Abkühlung an heißen Tagen…


Tips

zum Thema Eiskrem

Es ist Sommer und die Sonne brennt. Ein Eis bietet nun die perfekte Abkühlung. Doch kann man alle Eiskremformen und -sorten bedenkenlos zu sich nehmen?

Die Form

Grundsätzlich kann sowohl Milch- als auch Wassereis gegessen werden. Bei vielen Milcheissorten der verschiedenen Hersteller werden jedoch Bindemittel, z.B. mit Soja, beigefügt, die dann zur Unverträglichkeit des Produktes führen. Wir haben hier z.B. nicht so gute Erfahrungen mit Langnese/Eskimo gemacht, aber probieren Sie es selbst. Lesen Sie aber auf jeden Fall vor dem Kauf das „Kleingedruckte“ auf der Packung.

Wenn Sie die Möglichkeit haben selbst Eis herzustellen, z.B. mit einer Eismaschine, dann tun Sie dies auch. So haben Sie volle Kontrolle über eventuelle Zusätze. Darüberhinaus können Sie Fruchtsäfte histaminarmer Sorten mit einem Löffel einfrieren oder auch Ihren Lieblingsjoghurt und erhalten so selbst gemachtes Eis am Stiel.

Auch der Gang zur Eisdiele des Vertrauens kann Abhilfe schaffen. Betonung liegt hier auf des Vertrauens, denn manchmal liegt Eis auch lange in der Auslage und dementsprechend hoch ist der Histamingehalt. Finger weg von sowas. Bei Ihrer örtlichen Eisdiele können Sie Ihre Lieblingssorte aus der Tüte, aus dem Becher oder gleich als ganze Packung genießen. Man gibt Ihnen sicher auch gerne Auskunft über eventuelle Zusatzstoffe.

Manchmal geht eine Histaminunverträglichkeit mit einer Laktoseintoleranz oder anderen Lebensmittelallergien einher. Im Fall einer Laktoseintoleranz ist auf Milcheis zu verzichten. Veganes Eis ist hier vielleicht eine Alternative (ohne Sojamilch).

Wassereis wird zum Teil besser als Milcheis vertragen und es lässt sich z.B. aus gepressten Früchten oder Fruchtsaft selbst herstellen. Problematisch bei gekauftem Wassereis können Aroma- und Zusatzstoffe sein.

Die Sorte

Bei der Sortenwahl gilt, kaufen Sie keine Sorten, von denen Sie wissen, dass die Hauptzutat ein Histaminliberator bzw. DAO-oder HNMT-Blocker ist. Auch Sorten, deren Hauptzutat generell histaminreich ist, sollten gemieden werden. Im Folgenden einige Beispiele problematischer Sorten:

  • Nougat, Nuss, Kakao, dunkle Schokolade (blockt den Histaminabbau)
  • Tiramisu (enthält Kakao und Alkohol)
  • blauer Engel und ähnliche stark aromalastige Sorten
  • Mango, Erdbeere, Zitrone
  • Cola

Beachten Sie zur Hilfestellung bei der Sortenwahl die Lebensmittelliste, die ich unter Über Histaminintoleranz zusammengestellt habe.

Nun einige Sorten, die in der Regel vertragen werden:

  • Vanille
  • Stracciatella (manchmal problematisch aufgrund der enthaltenen Schokosplitter)
  • Heidelbeere, Melone, Apfel
  • Vollmilchschokolade (blockt die DAO auch, aber nicht so stark wie dunkle Schokolade, Kakao oder Nougat)
  • weiße Schokolade

Dann wünsche ich gute Abkühlung im heißen Sommer!

Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie doch was ins Kommentarfeld oder mailen Sie mir via histaminarm[at]vollbio.de

(c) Histamin-Pirat

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