus vor allem auf Atemtechniken (Pranayama) und spezifische Handbewegungen und -kreise (Mudras) ein. Heutiges Hatha-Yoga ist oft sehr sportlich und von Abläufen wechselnder Posen geprägt. Lange Dehn- oder Meditationsübungen findet man bei anderen Yoga-Stilen. Traditionell waren diese Techniken aber enthalten. Die enge Verbindung zwischen Yoga und Kampfsportarten darf hier auch mitgedacht werden. Yoga war eine Technik die in einem vorhandene Kraft zu verstärken und Erleuchtung zu erlangen. Wem also Yoga vielleicht „zu ruhig“ erscheint und wer mehr Action braucht und daher lieber eine Kampfsportart wie Qi Gong oder Tai-Chi Chuan bevorzugt, dem sei gesagt, dass auch in diese Sportarten viele Yoga-Elemente zu finden sein werden und umgekehrt finden sich Elemente traditioneller Kampfsportarten im Yoga.

Obwohl Yoga schon lange den Siegeszug als Trendsportart bei uns angetreten hat, werden erst seit kurzem die Vorteile dieser Sportart genauer wissenschaftlich untersucht. Ein Grund könnte die Sprachbarriere gewesen sein, ein anderer die kulturelle Ferne. Yoga und auch Kampfsportarten sind eng mit asiatischer Philosophie und auch traditioneller, chinesischer Medizin verwoben. Die Modelle und Denkweisen der asiatischen Philosophie und traditionellen Medizin unterscheiden sich vulminant von den geläufigen im Westen. Hinzu kommt die Rede von den „5 Elementen“, „Yin und Yang“ und anderen Konzepten, die nicht wörtlich zu verstehen sind.

Ich werde versuchen nun die Vorteile von Yoga nach westlichen Kriterien und Denkweisen etwas zu beleuchten.

Die Atemtechniken sorgen für eine bessere  Versorgung der Organe mit Sauerstoff. Sie wirken außerdem reinigend. Giftstoffe, nicht nur die geatmete Luft, sondern auch Smog und andere Umweltgifte, die wir mit der Luft aufnehmen und die sich in der Lunge ablagern, werden aus der Lunge wieder nach draußen befördert.

Die Posen regen den Kreislauf an, ohne jedoch das Herz zu stark zu belasten. Muskeln werden aufgebaut. Der Körper wird kräftiger. Fehlstellungen, sowohl angeborene, wie auch erworbene durch Haltungsfehler, können korrigiert werden. Bestimmte Posen wirken auf bestimmte Körperregionen. Organe erhalten durch die gezielte Bewegung geradezu eine Massage von innen und werden angeregt zu arbeiten.

Meditationsübungen reinigen den Geist und entspannen. Sie lassen der Kreativität freie Bahn und regen den Geist an.

Wie kann Yoga bei Histaminintoleranz helfen?

Neben den allgemeinen Vorteilen möchte ich noch auf Yoga als Hilfe bei Histaminintoleranz im Speziellen eingehen.

Yoga wirkt sich positiv aus, egal welche Form von Histaminintoleranz einen betrifft.

Die stresslindernde, entspannende, jedoch gleichzeitig Kreislauf anregende Wirkung von Yoga birgt Vorteile vor allem für Betroffene, wo das zentrale Nervensystem besonders angegriffen wird.

Yoga Anatomy

Die lungenreinigende Wirkung der Atemtechniken wird insbesondere Erleichterung für Betroffene bringen, deren Bronchien stark auf Histamin reagieren.

Die „Organmassage“, insbesondere bei verdrehten Posen und Posen, wo leichter Druck auf die Organe ausgeübt wird, wird wohltuend für Betroffene mit Magenproblemen sein.

Die verbesserte Durchblutung transportiert das Histamin besser als Giftstoff ab. Die juckende Haut beruhigt sich schneller. Sollten Sie jedoch unter starken Schwellungen und/oder Migräne leiden, kann Yoga die Symptome kurzfristig auch verstärken. Meiden Sie bei Migräne Posen, wo Druck auf den Kopf ausgeübt wird, wie etwa Kopfstand. Jedoch können Posen über Kopf wohltuend sein, z.B. Handstand. Meiden Sie Posen über Kopf (nach vorne beugen), wenn Sie Bluthochdruck haben.

Welcher Yoga-Stil eignet sich?

Mittlerweile haben sich verschiedenste, teilweise auf sehr individuelle Bedürfnisse zugeschnittene Stile herausgebildet. Bikram-Yoga ist allerdings eventuell nicht die beste Wahl. In einem warmen Raum wird hier Yoga betrieben. Das Schwitzen sorgt zwar dafür, dass Gifte aus dem Körper gespült werden, es führt aber auch dazu, dass man Flüssigkeit verliert. Und wir wissen bereits, wir brauchen Wasser! Darüberhinaus kann diese Yogaform das Herz belasten, wenn man es nicht gewohnt ist in warmer Umgebung Sport zu betreiben. Einen knappen Überblick erhalten Sie hier: http://www.yogaguide.at/wissen/yogastile

Welchen Stil auch immer Sie ausprobieren, Sie werden schon nach 1 Woche bei einem täglichen Training von 10 Minuten einen Unterschied spüren. Ich bevorzuge eine bunte Mischung von Stilen, aber vor allem Ashtanga- und Yin Yoga.

Vielleicht sehen Ihre Posen am Anfang noch nicht so aus wie beim alteingesässenen Yogi, aber darum geht es auch erst mal nicht. Wichtig ist nur, dass Sie „am Ball bleiben“.

Trainieren Sie nach Ihren Bed
ürfnissen und Fähigkeiten.

Mit wenigen Übungen am Tag können Sie etwas für Ihre Verdauung, Atmung und – ganz allgemein etwas fuer Ihr körperliches Wohlbefinden tun.

The Complete Guide to Yin Yoga

Ich persönlich übe gerne anhand von Videos. Gute Videoanleitungen finde ich im deutschen Sprachraum leider nur wenige, daher empfehle ich eine englischsprachige Seite einer holländischen Yoga-Lehrerin, die Videoanleitungen bereit stellt.

http://www.youtube.com/watch?v=me0VAhJ3HJA
Yoga bei Verdauungsproblemen
Insbesondere die letzte Pose, wenngleich sie so simpel daherkommt, hilft mir bei jeglichen Verdauungsproblemen oder einem Völlegefühl.

Weitere Videos von Esther Ekhart finden Sie unter:

http://www.youtube.com/user/yogatic?feature=watch (gratis)
http://www.ekhartyoga.com/ (teils gratis, teils gegen Gebühr)

Das Training unter direkter Anleitung in einem Yoga Studio vor Ort bietet den Vorteil, dass ein geschulter Trainer auf Sie eingehen kann. Zuhause sind Sie auf sich selbst gestellt 😉

Ein kleiner Geheimtip ist die Spielkonsole.

Für die Wii gibt es beispielsweise das Sportspiel Wii Fit Plus, in dem auch Yoga-Übungen enthalten sind. Hier geht es aber mehr um Spielspaß als um ernsthaftes Training 😉




Bei Fragen und Anregungen hinterlassen Sie doch einen Kommentar unten oder schicken Sie mir eine Mail an histaminarm(at)vollbio.de



Viel Spaß und „Namaste“!

 

(c) Histamin-Pirat

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